Kindergrundsicherung: So viel Geld bringt sie euch

Die Kindergrundsicherung wird schon lange gefordert, auch wir haben bereits 2018 darüber berichtet. Die Ampel-Regierung hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, um damit die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen. Nun stehen die Eckpunkte fest und damit auch, wie viel Geld ihr erwarten könnt.

Warum kommt die Kindergrundsicherung?

Das Familienministerium verschickte am Mittwoch Eckpunkte für das Vorhaben an andere beteiligte Ressorts, wie ein Sprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die verschiedenen staatlichen Leistungen für Kinder, wie Kindergeld, Kinderzuschlag, Leistungen für Kinder im Bürgergeldbezug, Zuschüsse für Schul- und Freizeitaktivitäten und steuerliche Kinderfreibeträge sollen mit der Kindergrundsicherung zusammengefasst und unbürokratisch ausgezahlt werden.

Denn in der Vergangenheit ist immer wieder aufgefallen, dass viele Eltern Gelder nicht beantragen, da sie offenbar nicht wissen, dass ihnen diese zustehen oder die bürokratischen Hürden zu hoch sind. Noch dazu profitieren von den steuerlichen Kinderfreibeträgen insbesondere besserverdienende Eltern, was am Sinn vorbeigeht.

Wie viel Geld euch die Kindergrundsicherung bringt

Für jedes Kind soll es statt dem heutigen Kindergeld einen gleich großen „Garantiebetrag“ geben. Hinzu kommt ein Zusatzbetrag, der an der finanziellen Lage der Familie festgemacht wird, sodass Kinder in armen Familien am meisten bekommen.

Die Höhe des Garantiebetrags soll anfangs mindestens dem Kindergeld entsprechen, „perspektivisch“ aber „der maximalen Entlastungswirkung des steuerlichen Kinderfreibetrags“. Die liegt momentan laut Ministerium bei 354 Euro im Monat. Sind die Kinder 18 und ziehen aus, soll das Geld direkt an sie gehen.

Wie die Zahlung bei euch eintreffen soll

Die Leistungen, die euch zustehen, müsst ihr dann nicht mehr einzeln beantragen, sondern bekommt sie automatisch mit der Kindergrundsicherung ausgezahlt. Zusätzlich zum genannten „Garantiebetrag“ wird auch der „Zusatzbetrag“ ausgezahlt, wenn die Familie auf Bürgergeld angewiesen ist (mehr zum Thema Bürgergeld HIER). „Der maximale Zusatzbetrag der Kindergrundsicherung wird so festgesetzt, dass er in der Summe mit dem Garantiebetrag das pauschale altersgestaffelte Existenzminimum des Kindes abdeckt“, heißt es in den Eckpunkten.

Bisher mussten alle Gelder für Kinder auf unterschiedlichen Wegen und separat beantragt werden, doch auch das soll nun viel einfacher werden. Geplant sind ein „Kindergrundsicherungsportal mit einem anwendungsfreundlichen intelligenten Antragssystem“ und ein „automatisierter „Kindergrundsicherungs-Check“. Durch einen Datenabgleich mit Finanzbehörden und Rentenversicherung soll die Kindergrundsicherungsstelle Familien darauf hinweisen, dass sie möglicherweise Ansprüche auf weitere Zahlungen haben.

Wann die Kindergrundsicherung zum ersten Mal auf eurem Konto landet

Obwohl die Eckpunkte im Februar 2023 ausgearbeitet werden, dauert es wohl noch etwas, bis es die Kindergrundsicherung dann wirklich gibt. Erst 2025 soll sie eingeführt werden. Dass es so lange dauert, liegt auch an der Komplexität, die mit sich bringt, dass Sozial- und Steuergesetze geändert werden müssen.

Lena Krause
Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg. Am liebsten erkunde ich mit ihm die vielen grünen Ecken der Stadt. Auch wenn ich selbst keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz. Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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Helga Klein
Helga Klein
1 Jahr zuvor

Hallo Luna,
Ich bekomme auch f. meine Tochter Kindergeld,weil Sie behindert ist.Zuerst habe ich auch das selbe gedacht.Hoffentlich bekomme ich weiter,
die Kindergeldhöhe.
H.K.

Luna.0176
Luna.0176
1 Jahr zuvor

Ich mache mir echt Sorgen was mit Behinderten Kindern über 25 Jahre wird, die jetzt noch Kindergeld aufgrund ihrer Behinderung bekommen. Hoffentlich erhalten Sie dieses auch nach der Reform weiter. Denn es ist ein wichtiger Einnahmesatz. Mit Grundsicherung und 150-,€ Werkstattlohn, kommen diese nicht sehr weit.