Baby trinkt nicht – Tricks und Tipps, die sofort helfen!

Neun Monate lang tragen wir unser Baby im Bauch und müssen uns keine Gedanken darüber machen, ob es genug zu essen bekommt. Über die Nabelschnur wird unser Schatz mit allem versorgt, was er braucht. Nach der Geburt setzt uns dann nichts mehr unter Stress, als wenn wir feststellen: Mein Baby trinkt nicht! Denn gerade bei Säuglingen kann das schon nach kurzer Zeit gefährlich werden. Wenn dein Baby auch nicht trinken mag, helfen dir diese Tipps und Tricks:

1.Baby trinkt nicht – das können die Ursachen sein

Wenn du feststellst, dein Baby trinkt nicht, dann kann das verschiedene Ursachen haben. Einige Kinder haben direkt nach der Geburt Schwierigkeiten mit dem Trinken, andere lassen sich nach etwa drei Monaten plötzlich nicht mehr stillen, und wieder andere mögen urplötzlich das Fläschchen nicht mehr. Grundsätzlich haben mehr Dinge Einfluss auf das Trinkverhalten eines Babys, als man vielleicht vermuten würde.

Kurz gesagt können anatomische Dinge eine Rolle spielen wie Probleme deines Babys mit Zunge, Gaumen oder Kiefer. Aber auch die Form deiner Brustwarzen kann ein Grund sein. Die falsche Stillposition, der Geschmack der Milch, dein Geruch, Stress, eine Erkältung, Zähne oder eine Saugverwirrung – das alles kann dazu führen, dass dein Baby nicht mehr trinkt.

Im Video werden einige Ursachen noch einmal zusammengefasst:

2. Mein Baby trinkt nicht nach der Geburt

Wenn dein Baby auf der Welt ist, sollte es möglichst innerhalb der ersten Stunde zum ersten Mal an deiner Brust trinken, um die Milchproduktion anzuregen. Wenn du merkst, dein Baby trinkt nicht, können folgende Tipps dir helfen:

Tipp 1: Möglichst viel Hautkontakt

Eine Geburt ist nicht nur für uns Mamas anstrengend, sondern auch für unsere Babys. Deshalb kann es sein, dass dein Baby müde und gestresst ist. In diesem Fall solltest du möglichst viel Hautkontakt zu deinem Schatz haben. Lege dein Baby zum Beispiel zum Kuscheln auf deinen nackten Oberkörper. Dadurch produzieren eure Körper das Glückhormon Oxytocin, das wiederum bei dir die Vormilch zum Fließen anregt.

Tipp 2: Baby mit dem Löffel füttern

Wenn dein Baby einfach zu müde ist und deshalb nicht trinkt, kannst du versuchen, die Vormilch mit der Hand auszustreichen, und sie deinem Kind mit dem Löffel oder einer kleinen Spritze ohne Nadel zu geben. Das ist für dein Baby weniger anstrengend, als an der Brust zu saugen.

Tipp 3: Die richtige Stillposition finden

Auch eine zurückgelehnte Stillposition kann deinem Baby beim Trinken helfen, weil es so am einfachsten an deiner Brust andocken kann. Übrigens kann auch falsches Anlegen dazu führen, dass dein Baby nicht trinkt. Lass dich deshalb am Anfang am besten von deiner Hebamme oder einer Stillberaterin unterstützen.

Tipp 4: Körperliche Probleme abklären

Es gibt auch körperliche Besonderheiten, die dazu führen können, dass dein Baby nicht trinkt: ein verkürztes Zungenbändchen, Fehlstellungen des Kiefers, ein besonders hoher Gaumen. Sprich am besten mit einem Arzt oder deiner Hebamme, wenn du so etwas vermutest.

Tipp 5: Stillhütchen nutzen

Wenn du Hohl-, Schlupf- oder Flachwarzen hast, können Stillhütchen deinem Baby beim Trinken helfen. Das sind kleine Hütchen in Brustwarzenform, die über deine Brustwarzen gestülpt werden. Stillhütchen sorgen für eine stabile Form der Brustwarzen und regen dein Baby zum Saugen an. Und dein Baby braucht deutlich weniger Kraft, um die Milch aus deiner Brust zu saugen. Denn auch, wenn es eine Pause macht, bleiben die Stillhütchen stabil.

