Wachstumsschub Baby: die 8 Schübe und was deinem Kind hilft

Im ersten Lebensjahr leistet ein Körper Erstaunliches! Unter anderem durchlebt das Baby dabei acht sogenannte Wachstumsschübe. Und die haben es in sich! Von freudestrahlend zu Wutanfällen, von auf den Bauch drehen bis hin zu den ersten Schritten. Sowohl motorisch, emotional als auch geistig tut sich einiges.

Meist merkst du, dass dein Baby gerade einen Schub macht, wenn es wesentlich weinerlicher ist als sonst und schlechter schläft. Das ist auch ganz logisch, denn so ein Wachstumsschub bedeutet ganz schön viel Arbeit für die kleine Maus und ist sehr anstrengend. Schließlich ist sie gerade dabei, etwas Neues zu erlernen. Die Länge eines Wachstumsschubes ist von Baby zu Baby unterschiedlich und kann ein paar Tage bis hin zu vier Wochen dauern.

Wie kann ich meinem Baby durch einen Wachstumsschub helfen?

Bevor im Folgenden die einzelnen Wachstumsschübe zeitlich eingeordnet und erklärt werden, stellen sich viele Mamas auch die Frage: Wie kann ich meinem Baby helfen, wenn es sich in einem Wachstumsschub befindet? In erster Linie ist es wichtig, dass du ihm Verständnis entgegenbringst und ihm viel Zeit gibst, Dinge zu verstehen.

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Während dieser mühseligen Zeit braucht dein Baby deine volle Unterstützung, Geborgenheit und jede Menge Nähe. Dann fühlt es sich sicher und nicht allein gelassen.

Wachstumsschub Baby: Die 8 Schübe im Überblick

1. Wachstumsschub – 5. Woche

Ab der fünften Woche wird dein Baby wacher und nimmt sein Drumherum mehr wahr. Mit diesem ersten Wachstumsschub wird es aktiver. Es lächelt und gluckst vor sich hin und beginnt nach und nach sich für seine Umgebung zu interessieren. Auch das Weinen wird häufiger, denn die Tränendrüse ist jetzt voll entwickelt. Ein aktiveres Baby bedeutet zeitgleich anstrengendere Nächte, in denen es öfter mal aufwacht und Hunger hat.

Wachstumsschub Baby Lächeln

Dein Baby reagiert auf dich. // Foto: Bigstock

2. Wachstumsschub – 8. Woche

Der zweite Wachstumsschub steht im Zeichen der Sinne. Dein Baby sieht deutlicher und hört besser. Auch Geschmacks- und Geruchssinn entwickeln sich weiter und dein Baby lässt sich so langsam durch den Schnuller beruhigen. Auch Langeweile darf nicht aufkommen, denn sonst gibt es ordentlich lautstarke Proteste.

3. Wachstumsschub – ab dem 3. Lebensmonat

Einen besonders großen Wachstumsschub macht dein Baby um den dritten Lebensmonat. In dieser Zeit entwickelt sich sein Sozialverhalten und es fängt an auf deine Stimmung zu reagieren. Außerdem wird es zunehmend neugieriger, möchte nichts mehr verpassen. Somit kann es sein, dass dein Baby beginnt, sich auf den Bauch drehen und den Kopf zu heben. Auch Strampeln ist jetzt angesagt.

Dein Baby kann sich jetzt auch für einen kleinen Moment mit sich selbst beschäftigen, doch Vorsicht, denn jetzt beginnt es damit alles Greifbare in den Mund zu stecken. Und es beginnt, Laute von sich zu geben, mal laut, mal leise.

4. Wachstumsschub – 3. bis 4 Lebensmonat

Mit dem vierten Wachstumsschub beginnt dein Baby, Mimiken und Gestiken zu verfolgen, ist im richtigen Alter für Kuckuck- und Fingerspiele.

Im Greifen ist es mittlerweile sehr geübt, alles was es in die Finger bekommt, landet im Mund. Während dieser oralen Phase ist besondere Vorsicht geboten, da es sich oft um verschluckbare Kleinteile handelt.

Das Neuerlernte sorgt nun auch wieder für unruhigere Nächte.

5. Wachstumsschub – 6. bis 7. Lebensmonat

„Winkewinke“, Klatschen, Brabbeln – das sind alles Anzeichen für den fünften Wachstumsschub. Und auch motorisch geht es voran, weshalb es spätestens jetzt an der Zeit ist, dass die eigenen vier Wände kindersicher werden. Alles wird ein- und ausgeräumt und dein Baby lernt langsam, was passiert und wie es sich anhört, wenn es beispielsweise einen Becher mit Wasser runterwirft.

