Einschlafhilfen fürs Baby – endlich (wieder) durchschlafen!

„Und? Wie sind die Nächte so? Schläft dein Baby schon durch?“ Diese Frage kommt euch als Eltern vermutlich bekannt vor. Und beim Großteil dürfte sie einen wunden Punkt treffen und vor allem verunsichern. Übernächtigt seid ihr eh schon und jetzt kommt auch noch das Gefühl auf, etwas „falsch“ zu machen oder ein Kind zu haben, das „anders“ ist als die anderen.

„Das Besondere am Neugeborenenschlaf ist, dass er noch nicht zyklisch verläuft, sondern unterliegt eher dem „Zufallsprinzip“. Manche können schon früh mehrere Stunden am Stück schlafen, andere schlafen immer nur in kurzen Etappen“, sagt Miriam Ende. Die 41-Jährige gehört hierzulande zu den bekanntesten Schlafcoaches für Babys und Kleinkinder und ist Expertin für Fisher-Price. Zu ihr kommen Eltern, die am Ende ihrer Kräfte sind, weil das Baby alle ein bis zwei Stunden wach wird und nur durch Stillen, Flasche geben, wiegen oder umherlaufen wieder einschlafen. „Reines Wissen führt nie zu Veränderung. Stattdessen geht es um Selbstreflexion, ein eindeutiges Ziel und genug Durchhaltevermögen.“ Dabei geht es immer um „altersgerechtes Durchschlafen“. Wenn also ein Baby von einem halben Jahr nachts fünf Stunden am Stück schläft, dann ist das schon super.

Kinder altersgemäß beim Einschlafen begleiten

Kinder drehen sich nicht zur Seite, schließen die Augen und warten, bis sie einschlafen – sie werden vom Schlaf eher „übermannt“ und dafür ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Um ihr kleines Hochleistungssystem Gehirn runterzufahren, brauchen sie auch die richtige Umgebung und Begleitung. Ab einem bestimmten Punkt ist es also meist an uns Eltern, unserem Baby geduldig dabei zu helfen, sich selbst zu beruhigen. Diese sogenannte Selbstregulation ist für Babys entscheidend, um frühzeitig zu lernen, eigenständig einzuschlafen und im Falle eines nächtlichen Erwachens auch von selbst wieder in den Schlaf zu finden. Die selbstbestimmte Einschlafhilfe funktioniert auch schon während der Stillzeit und nicht erst nach dem Abstillen. Wir haben ein paar Ansätze für euch, wie dieser Prozess gut gelingen kann.

Der optimale Schlafplatz

Ob Familienbett, Beistellbett oder Wiege – eines sollte laut Miriam Ende gewährleistet sein: „Das Kind braucht einen harmonischen und stabilen Rahmen, in dem es runterfahren kann.“ Behutsam üben lässt sich das Schlafen im eigenen Bettchen übrigens durch clevere Produkte wie das „3-in-1-Beistellbettchen“ von Fisher-Price.

Das luftige Beistellbett mit Sichtfenster wird tagsüber durch wenige Handgriffe zur Wiege und das Baby kann beruhigend hin und her schaukeln. „Das Bettchen bietet so die Möglichkeit, das Kind langsam vom Einschlafen mit Bewegung, an ein Einschlafen ohne Bewegung zu gewöhnen“, sagt Miriam Ende. Durch den Klappmechanismus, lässt sich das Bett nicht nur schnell unter dem Elternbett verstauen, sondern passt als leichtes Reisebett auch perfekt in den Kofferraum des Autos – so ist die gewohnte Schlafumgebung im Urlaub oder bei Oma gleich dabei.

Der Tagesablauf bestimmt den Verlauf der Nacht

Was viele unterschätzen: Wie positiv sich ein geregelter, erfüllter Tagesablauf auf die Nachtruhe des Babys auswirkt. Versucht deshalb schon möglichst früh eine Tagesroutine zu schaffen, von der ihr so selten wie möglich abweicht. Dazu gehören folgende Dinge:

  • Je nach Alter des Babys die Wachzeiten am Tag beachten und ihm rechtzeitig ein Schlafangebot für das nächste Nickerchen machen (siehe Tabelle).
  • Mit Blick auf das Alter des Kindes die Mahlzeiten immer ungefähr zur selben Zeit anbieten.
  • In den Wachzeiten viel Zeit mit eurem Kind verbringen, damit es mit Zuwendung gesättigt ist.
Die Wachzeiten am Tag bieten eine gute Orientierung, wann das Kind wieder schlafen sollte.