Stillhütchen können auch helfen, wenn dein Baby ein Frühchen oder sehr klein ist, oder aus anderen Gründen zu wenig Kraft hat, um die Milch aus deiner Brust zu saugen. Allerdings raten viele Hebammen dazu, dem Baby die Stillhütchen möglichst früh wieder abzugewöhnen, damit es lernt, normal an der Brust zu trinken.

Tipp 6: Für Ruhe & Entspannung sorgen

Und zu guter Letzt: Wenn du merkst, dein Baby trinkt nicht, sorgt das natürlich besonders nach der Geburt für Stress. Dabei ist es wirklich wichtig, dass dein Baby und du in der ersten Zeit viel Ruhe haben. Der Stress überträgt sich auf dein Kind, und auch das kann ein Grund dafür sein, dass es nicht trinkt. Deshalb: Versuche, dich zu entspannen und lasse dich nicht verrückt machen.

3. Mein Baby trinkt nicht (mehr) an der Brust

Oft klappt das Stillen nach der Geburt problemlos, und erst nach einigen Wochen trinkt das Baby plötzlich nicht mehr aus der Brust. Die sogenannte Brustverweigerung bzw. Brustschimpfphase oder der Stillstreik sind gar nicht so selten. Sie dauern in der Regel bis zu sechs Wochen und können verschiedene Ursachen haben. Wenn du plötzlich merkst, dein Baby trinkt nicht mehr, haben wir folgende Tipps für dich:

Tipp 1: Stillsituation verändern

Wenn dein Baby die Brust plötzlich ablehnt, nach dem Anlegen weint und sich wegdreht, kann es helfen, die gewohnte Stillsituation zu verändern. Hast du bisher zum Beispiel nach dem Frühstück gestillt, versuche es einmal direkt nach dem Schlafen, wenn dein Baby noch nicht ganz wach ist.

Wenn du einen festen Platz zum Stillen hast, zum Beispiel einen Sessel oder ein Sofa, wechsle den Raum, bewege dich vielleicht sogar im Zimmer oder nutze einen Schaukelstuhl oder etwas Ähnliches, worauf du dich leicht hin- und her bewegen kannst.

Manchmal kann es auch helfen, das Zimmer etwas abzudunkeln und leise Musik anzumachen. Das sorgt für eine ruhige und angenehme Atmosphäre, und dein Baby kann sich besser entspannen.

Tipp 2: Baby rechtzeitig anlegen

Wenn du mit dem Stillen wartest, bis dein Baby großen Hunger hat, ist es irgendwann zu aufgeregt, um sich auf das Trinken an der Brust zu konzentrieren. Viele Kinder fangen dann an zu weinen, winden sich hin und her und können sich nicht beruhigen, um zu trinken. Deshalb solltest du deinem Baby schon bei ersten Anzeichen von Hunger die Brust anbieten.

Viele Babys fangen dann an zu schnuppern, saugen an ihrer Hand, machen ihren Mund auf, versuchen, sich zu eurer Brust hinzubewegen, und werfen ihr Köpfchen zur Seite. Wenn du diese Anzeichen bei deinem Baby bemerkst, und es zum letzten Mal vor mehr als eineinhalb Stunden gestillt wurde, hat es vermutlich Hunger.

Wenn du den richtigen Zeitpunkt verpasst hast, und dein Baby schon zu aufgeregt ist, um an deiner Brust zu trinken, kannst du versuchen, etwas Milch auszustreichen oder abzupumpen, und sie deinem Baby mit einem Löffel zu geben. Wenn der erste Hunger dann gestillt ist, wird dein Baby vermutlich auch wieder an deiner Brust trinken.

Tipp 3: Mund des Babys überprüfen

Wenn du merkst, dein Baby trinkt nicht mehr an der Brust, schaue am besten einmal in seinen Mund. Viele Säuglinge bekommen sogenannten Mundsoor. Das ist eine Infektion der Schleimhaut, die durch einen Hefepilz ausgelöst wird. Du kannst sie daran erkennen, dass dein Baby einen weißlichen Belag auf der Zunge und vielleicht auch im Rest des Mundes hat, der sich nicht wegwischen lässt. Unter dem Belag ist die Schleimhaut entzündet und tut deinem Baby weh. Wenn du den Verdacht hast, dass dien Baby an Mundsoor leidet, solltest du zeitnah zum Kinderarzt gehen. Er verschreibt euch ein Medikament, und die Infektion sollte nach wenigen Tagen verschwunden sein.

