Rührei in der Schwangerschaft essen: unbedenklich oder gefährlich?

Manchmal gibt es doch nichts Besseres als ein frisch gebratenes Rührei zum Frühstück, oder? Lecker! Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn ich ein Baby erwarte: Darf ich Rührei während der Schwangerschaft essen oder kann das vielleicht sogar gefährlich werden? Wir erklären dir, worauf du unbedingt achten solltest.

1. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass du Rührei während der Schwangerschaft isst.
  • Du solltest allerdings unbedingt darauf achten, dass sowohl Eiweiß als auch Eigelb komplett durchgegart sind. Denn rohe Eier können gefährliche Bakterien wie Salmonellen oder Listerien enthalten.
  • Am besten kaufst du Bio-Eier und testest vor der Zubereitung, ob sie auch frisch sind.

2. Ist Rührei in der Schwangerschaft erlaubt?

Ja! Rührei ist unbedenklich, solange du es richtig zubereitest. Und: Es enthält viele wertvolle Vitalstoffe, die für dich und dein Baby sogar sehr gesund sind! Du solltest allerdings unbedingt darauf achten, das Rührei bei mindestens 70 Grad Celsius in der Pfanne zu erhitzen, bis es komplett durchgebraten ist. Denn nur so kannst du sicher sein, dass mögliche Erreger wie Salmonellen oder Listerien abgetötet werden. Falls du am liebsten Rührei mit Speck isst, solltest du auch den auf jeden Fall komplett durcherhitzen.

3. Ist Rührei während der Schwangerschaft denn generell gesund?

Ja, Eier sind generell ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung während der Schwangerschaft. Rührei enthält viele wichtige Proteine, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Deshalb kannst du Rührei ohne Bedenken mehrmals pro Woche essen, um deinen Vitaminhaushalt in Schwung zu bringen. Besonders die Vitamine B1 und B6 sind wichtig für deinen Stoffwechsel. Falls du während der Schwangerschaft auf den Jodgehalt für deine Schilddrüse achten musst oder möchtest, ist eine Portion Rührei super geeignet, um einen Teil deines Tagesbedarfs zu decken.

4. Warum kann Rührei in der Schwangerschaft gefährlich werden?

So lange das Rührei komplett durchgegart ist, brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Gefährlich kann es nur werden, wenn Eigelb oder Eiweiß an einigen Stellen noch flüssig sind. Dann wurden die Eier nämlich nicht ausreichend erhitzt, um mögliche Bakterien abzutöten. Salmonellen oder Listerien zum Beispiel können wirklich gefährlich werden, und zwar sowohl für dich als auch für dein Baby. Sein Immunsystem ist nämlich noch nicht vollständig ausgeprägt. Und eine Listeriose kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich für dein ungeborenes Kind werden oder zu einer Fehlgeburt führen.

Deshalb solltest du im Restaurant oder beim Bäcker auch lieber auf Rührei verzichten, wenn du schwanger bist. Denn du kannst dir leider nie sicher sein, dass es wirklich ausreichend durchgegart wurde.

5. Was sollte ich bei der Zubereitung von Rührei beachten, wenn ich schwanger bin?

Damit du Rührei sorgenfrei auch in der Schwangerschaft essen kannst, solltest du dich am besten an einige Hygienetipps halten:

  • Wasche deine Hände sowie alle Arbeitsflächen in der Küche, nachdem du rohe Lebensmittel angefasst hast.
  • Verwende frische Eier, die das empfohlene Verbrauchsdatum noch nicht überschritten haben. Erkennen kannst du das mit einem einfachen Test: Lege das Ei in ein Glas mit Wasser. Wenn es auf der Seite auf dem Boden liegt, ist es frisch. Steht es aufrecht im Glas, ist es schon etwas älter. Schwimmt es oben, hat es seine beste Zeit definitiv hinter sich, und du solltest es nicht mehr verwenden.
  • Wasche die Schale vom Ei vorher nicht ab, da dies seine natürliche Schutzbarriere schwächt, und mögliche Bakterien besser ins Innere gelangen können.
  • Sind die Eier in der Pfanne, solltest du sie am besten mehrmals wenden, damit sie an allen Stellen gut durchgebraten wenden.
  • Lagere die Eier bei rund 4° Celsius im Kühlschrank.
  • Frisches Rührei solltest du außerdem möglichst rasch verbrauchen.

6. Wie lange sollte ich das Rührei braten, und woran erkenne ich, dass es durch ist?

Eine genaue Zeitangabe, wie lange das Rührei in der Pfanne bleiben muss, können wir leider nicht machen. Das hängt natürlich auch davon ab, wie groß die Eier sind, wie viele du für dein Rührei verwendest usw. Allerdings machst du nichts falsch, wenn du das Rührei so lange heiß genug brätst, bis es keine flüssige Stelle mehr gibt, weder beim Eiweiß noch beim Eigelb. Das Rührei sollte also an allen Stellen fest sein.

Das gleiche gilt übrigens auch für Spiegelei: Auch wenn das flüssige Gelbe für viele das Leckerste daran ist, solltest du es während der Schwangerschaft so braten, dass Eigelb und Eiweiß komplett fest sind.

7. Worauf sollte ich als Schwangere achten, wenn ich Eier kaufe?

Am besten kaufst du Bio-Eier, denn sie unterliegen strengen Auflagen, was Tierhaltung, Futter und Medikamente betrifft. Zwar können sie genauso Salmonellen und Co. enthalten wie Nicht-Bio-Eier, allerdings bekommen die Hühner kein industriell verarbeitetes Futter und im Normalfall auch keine Antibiotika – im Gegensatz zu Hühnern aus der Legebatterie.

Natürlich ist es in beiden Fällen wichtig, dass die Eier frisch sind. Achte deshalb unbedingt auf den Stempel, der das Legedatum anzeigt. Der Test mit dem Wasserglas ist im Supermarkt ja leider eher schwierig.

Du siehst also, es spricht nichts gegen ein leckeres, selbstgemachtes Rührei während der Schwangerschaft. Wir wünschen dir guten Appetit und noch eine schöne Kugelzeit!

Übrigens: Hier findest du noch mehr Tipps und Infos zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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