Darf mein Baby Mangold essen? Tipps und Rezepte

Für dein Baby ist Mangold das perfekte Gemüse. Denn sowohl die Blätter als auch die Stiele bieten sich bestens für die Zubereitung von Babybrei an – allerdings nicht zu früh! Mit unseren Tipps und Hinweisen bist du auf der sicheren Seite und bringst Abwechslung in den Speiseplan deines Kindes. Außerdem haben wir zwei leckere Rezepte für dich.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Mangold lässt sich ähnlich wie Spinat verwenden und zubereiten.
  • Das Blattgemüse ist in zahlreichen Formen und Farben vertreten und besitzt einen milden Geschmack.
  • Zudem punktet Mangold mit zahlreichen wertvollen Nährstoffen und ist generell super gesund.
  • Aufgrund des hohen Nitratgehalts ist Mangold für Babys erst ab neun Monaten zu empfehlen. Und auch dann solltest du das Gemüse erst einmal nur in kleinen Portionen anbieten.
  • Für Baby Led Weaning bietet sich Mangold nicht unbedingt an. Denn die ganzen Blätter können am Gaumen deines Babys kleben bleiben und womöglich einen Brechreiz auslösen.

2. Ist Mangold für mein Baby gesund?

Oh ja! Mangold gilt als sehr gesund. Das Blattgemüse stärkt die Abwehrkräfte und kann es aufgrund des hohen Calciumgehalts sogar mit zahlreichem Milchprodukten aufnehmen. Durch das enthaltene Provitamin-A sorgt Mangold ebenso für gutes Sehen und eine gesunde Haut. Ebenso positiv macht sich auch der hohe Eisengehalt in dem Gemüse bemerkbar. Dieser ist für die Blutbildung sowie für den Sauerstofftransport im Körper super wichtig.

3. Ab wann darf mein Baby Mangold essen?

Mangold bringt mit seinem milden Geschmack nicht nur jede Menge Abwechslung auf den Speiseplan deines Babys, sondern ist auch ein ideales Gemüse für die spätere Beikostphase. Generell wird der Verzehr von Mangold für kleine Schleckermäuler aber erst ab dem neunten Monat empfohlen, da der Nitratgehalt im Vergleich zu anderen Gemüsesorten hier relativ hoch ist. Auch solltest du deinem Spatz Mangold erst einmal nur in kleinen Mengen zum Probieren geben.

Gibt es für mein Baby eine Alternative zu Mangold?

Ja! Vom Geschmack sind sich Mangold und Spinat sehr ähnlich. Das heißt, wenn du gerade keinen Mangold zuhause hast, oder dein Baby das Gemüse nicht verträgt, kannst du ihm stattdessen Spinat anbieten.

4. Rezepte: Mangold-Babybrei selber kochen

Damit du deinem Baby Mangold nicht roh oder als ganze Blätter anbieten „musst“, haben wir dir hier zwei leckere Rezepte mit dem beliebten Blattgemüse zusammengestellt. Viel Spaß beim Nachkochen!

1. Rezept: Kartoffelbrei mit Mangold und Ei

Gefunden haben wir das Rezept für den Babybrei mit Mangold auf babybrei-kochen.de – danke für die tolle Inspo!

Diese Zutaten brauchst du:

  • 100 g Mangold
  • 100 g Kartoffeln
  • ein Ei
  • etwas Wasser
  • einen Esslöffel Rapsöl

So geht die Zubereitung:

  1. Entferne im ersten Schritt die Blattrippe vom Mangold.
  2. Anschließend zupfst du die Blätter einfach klein.
  3. Nun die Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden.
  4. Gib den Mangold für circa zwei Minuten in kochendes Wasser.
  5. Die Kartoffeln dünstest du für rund 20 Minuten.
  6. Auch das Ei wird für sieben Minuten in kochendes Wasser gegeben.
  7. Zum Schluss Mangold, Kartoffeln und das geschälte Ei mit etwas Kochwasser sowie dem Rapsöl pürieren.

2. Rezept: Babybrei mit Mangold und Lachs

Das Rezept zu dem kinderleichten Mangold Babybrei gibt’s auf cookidoo.de – wir haben die Zubereitung allerdings etwas abgewandelt!