Viele Babys trinken auch nicht mehr an der Brust, wenn sie Zähne bekommen. In diesem Fall kannst du deinem Schatz einen gekühlten Beißring anbieten oder es mit Zahnungsglobuli oder Gel versuchen, um die Schmerzen zu lindern. Wenn dein Baby partout nicht an der Brust trinken mag, solltest du die Milch ausstreichen oder abpumpen, und sie deinem Baby mit einem Löffel, in einem Becher oder der Flasche anbieten.

Tipp 4: Nase des Babys befreien

Wenn die Nase deines Baby verstopft ist, zum Beispiel weil es erkältet ist, kann es nicht an der Brust trinken, weil es nicht gleichzeitig atmen kann. Versuche in diesem Fall, zwei bis drei Tropfen Muttermilch in jedes Nasenloch zu geben – wirkt oft besser als jedes Nasenspray.

Tipp 5: Auf deine Ernährung achten

Dein Baby trinkt plötzlich nicht mehr an der Brust, obwohl es sonst immer gern gestillt hat? Dann überlege am besten einmal, was du in letzter Zeit gegessen hast. Denn der Geschmack von zu scharfem oder zu stark gewürztem Essen und zum Beispiel auch von Knoblauch geht in deine Muttermilch über. Die Milch verändert ihren Geschmack, und dein Baby mag sie möglicherweise einfach nicht mehr.
Deshalb unser Tipp: Verzichte während der Stillzeit am besten auf Knoblauch, Chilli und Co. Dein Baby wird es dir danken.

Übrigens können auch Medikamente den Geschmack der Muttermilch beeinflussen.

Tipp 6: Deinen Körpergeruch nicht verändern

Dein Baby liebt deinen Geruch. Du riechst vertraut, nach Geborgenheit und Sicherheit. Wenn du plötzlich ein Parfum benutzt, ein stark parfümiertes Duschgel oder eine Bodylotion, riechst du für dein Baby nicht mehr nach „Mama“. Die Kleinen haben außerdem noch einen sehr viel empfindlicheren Geruchssinn als wir Erwachsenen. Deshalb können auch ein neues Deo oder ein Wechsel des Waschmittels dazu führen, dass dein Baby nicht mehr an der Brust trinkt.

Viele Hebammen empfehlen deshalb, besonders in der ersten Zeit nach der Geburt, aber am besten auch während der gesamten Stillzeit, auf Pflegeprodukte ohne Duftstoffe zurückzugreifen.

Tipp 7: Saugverwirrung? Baby häufiger anlegen

Falls du deinen Schatz nicht nur stillst, sondern ihm gleichzeitig auch das Fläschchen gibst, kann es sich um eine sogenannte Saugverwirrung handeln, wenn du merkst, dein Baby trinkt nicht mehr an der Brust. Das kommt daher, dass es an deiner Brust anders saugen muss als an der Flasche, aus der es die Milch auch mit weniger Anstrengung herausbekommt.

Das gleiche kann passieren, wenn dein Baby häufig an einem Schnuller saugt oder du Stillhütchen verwendest. Falls dein Baby aufgrund einer Saugverwirrung nicht mehr an der Brust trinkt, solltest du es häufiger anlegen, damit es sich wieder an das Trinken aus der Brust gewöhnt.

Wenn dein Schatz trotzdem auch das Fläschchen bekommen soll, achte am besten darauf, dass der Sauger brustwarzenförmig ist, und die Milch nicht zu leicht durchlassen.

Tipp 8: Milch abpumpen und im Becher anbieten

Wenn du plötzlich merkst, dein Baby trinkt nicht mehr an der Brust, kann es auch daran liegen, dass zu viel Milch produzierst. Wenn deine Brust zu prall gefüllt ist, werden die Brustwarzen sehr groß, und dein Baby erwischt sie nicht richtig.

Auch wenn der Milchspendereflex sich verändert und plötzlich zu stark ist, kann dein Baby nicht mehr an der Brust trinken. Es hat dann zu schnell zu viel Milch im Mund, kann sie nicht herunterschlucken und lässt die Brust los.

In beiden Fällen solltest du anfangen, die Muttermilch abzupumpen. Das geht am besten entweder mit einer Handpumpe oder einer elektrischen Pumpe, die du in der Apotheke auch leihen kannst. Das Abpumpen sorgt zum einen dafür, dass deine Brust weiterhin Milch produziert, und verhindert zum anderen einen Milchstau und eine Brustentzündung. Außerdem kannst du deinem Baby die Muttermilch dann in einem Becher oder Fläschchen anfüllen. Oder du versuchst, ob dein Schatz sie vielleicht von einem Löffel trinkt.

