Kann man Babies wirklich mit Wasser vergiften?

Es ist Sommer, es ist warm, juhu! Uns freut’s, für unsere Babies ist es etwas anstrengender. Viele denken, man muss dem armen Kind doch Wasser geben, es schwitzt doch so, wir haben doch auch Durst!

Aber: Babies können tatsächlich an einer Wasservergiftung sterben!

Vor allem in den ersten Monaten ihres Lebens. Der Grund sind die noch unterentwickelten Nieren der Babies. Sie können größere Mengen Wasser nicht schnell genug verarbeiten. Zu viel Wasser verdünnt das Natrium im Blut – und bei zu wenig Natrium tritt Wasser in das Gewebe über. Das kann das Gehirn anschwellen lassen: Es drückt gegen die Schädeldecke und die Hirnzellen können Schaden nehmen.

Andere Symptome, die auf eine Wasservergiftung hinweisen:

Das Baby wirkt lethargisch und benommen

Sein Gesicht ist angeschwollen

Das Baby scheidet keinen Urin aus: Bei einer Wasservergiftung hält der Körper nämlich den Harn zurück, weil er die zum Überleben benötigten Salze nicht aus dem Körper spülen will.

Die Körpertemperatur liegt um die 36,1 °C

Es kommt zu Krampfanfällen

Zeigt euer Baby derartige Symptome, geht sofort zum Arzt. Meist kann der schnell durch Zugabe von Elektrolyt-Lösungen helfen.

Deshalb ist es wichtig zu wissen:

Babies unter sechs Monaten löschen ihren Durst durch vermehrtes Stillen oder mehr Flaschennahrung. Man braucht ihnen kein extra Wasser zu geben – und man sollte auch nicht die Flaschen mit mehr Wasser als angegeben anrühren. Das ist scheinbar vor allem in den USA üblich, wo das Milchpulver viel teurer ist als bei uns. Manche Eltern strecken die Milch um zu sparen.

Bei Babies zwischen 6-12 Monaten ist die Gefahr nicht mehr ganz so groß – sie bekommen meist schon Brei und nehmen daher mehr Salze mit der Nahrung auf.

 

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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