Die Wachzeiten am Tag bieten eine gute Orientierung, wann euer Kind wieder schlafen sollte.

Von der alten zur neuen Einschlafhilfe

Die Brust oder die Flasche in Kombination mit der körperlichen Nähe zum Elternteil empfinden viele Kinder als optimale Voraussetzung, um in den Schlaf zu finden. Wir Eltern wünschen uns früher oder später, dass sich das ändert und wir und das Baby länger am Stück schlafen können. Es ist allerdings eher unwahrscheinlich, dass Babys diese an die Eltern gekoppelte emotionale Abhängigkeit freiwillig von heute auf morgen aufgeben. Den Impuls müssen meist wir geben. Und mit der nötigen Begleitung kann es Babys dann gut gelingen, eigenständig einzuschlafen und auch länger am Stück zu schlafen.

Der Schlummer-Koala von FisherPrice beruhigt dein Baby – die beste Voraussetzung fürs Einschlafen.

Der Schlummer-Koala von Fisher-Price beruhigt dein Baby – die beste Voraussetzung fürs Einschlafen. Foto: PR Fisher-Price

Einschlafhilfen wie Schnuller und Kuscheltier sind eine gute Alternative. Von Fisher-Price gibt es den Schlummer-Koala, dessen kuscheliger Bauch sich wie beim Atmen rhythmisch hebt und senkt, um das Kind von Geburt an liebevoll in den Schlaf zu begleiten. Wer mag, hat noch die Wahl zwischen sanften Melodien, verschiedenen Lichtfarben oder beruhigenden Geräuschen – fein abgestimmte Faktoren, die ganz unterschiedliche Sinne ansprechen. Im Säuglingsalter solltet ihr das Kuscheltier nach dem Einschlafen vorsorglich aus dem Bett entfernen, später ist der knuffige Bär mit dem niedlichen Gesicht auch dann noch ein toller Schmuse- und Spielbuddy, wenn die Zusatzfunktionen nicht mehr benötigt werden.

Schritt für Schritt zum Ziel

Babyschlaf: Tipps für entspannte Nächte.

Babyschlaf: Tipps für entspannte Nächte.

  1. Der erste Schritt beginnt bei euch: Wenn ihr bereit seid für Veränderung, dann ist es auch euer Kind. Verbannt die Angst vor dem Scheitern aus eurem Kopf – alles wird gut!
  2. Startet schon eine Woche vorher mit einem Schlafprotokollhier könnt ihr das von Miriam Ende runterladen. Darin wird zum Beispiel festgehalten, wann das Kind wo einschläft, wie lange dies dauert, wie oft es nachts aufwacht und welche Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Führt das Schlafprotokoll auch während der Veränderungen weiter, so könnt ihr schon kleinste Fortschritte erkennen.
  3. Versteift euch nicht auf theoretisches Wissen: Jedes Kind ist anders und hat sein eigenes Tempo. Beobachtet euer Kind und handelt intuitiv. Gebt eurem Baby Zeit für das Kennenlernen und Annehmen der neuen Einschlafhilfe, beruhigt es mit Worten und Berührungen. Reduziert diese Zuwendung intuitiv mit jedem Mal, sofern es das Baby annimmt.
  4. Eine Umgewöhnung erfolgt in Etappen, verändert nicht zu viele Dinge von heute auf morgen. Erst wenn die eine Veränderung vom Kind angenommen ist, folgt die nächste.
  5. Bemerkt ihr nach ca. 5 Nächten keinen Fortschritt, macht ein neues Angebot und beobachtet erneut.
  6. Wertet etwaige Rückschritte – wenn der letzte Trost doch wieder die Brust war – nicht als Scheitern. Es ist ein Prozess, der viel Zeit und Geduld braucht und der vor allem nicht linear verläuft. Das oberste Gebot ist: Dranbleiben und fest daran glauben, dass euer Baby das neue Einschlafen mit eurer Hilfe annehmen wird. Auch später können sich Krankheit, Kita-Anfang oder ein Umzug phasenweise auf den kindlichen Schlaf auswirken.