Abpumpen ist übrigens immer eine gute Idee, wenn dein Baby die Brust verweigert – unabhängig von der Ursache.

Tipp 9: Gemeinsame Rituale schaffen

Gemeinsame Rituale sind so wichtig! Denn sie stärken die Bindung zwischen deinem Baby und dir. Das heißt, wenn dein Baby nicht mehr an der Brust trinkt, kann es helfen, mehr gemeinsame Rituale zu schaffen. Gehe mit deinem Baby regelmäßig baden, lies ihm sein Lieblingsbuch vor, singe ein bestimmtes Schlaflied oder spielt ein Spiel zusammen, das es besonders mag. Natürlich gehören auch jede Menge Kuscheleinheiten dazu.

Je stärker eure Bindung wird, desto lieber wird dein Baby wieder an deiner Brust trinken.

Tipp 10: Ruhe bewahren

Es klingt immer einfacher, als es ist, und ist trotzdem so wichtig. Wenn du merkst, dein Baby trinkt nicht mehr an der Brust – versuche, ruhig zu bleiben. In den meisten Fällen ist es nur eine Phase, die sich nach kurzer Zeit von selbst erledigt. Du brauchst also nur etwas Geduld. So lange dein Schatz trotzdem genug trinkt, sich gut entwickelt und Gewicht und Größe im Rahmen liegen, gibt es keinen Grund zur Sorge.

Wenn du unruhig wirst oder schon angespannt an das Stillen herangehst, überträgt sich das auf dein Baby. Es spürt deine Unruhe und kann sich nicht entspannt auf das Stillen einlassen. Das kann schnell zu einem Teufelskreis werden. Deshalb versuche, Ruhe zu bewahren und Gelassenheit auszustrahlen – und wenn du dir Sorgen machst, sprich am besten mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt.

Dein Baby trinkt nicht mehr und schreit die Brust nur an? Dann hilft dir vielleicht dieses Video:

4. Mein Baby trinkt nicht aus der Flasche

Ich habe meine Kinder beide etwas über ein Jahr lang gestillt. Nach ein paar Monaten wollte ich abends trotzdem mal wieder weggehen und habe Milch abgepumpt, damit der Papa die Zwerge mit der Flasche füttern kann. Beim Testlauf dann die Ernüchterung, denn ich musste feststellen: Mein Baby trinkt nicht aus der Flasche! Weder meine Tochter noch mein Sohn ließen sich in den ersten Monaten davon überzeugen. Aber nachdem ich einige Tipps ausprobiert habe, hat es endlich geklappt. Vielleicht helfen sie dir auch:

Tipp 1: Ruhe und viel Körperkontakt

Viele Babys sind sehr empfindlich, was Geräusche und andere Sinneseindrücke angeht. Sie können sich in einer lauteren Umgebung nicht entspannen oder sind zu abgelenkt, um sich aufs Trinken zu konzentrieren. Wenn dein Baby nicht aus der Flasche trinkt, versuche es mit Ruhe und viel Körperkontakt. Das hilft deinem Schatz dabei, zur Ruhe zu kommen, und er fühlt sich sicher und geborgen.

Tipp 2: Feste Orte und Rituale nutzen

Wenn du deinem Baby immer am gleichen Ort die Flasche gibst und dazu noch ein Ritual einführst, gibt ihm das Sicherheit. Es weiß genau, wenn Mama zum Beispiel ein bestimmtes Lied singt, die Flasche warm macht und sich dann mit Baby auf den gemütlichen Sessel kuschelt, gibt es etwas zu essen. Dein Baby kann sich dann darauf einstellen, dass es gleich die Flasche bekommt, und es weiß, dass es sich auf den Ablauf verlassen kann.

Tipp 3: Lass Papa dem Baby die Flasche geben

Oft kann es helfen, wenn nicht du deinem Baby die Flasche gibst, sondern der Papa. Am besten bist du dann auch nicht im gleichen Raum, sondern lässt es die beiden allein probieren. Wenn dein Baby die Flasche von dir bekommt, riecht es dich und deine Milch. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es lieber an deiner Brust trinken möchte, und die Flasche verweigert.

Tipp 4: Verschiedene Sorten PRE-Milch testen

Wenn du merkst, dein Baby trinkt nicht aus der Flasche, und es bekommt PRE-Milch, dann kann es auch einfach daran liegen, dass ihm die Milch nicht schmeckt. Probiere dann einfach verschiedene Sorten unterschiedlicher Hersteller aus, denn schon ein kleiner Unterschied im Geschmack kann entscheidend sein.

