573 Euro pro Kind im Monat! Experten kämpfen um die Kindergrundsicherung

Bei dieser Zahl wird einem schlecht: In Deutschland ist jedes fünfte Kind von Kinderarmut betroffen. Jedes fünfte!

Da kommt der neue Kinderreport des Deutschen Kinderhilfswerk gerade recht, der nach Lösungen für die Kinderarmut sucht.

Für die repräsentative Studie befragte das Politikforschungsinstitut Kantar Public 1621 Menschen, darunter 620 Kinder und Jugendliche.

Das Thema: Was hilft Kindern, die in Armut leben? Als arm gelten Familien, die über 60 Prozent oder weniger des Durchschnittseinkommens verfügen.

Die Ideen waren bei den Jugendlichen und Erwachsenen ähnlich. Dazu zählten: Kostenlose Bücher und Lehrmaterial sowie mehr Fachkräfte und Sozialarbeiter in Schulen und KiTas. Auch genannt wurden der kostenlose Zugang zu Kultur- und Freizeitmöglichkeiten.

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Und natürlich war auch das Kindergeld Thema: Die CDU und SPD haben nämlich gerade in ihren Koalitionsverhandlungen eine Erhöhung des Kindergelds von 25 Euro im Monat beschlossen. Zum Juli 2019 soll der Betrag nochmal um 10 Euro und zum Januar 2021 um weitere 15 Euro steigen. Auch der Kinderfreibetrag steigt entsprechend und der Kinderzuschlag für Einkommensschwache soll erhöht werden.

Doch das „Kindergeld reicht nicht“, so Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks, der den Kinderreport verantwortet. Stattdessen fordert er eine bedingungslose Kindergrundsicherung von 573 Euro im Monat pro Kind!

Damit steht das Kinderhilfswerk nicht allein. In einem Bündnis haben sich jetzt 13 Verbände, Initiativen und Vereine zusammengeschlossen, die die Kindergrundsicherung fordern – und zwar unabhängig vom Einkommen der Eltern. „Uns ist jedes Kind gleich viel wert“, betonte Krüger.

Eine Arbeitsgruppe entwickelt derzeit ein Konzept für die Einführung einer einkommensunabhängigen Kindergrundsicherung.

Das was passieren muss, ist klar. Denn wie kann es sein, dass sich Deutschland als eines der reichsten Länder der Welt leistet, dass jedes fünfte Kind in Armut aufwächst?

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