Routinen helfen auch am Abend

Baden, Vorlesen, Vorsingen – es gibt einiges, was dem Kind dabei helfen kann, langsam zur Ruhe zu kommen. Abendrituale existieren wahrscheinlich so viele, wie es Familien gibt. „Ein Ritual kann ein fester Bestandteil des Einschlafprozesses sein, der das Kind auf das Einschlafen vorbereitet“, sagt auch Miriam Ende. Es gehe darum, eine wohlige Atmosphäre zu schaffen und durch wiederkehrende Abläufe für das Kind softe Übergänge vom Spielen zum Schlafen zu gestalten.

Für diese besondere Zeit am Abend hat Fisher-Price mit Lumalu einen „Bettgeh-Routinehelfer“ entwickelt, der vor allem Kleinkindern dabei helfen soll, sich ganz unkompliziert an gewisse Abläufe zu gewöhnen. Der smarte Schlafassistent, den man an die Wand hängen kann, ist mit Musik- und Lichtfunktionen ausgestattet und unterstützt dankt einer App Eltern dabei, durch spielerische Elemente eine individuelle Bettgeh-Routine aufzubauen.Warum das den Kleinen so viel Spaß macht? Weil jedes Kind sein eigener Chef ist und nach jeder Aufgabe, die es geschafft hat, einen Buzzer drücken darf, um die nächste Stufe freizuschalten. Die integrierte Spieluhr und das Nachtlicht kann man schon ab Geburt benutzen. „Besonders älteren Kindern ab anderthalb kann es guttun, wenn der Raum dezent beleuchtet ist“, weiß Miriam Ende. Bei Lumalu zeigt die Farbe des Sternenlichts an, wann es Zeit zum Schlafen oder Aufstehen ist.

Der interaktive Nachtlicht & Bettgeh-Routinehelfer: Lumalu von Fisher-Price.

Der interaktive Nachtlicht & Bettgeh-Routinehelfer: Lumalu von Fisher-Price. Foto: PR Fisher-Price

Traut eurer Intuition!

Die Babycoaching-Expertin möchte vor allem eines: allen Eltern Mut machen! Sie weiß, dass es auf dem Weg zu gutem Schlaf immer auch auf eine entspannte Grundhaltung und Vertrauen ankommt. „Sobald Eltern die Bedürfnisse ihres Kindes verstanden und auch über sich selbst nachgedacht haben, sind sie meistens deutlich gestärkt in ihrer Rolle als Mutter oder Vater.“ Und noch ein letzter Tipp: Es ist richtig und wichtig, sich nach Erreichen jedes Etappenziels gedanklich auf die eigene Schulter zu klopfen. Denn auch beim Thema Schlaf gilt: Übung macht den Meister. Also einfach machen!

 

"Entspannt einschlafen – glücklich aufwachen" – das Buch von Babyschlafexpertin Miriam Ende

„Entspannt einschlafen – glücklich aufwachen“ – das Buch von Babyschlafexpertin Miriam Ende.

Miriam Ende braucht meist nur wenige, gezielte Fragen, um zu erkennen, woran sich gemeinsam arbeiten lässt. Und das so erfolgreich, dass nach durchschnittlich drei Wochen echte Erfolge da sind! Was die Expertin gelernt hat, nachdem, sie schon mehr als 1500 Familien helfen konnte? „Es gibt kein One-fits-all – jede Familie hat ihr eigenes ,Richtig‘.“
Dieses Wissen und all ihre Erfahrung gibt Miriam Ende auch in ihrer Ausbildung zum Schlafcoach sowie in ihrem neuen Buch mit dem Titel „Entspannt einschlafen – Glücklich aufwachen“ an interessierte Eltern weiter.

 

 

 

 

Alma Ettwig

Ich bin Mutter zweier Söhne (2010 und 2015 geboren) – und oft ist es nicht so einfach, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen. Wie gut, dass ich das, was ich tue, so sehr liebe! Schreiben ist immer auch Ausgleich für mich. Für Abwechslung sorgt außerdem unser Labradoodle Kalle, der uns freudig zu Ausflügen an Alster, Elbe und Ostsee begleitet. Der vierte Mann im ohnehin ziemlich lebendigen Haus. Aber ich find’s herrlich!

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