Tipp 5: Flasche rechtzeitig anbieten

Genau wie beim Stillen gilt auch bei Flaschenkinder: Warte nicht zu lange, bis du sie deinem Baby anbietest. Denn wenn dein Kind großen Hunger hat, ist es irgendwann so unruhig und in Rage, dass es nichts wird mit dem Trinken aus der Flasche.

Falls du dein Baby bisher gestillt hast und es an die Flasche gewöhnen möchtest, ist die Umstellung oft nicht einfach. Denn dein Baby muss an der Flasche ganz anders saugen als an deiner Brust. Du brauchst also auf jeden Fall Geduld. Am besten versuchst du es, bevor es Zeit für die nächste Stillmahlzeit ist. Sonst ist es schon so hungrig, dass es eine Veränderung von vornherein ablehnt.

Tipp 6: Verschiedene Sauger ausprobieren

Auch ein falscher Sauger kann dazu führen, dass ein Baby nicht aus der Flasche trinkt. So sind zum Beispiel Latex-Sauger deutlich weicher als Sauger aus Silikon und machen es deinem Baby leichter. Auch die Größe der Sauger kann entscheidend sein, probiere am besten größere und kleinere aus. Das gleiche gilt für die Form. Hier klappt es meistens am besten, wenn du einen Sauger wählst, der die Form einer Brustwarze hat.

Genauso kann es an der Größe der Löcher liegen, wenn du feststellst, dein Baby trinkt nicht aus der Flasche. Sind die Löcher zu klein, lassen sie nur wenig Milch durch, und dein Schatz muss sich sehr anstrengend. Bei zu großen Löchern kommt zu schnell eine zu große Menge Milch aus der Flasche. Dein Baby kann sich erschrecken oder verschlucken und hat das nächste Mal Angst. Um das zu vermeiden, kann es helfen, einen Teesauger zu verwenden statt eines Milchsaugers.

Lass dich also nicht entmutigen, wenn dein Baby nicht aus der Flasche trinkt, sondern probiere alle Varianten durch. Du findest bestimmt eine Flasche, die dein Baby überzeugt.

Tipp 7: Sauger auf Körpertemperatur erwärmen

Ein einfacher Tipp, der viel bewirken kann: Erwärme den Sauger der Flasche etwas, bevor du sie deinem Baby anbietest. Am besten ist es, wenn der Sauger Körpertemperatur hat, also zwischen 36 und 37 Grad. Dann erinnert er dein Baby an deine Brustwarze, die nämlich auch diese Temperatur hat.

Tipp 8: Sauger nicht in Babys Mund stecken

Auch wenn dein Baby nicht auf Anhieb aus der Flasche trinkt, solltest du ihm auf keinen Fall den Sauger einfach in den Mund stecken. Besser ist es, einen kleinen Tropfen der Milch auf den Sauger zu tropfen und dann dein Baby vorsichtig damit an der Unterlippe zu berühren. So würdest du es beim Stillen mit der Brustwarze auch machen – und genau daran erinnert es dein Baby.

Tipp 9: Baby im Halbschlaf füttern

Vielleicht ist dein Baby zu aufgeregt, um aus der Flasche zu trinken. Dann kann es helfen, wenn du sie ihm anbietest, so lange es noch im Halbschlaf ist. Dann sind die meisten Babys noch tiefenentspannt, von nichts abgelenkt, und viele docken automatisch an, um zu trinken.

Tipp 10: Flasche in ein T-Shirt von dir einwickeln

Viele Babys trinken am liebsten, wenn sie ganz nah bei Mama sind – und sie riechen. Wenn du also merkst, dein Baby trinkt nicht aus der Flasche, kannst du versuchen, das Fläschchen beim nächsten Mal in ein getragenes T-Shirt oder ein anderes Kleidungsstück von dir einzuwickeln. Das Baby hat das Gefühl, die Milch kommt wie beim Stillen direkt „aus Mama heraus“ – und es riecht dich auch, wenn Papa das Füttern übernimmt.

Übrigens: Wenn dein Baby partout nicht aus der Flasche trinken mag, versuche es alternativ mal mit einem Becher. Der Deckel einer Babyflasche ist dafür zum Beispiel gut geeignet, oder du probierst es mit einer Schnabeltasse.

