Um wie viel Geld geht es?
Für den Paritätischen Wohlfahrtsverband ist das Bürgergeld „deutlich zu niedrig“. Der Verband fordert in einer Pressemeldung einen „armutsfesten Regelsatz“. „Nach Berechnungen der Paritätischen Forschungsstelle müssten die Leistungen auf mindestens 725 Euro angehoben werden, um wirksam vor Armut zu schützen.” Der Verband fordert deswegen die sofortige Anhebung des Regelsatzes um saftige 276 Euro.
Doch das war noch nicht alles: Der Staat soll außerdem für Menschen, die Bürgergeld beziehen, die Stromkosten vollständig übernehmen. Angesichts der Notlage der Betroffenen sei keine Zeit zu verlieren. Diese Forderungen stützt der Verband mit den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa, nach der die Bevölkerung mehrheitlich nicht davon ausgeht, dass der mit dem Bürgergeld vorgesehene Regelsatz ausreicht, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Für Betroffene haben sich durch das Bürgergeld nur wenig geändert
„Ob Hartz IV oder Bürgergeld, an der eigentlichen Berechnungsmethode hat sich nichts geändert, die Leistungen bleiben trickreich kleingerechnet, reichen vorne und hinten nicht und gehen an der Lebensrealität der Menschen vorbei”, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.
Dabei wurde vor der Einführung hitzig diskutiert, ob das Bürgergeld zu hoch sei.
Besonders aus den Reihen des Handwerks wurden Stimmen laut, die dem Bürgergeld düstere Folgen prognostizieren: „Es wird dazu führen, dass sich für mehr Menschen als bisher das Nicht-Arbeiten mehr lohnt als das Arbeiten“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, mehr dazu HIER >>>
Mehr Bürgergeld: Anhebung des Regelsatzes um 276 € gefordert
Von
Lena Krause
17. Februar 2026