Auch emotional macht dein Baby einen Schub und kann jetzt Freude, Wut und Enttäuschung unterscheiden. Gegenüber Fremden oder Personen, die nicht in seinem täglichen Umfeld sind, ist es nun vielleicht eher zurückhaltender. Das kann dann auch mal Oma und Opa treffen.

Wachstumsschub Baby Klatschen

Oft Teil des fünften Wachstumsschubs – das Klatschen. // Foto: Bigstock

6. Wachstumsschub – ab dem 9. Lebensmonat

Das große Krabbeln beginnt! Dabei dreht sich dein Baby ständig auf den Bauch und versucht die Beine in Position zu bringen. Das so eine Anstrengung natürlich mit Hunger verbunden ist, ist offensichtlich. Dein Schatz hat nun auch mehr Lust, beim Essen Dinge auszuprobieren und es beginnt die Umgebung anders wahrzunehmen. Tiere werden sehr interessant, egal ob in echt oder nur auf Bildern. .

7. Wachstumsschub – Ende des 11. Lebensmonats

Nach Krabbeln kommt Sitzen, beides ist im siebten Wachstumsschub für dein Baby meistens kein Problem mehr. Wenn nicht, kommt das natürlich alles noch, keine Sorge! Nachdem unten also alles erkundet ist, sind nun die Höhen das Ziel. Dein Kind wird zum Kletterzwerg.

Ein weiteres Merkmal des siebten Wachstumsschubs ist, dass dein Kind lernt, Reihenfolgen wahrzunehmen. Will es raus, holt es die Schuhe.

Die ersten Wutanfälle, die ebenfalls nun aufploppen, bieten dir einen zarten Vorgeschmack auf das Trotzalter.

8. Wachstumsschub – 13 bis 14. Lebensmonat

Hochs und Tiefs sind aktuell ganz nah beieinander und dein Kind macht gerade einen gewaltigen Sprung. Vielleicht fängt es auch schon mit dem Laufen an und macht die ersten wackeligen Schritte. Meist zieht es sich dabei irgendwo hoch und tastet sich langsam voran.

Dein Kind fängt auch an, dich im Alltag zu „unterstützen“ – es räumt die Einkäufe mit dir weg und möchte das Kuscheltier ins Bett bringen.

Erste Schritte Wachstumsschub Baby

Die ersten Schritte sind noch wackelig, und plötzlich geht es dann ganz schnell. // Foto: Bigstock

 

Wachstumsschub Baby: Das Trinkverhalten

Du hast das Gefühl, dein Baby trinkt während eines Schubs zu wenig? Tatsächlich gibt es keine feste Regel, die besagt, wie viel Milch ein Baby trinken sollte. Dennoch gibt es Anzeichen, die dir zeigen, wenn ein Mangel an Flüssigkeitszufuhr besteht. Die Windeln deines Schatzes sind weniger voll als sonst und der Urin dunkler und gelber als gewöhnlich. Wenn dein Baby immer wieder kraftlos und erschöpft wirkt, könnte dies auch ein Anzeichen sein.

Solltest du das Gefühl haben, dass dein Kind zu wenig trinkt, dann sprich am besten einmal mit dem Kinderarzt oder der Hebamme darüber.

Wachstumsschub Baby: Warum schreien die Kinder beim Stillen?

Babys drücken über das Schreien aus, dass irgendetwas nicht stimmt. Es hat Hunger, Schmerzen oder Blähungen, fühlt sich krank.

Es kann aber auch vorkommen, dass es beim Stillen schreit, ohne dass dir ein „Problem“ bewusst ist. Das liegt in erster Linie am Wachstumsschubs deines Babys. Es fängt an zu verstehen, dass ihr beide keine Einheit seid und die Brust zu der Mama und nicht zu ihm gehört.

Wichtig ist dabei, die Ruhe zu bewahren, denn Stresshormone gehen auch in die Muttermilch über.

Verspürt ein Baby Schmerzen während eines Schubs?

Nein. Der Körper eines Babys ist darauf ausgelegt, so viel zu wachsen. Wenn ein Baby während eines Schubs weint, dann hat das meist mit oben genannten Entwicklungen zu tun. So viele neue Eindrücke, das kann einen schon fertigmachen!

Die acht Wachstumsschübe sind für Babys und Eltern gleichermaßen aufregend und spannend. Ist es nicht ein Wunder, wie sich alles entwickelt und dein Baby zum Kleinkind wird?

Tamara Müller

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