Baby trinkt im Halbschlaf

Wenn ein Baby nicht trinkt, kann es helfen, wenn du es versuchst, so lange es noch im Halbschlaf ist.
Foto: Bigstock

5. Mein Baby trinkt kein Wasser

Zuerst einmal: Wenn du dein Baby stillst, braucht es in den ersten sechs Monaten nichts anderes als Muttermilch. Falls es in dieser Zeit also kein Wasser trinkt, ist das grundsätzlich kein Problem. Wenn es allerdings draußen sehr warm ist, oder dein Schatz Durchfall hat, kannst du ihm zusätzlich Wasser anbieten. Allerdings dürfen Babys gerade in der ersten Zeit nicht zu viel Wasser trinken, da ihre Nieren es noch nicht verarbeiten können. Besprich das also am besten vorher einmal mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt.

Wenn dein Baby alt genug ist, um Wasser zu trinken, es aber trotzdem nicht tut, hilft oft ein kleiner Trick. Und zwar kannst du das Wasser mit etwas Milchpulver verdünnen, damit es für dein Baby den gewohnten Geschmack hat. Nach und nach nimmst du immer weniger Milchpulver, bis du irgendwann bei purem Wasser angekommen bist. So habe ich meine beiden Kinder übrigens auch ans Wassertrinken gewöhnt.

6. Mein Baby trinkt nicht, wenn es krank ist

Du kennst es vielleicht selbst auch: Wenn man erkältet ist, fühlt man sich oft schlapp, hat zu nichts Lust und oft auch keinen Appetit. Besonders wenn die Nase verstopft ist, ist das unglaublich nervig, weil man beim Essen keine Luft bekommt und auch nicht wirklich etwas schmeckt. Das geht deinem Baby genauso, deshalb trinkt es oft nicht, wenn es krank ist.

Gerade bei verstopfter Nase hat ein Baby das Problem, das es weder an der Brust noch aus der Flasche richtig trinken kann, weil es keine Luft bekommt, wenn das Atmen durch die Nase nicht funktioniert. Mit diesen Tipps kannst du deinem Baby das Trinken erleichtern:

Tipp 1: Muttermilch als Nasentropfen

Bevor du zu Nasentropfen greifst, kannst du versuchen, deinem Baby einige Tropfen Muttermilch in jedes Nasenloch zu träufeln. Das löst den Schleim und sorgt für eine freie Nase vor dem Trinken. Alternativ kannst du es auch mit Kochsalzlösung oder Nasentropfen aus Meerwasser versuchen.

Tipp 2: Nasensauger vor dem Trinken

Babys können sich noch nicht allein die Nase putzen. Deshalb kannst du zu einem Hilfsmittel greifen, um deinem Schatz das Atmen zu erleichtern. Wenn sich der Schleim in der Nase gelöst hat – zum Beispiel durch die Muttermilch – kannst du ihn direkt vor dem Trinken mit einem Nasensauger absaugen.

Tipp 3: Viele kleine Trinkmengen anbieten

Wenn dein Baby erkältet ist und nicht trinkt, kann es helfen, ihm häufiger kleinere Trinkmengen anzubieten. Genau wie wir Erwachsenen haben Kinder oft keinen großen Appetit, wenn sie krank sind. Aber auch viele kleine Schlucke sorgen dafür, dass dein Schatz genug Flüssigkeit bekommt und nicht austrocknet.

Tipp 4: Tee und Wasser anbieten

Dein Baby mag keine Milch trinken, wenn es krank ist? Vielleicht lässt es sich ja von anderen Getränken überzeugen. Du kannst es zum Beispiel mit Wasser, sehr dünnem Fenchel- oder Kamillentee versuchen, oder auch mit stark verdünntem Fruchtsaft (2 Teile Wasser mit 1 Teil Saft oder auch noch weniger Obstsaft), wenn dein Baby schon an Beikost gewöhnt ist.

Falls dein Schatz auch nichts essen mag, sprich am besten einmal mit deinem Kinderarzt. Er kann dir gegebenenfalls eine Elektrolytlösung verschreiben, die dein Baby mit wichtigen Nährstoffen und Kalorien versorgt.

Tipp 5: Aufrechte Stillhaltung

Auch eine aufrechte Haltung beim Stillen oder Fläschchengeben kann helfen, wenn dein Baby nicht trinkt, weil es krank ist. Durch die aufrechte Position entsteht weniger Druck auf den Ohren.