Das wird alles benötigt:

  • 60 g Kartoffeln
  • 30 g Lachsfilet (ohne Haut)
  • 400 g Wasser
  • 100 g Mangold
  • 40 g Obstpüree
  • etwas Öl

Einfache Zubereitung in wenigen Minuten:

  1. Zuerst die Kartoffeln waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden.
  2. Auch den Lachs waschen, trocken tupfen und zerkleinern.
  3. In einem Topf ausreichend Wasser zum Kochen bringen und die Kartoffeln darin für 20 Minuten dünsten.
  4. Lachs und Mangold ebenfalls kochen.
  5. Nun Kartoffeln, Lachs und Mangold mit etwas Kochwasser, Obstpüree und Rapsöl zu einem feinen Brei pürieren.

5. Lässt sich Babybrei mit Mangold einfrieren?

Für die Zubereitung von Babybrei kannst du bereits blanchierten und pürierten Mangold problemlos einfrieren. Bei Bedarf lässt sich dieser dann einfach wieder auftauen. Ebenso kannst du auch fertigen Babybrei mit Mangold im Tiefkühlfach aufbewahren.

Ganz wichtig: Friere den Mangold Babybrei möglichst rasch nach der Herstellung ein. Dadurch gehen weniger wertvolle Nährstoffe verloren und der Brei wird nicht so schnell schlecht. Fülle den Babybrei nach dem Abkühlen in saubere und ausgekochte Behälter. Anschließend verschließt du diese luftdicht. So hält der Brei im Gefrierfach bei einer Temperatur von -18 Grad mehrere Monate.

Hinweis: Wurde der Babybrei mit Mangold vor dem Einfrieren gekocht, darf dieser wegen der Nitritbildung keinesfalls erhitzt werden!

6. Ist Mangold für Baby-led Weaning geeignet?

Jein. In den ersten Monaten solltest du deinem Liebling auch beim Baby-led Weaning Prinzip keine ganzen Blätter wie Spinat oder Mangold anbieten. Das Blattgemüse lässt sich für die Kleinen nur schwer essen, bleibt womöglich am kindlichen Gaumen festkleben und kann unter Umständen einen Brechreiz auslösen. Der Verzehr von Mangold ist beim Baby-led Weaning zwar nicht unbedingt gefährlich … für dein Baby eventuell aber ziemlich unangenehm.

Tipp: Möchtest du deinem Baby Mangold zum Probieren reichen, dann schneide das Gemüse vor dem Verzehr unbedingt klein!

7. Darf mein Baby Mangold auch roh essen?

Grundsätzlich lassen sich sowohl die Blätter als auch die Stiele von Mangold roh essen, da beides weder giftig noch schädlich ist. Allerdings solltest du deinem Baby das Gemüse lieber in verarbeiteter Form anbieten. Denn frischer Mangold ist generell für Menschen mit einem empfindlichen Magen, Nierenproblemen oder Eisenmangel nicht zu empfehlen. Der Grund: In rohem Mangold ist eine Menge Oxalsäure vorhanden. Reduzieren lässt sich dieser Gehalt ganz einfach durch die Hitze beim Garen oder Kochen.

8. Was ist überhaupt Mangold?

Mangold gehört zur Familie der Gänsefußgewächse – wie auch der klassische Spinat. Anders als dieser ist Mangold jedoch in vielen unterschiedlichen Farben und Formen erhältlich. Die Blätter können von Gelb über Hell- und Dunkelgrün bis hin zu Violett reichen. Auch die Stängel sind mit ihrer weißen oder roten Optik durchaus farbenfroh. Unterschieden wird Mangold in Blatt- und Stielmangold. Besonders cool: Die verdickten Blattstiele des Stielmangold lassen sich ähnlich wie Spargel verwenden. Lecker!

Noch mehr zum Thema „Babyernährung“ findest du hier bei uns – oder wie wäre es mit diesen Artikeln:

Und mag dein Baby Mangold? Hast du vielleicht sogar ein tolles Rezept? Wir freuen uns über deine Tipps und Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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