7. Mein Baby trinkt nicht beim Zahnen

Wenn dein Baby Zähne bekommt, tut das weh, auch beim Stillen oder Trinken aus der Flasche. Manche Kinder trinken deshalb nichts mehr. Es ist also wichtig, die Schmerzen zu lindern, damit dein Baby wieder trinkt.

Extra-Tipp: Becher oder Schnabeltasse anbieten

Das Trinken an der Brust oder eine Flasche kann für ein Baby, das zahnt, schmerzhaft sein. Durch das Saugen entsteht ein zusätzlicher Druck im Mund, der für dein Kind unangenehm ist. Versuche deshalb, ihm seine Milch in einem Becher oder einer Schnabeltasse anzubieten. So kann es ohne größere Anstrengung trinken. Wenn es schon an andere Getränke gewöhnt ist, kannst du sie ihm auch etwas gekühlt geben, damit es angenehmer für das gereizte Zahnfleisch ist.

8. Mein Baby trinkt nicht, obwohl es Fieber hat

Ab 38 Grad spricht man bei Babys von Fieber, ab 39 Grad von hohem Fieber. Ein Baby, das Fieber hat, braucht mehr Flüssigkeit als normal. Deshalb ist es besonders wichtig, schnell zu reagieren, wenn du merkst, dein Baby trinkt nicht. Auch wenn du mit einem Baby, das hoch fiebert, auf jeden Fall zum Arzt gehen solltest, kannst du folgende Tipps ausprobieren:

Tipp 1: Häufiger Trinken anbieten

Damit dein Baby genug Flüssigkeit zu sich nimmst, solltest du ihm bei Fieber mindestens alle halbe Stunde etwas zu trinken anbieten. Stillkinder solltest du entsprechend häufiger anlegen. Wenn dein Kind schon an andere Getränke gewöhnt ist, kannst du ihm lauwarmen Tee oder verdünnten Fruchtsaft anbieten. Manchmal trinken Kinder mit Fieber das lieber als Milch.

Baby hat Fieber und trinkt nicht

Wenn Babys Fieber haben, trinken sienoft nicht.
Foto: Bigstock

Tipp 2 : Trinken auf einem Löffel anbieten

Viele Babys trinken nicht, wenn sie Fieber haben, weil sie sich einfach zu schlapp fühlen. Das Saugen an Brust oder Flasche ist zu anstrengend und kostet sie zu viel Kraft. Versuche deshalb, deinem Baby die Milch auf einem Löffel anzubieten. Wenn du stillst, kannst du dafür die Muttermilch abpumpen.

Auch Tee oder verdünnten Fruchtsaft nimmt dein Baby vielleicht lieber von einem Löffel. Das klingt vielleicht erst etwas mühsam, aber denk immer daran: jeder Schluck zählt. Und wenn dein Schatz alle paar Minuten einen Löffel Flüssigkeit zu sich nimmt, hast du schon viel gewonnen.

Alternativ kannst du es natürlich auch mit einem normalen Becher oder einer Schnabeltasse versuchen. Dafür ist es aber hilfreich, wenn dein Baby daran schon gewöhnt ist.

Tipp 3: Fieber senken

Wenn das Fieber deinem Baby so zusetzt, dass es partout nicht trinken mag, solltest du versuchen, das Fieber zu senken. Wenn dein Baby mindestens sechs Monate alt ist und keine kalten Hände und Füße hat, kannst du es mit Wadenwickeln versuchen. Wenn das Fieber sehr hoch ist oder dein Baby sehr schlapp ist, kannst du ihm in Absprache mit dem Kinderarzt auch Fieberzäpfchen oder Fiebersaft geben, die speziell für Babys geeignet sind.

9. Mein Baby trinkt nicht zur Beikost

Wenn dein Baby mit der Beikost startet, braucht es mehr Flüssigkeit. Babys, die zusätzlich noch gestillt werden, sind zwar bis zum Ende des ersten Lebensjahres gut versorgt, auf Dauer ist Milch allerdings kein geeignetes Getränk. Deshalb solltest du frühzeitig anfangen, dein Baby daran zu gewöhnen, Wasser aus einem Glas oder einer Tasse zu trinken. Sollte dein Schatz das ablehnen, und du stellst fest, dein Baby trinkt nicht, kannst du es mit diesen Tipps versuchen:

Tipp 1: Brei mit mehr Wasser anrühren

Damit dein Baby mehr Flüssigkeit zu sich nimmt, kannst du die Breimahlzeiten einfach mit etwas mehr Wasser anrühren. Wenn dein Kind den Brei isst, ist die Flüssigkeit so schon dabei. Allerdings sollte es trotzdem noch ein Brei bleiben.

Tipp 2: Wasser mit etwas Muttermilch mischen

Dein Baby ist an den Geschmack von Muttermilch bzw. Flaschennahrung gewöhnt. Deshalb kann es helfen, wenn du das Wasser am Anfang mit ein wenig Muttermilch oder PRE-Nahrung mischst. Wenn dein Baby sich daran gewöhnt hat, aus dem Becher zu trinken, kannst du die Menge nach und nach reduzieren.

Tipp 3: Saftiges Obst anbieten

Auch viele Obst- und Gemüsesorten haben einen hohen Flüssigkeitsanteil. Viele Babys mögen zum Beispiel gern Wassermelone oder Gurke.

Tipp 4: Getränke immer in Reichweite haben

Damit dein Baby jederzeit Wasser trinken kann, wenn es Durst hat, sollte der Becher immer im Blickfeld bzw. in Reichweite sein. Außerdem kann es helfen, wenn dein Kind sieht, wie du aus dem Becher trinkst. Dann versucht es im besten Fall, dich nachzuahmen.

Tipp 5 : Schönen Trinkbecher auswählen

Es klingt banal, kann aber helfen: Hat dein Kind vielleicht eine Lieblingsfarbe oder ein Lieblingstier? Dann versuche doch mal, einen Becher in dieser Farbe oder mit diesem Tiermotiv zu finden. Denn wie heißt es so schön: Das Auge trinkt mit. Oder so ähnlich 😉 Wenn dein Baby den Becher schön findet, hat es vielleicht eher Lust, ihn in die Hand zu nehmen und daraus zu trinken.

Übrigens sollst du den Becher am Anfang möglichst voll machen. Wenn das Wasser nämlich die Oberlippe deine Babys berührt, macht es automatisch den Mund auf.

10. Mein Baby trinkt nicht – wann muss ich zum Arzt?

Wenn Babys nicht trinken, kann es leider schon nach relativ kurzer Zeit gefährlich werden. Denn die kleinen Körper dehydrieren schneller als wir Erwachsenen, das heißt, sie trocknen aus. Deshalb ist es wichtig, dass du bei den ersten Anzeichen einer Dehydration zum Kinderarzt gehst. Diese Anzeichen können sein:

  • Dein Baby hat einen Tag lang nichts getrunken
  • Innerhalb der letzten sechs Stunden hatte es keine nasse Windel
  • Es setzt nur wenig Urin ab, der dunkel ist und streng riecht
  • Wenn dein Baby weint, kommen keine Tränen
  • Die Fontanelle ist eingesunken
  • Dein Baby ist müde und lethargisch

Außerdem gibt es zwei kurze Tests, die unser Kinderarzt uns empfohlen hat:

Hautfaltentest:

Ziehe die Haut auf dem Handrücken deines Babys mit Daumen und Zeigefinger zusammen. Normalerweise legt sich die Haut nach dem Loslassen sofort wieder an. Bei einem dehydrierten Baby bleibt sie stehen.

Fingernageltest:

Drücke kurz auf den Fingernagel und lasse wieder los. Wird das Nagelbett direkt wieder rosa, ist alles in Ordnung. Dauert es länger, solltest du zum Arzt gehen.

Unsere Tipps und Informationen ersetzen natürlich keinen Arztbesuch. Aber vielleicht können sie dir trotzdem helfen, wenn du merkst, dein Baby trinkt nicht.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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Kommentare

  1. Das Baby meiner Schwester will plötzlich nicht mehr an der Brust trinken. Ich könnte mir vorstellen, dass meine Schester zu viel Milch produziert und ihre Brustwarzen deshalb zu groß geworden sind. Gut zu wissen, dass man in dem Fall abpumpen sollte. Ich hatte damals eine Milchpumpe von Medela. Am besten lässt sich meine Schwester dazu in der Apotheke beraten, welche Pumpe am besten zu ihr passt.

  2. Viel Hautkontakt nach dem Geburt hilft gut, weil das Baby davor super gestresst ist. Das Kuscheln kann die Milchproduktion in der Brust anregen. Danke für die Tipps zum Thema Trinkverhalten der Babys und Muttermilch!

  3. Hallo…es muss heißen „dehydrierten Baby bleibt sie stehen“ (bei dem Hautfaltentest)
    Viele Grüße

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