Reiswaffeln fürs Baby: Gesund oder gefährlich? Tipps & Rezepte

Sie krümeln kaum und sind ein beliebter Snack zwischen den Mahlzeiten: Reiswaffeln. Das knusprige Fingerfood steht vor allem bei den Kleinen ganz hoch im Kurs. Aber sind Reiswaffeln tatsächlich schon fürs Baby geeignet? Wir verraten dir, ob die knusprigen Leckereien gesund sind oder sogar gefährlich sein können.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Generell gelten Reiswaffeln als gesund und enthalten wenig Kalorien.
  • Bei Babys und Kleinkindern sind die knusprigen Snacks für zwischendurch sehr beliebt.
  • Viele Hersteller empfehlen Reiswaffeln für Babys ab acht Monaten, da diese dann oft schon ohne Hilfe geknabbert werden können.
  • Eine schwedische Studie aus dem Jahr 2015 sowie auch Untersuchungen von Öko-Test (2016 und 2018) haben allerdings herausgefunden, dass viele Reiswaffelprodukte mit anorganischem Arsen belastet sind. Hierbei handelt es sich um einen krebserregenden Stoff.
  • Aus diesem Grund solltest du unbedingt darauf achten, dass du deinem Kind nurReiswaffeln anbietest, die in jeweiligen Produkttests als „gesund“ abschneiden.

2. Ab wann darf mein Baby Reiswaffeln essen?

Als nahrhafter Knabbersnack sind Reiswaffeln, ähnlich wie Hirsekringel, für Babys sehr beliebt und grundsätzlich ab acht Monaten zu empfehlen. Dann kann dein Spatz das Fingerfood oft schon problemlos selbstständig knabbern. Allerdings ist es von Vorteil, wenn dein Kind schon erste Erfahrungen mit fester Nahrung hat, falls kleine Stückchen der Waffel im Mund abbrechen.

Sind Reiswaffeln für Baby-led Weaning (BLW) geeignet?

Ja! Wenn du dein Baby breifrei an Beikost heranführen oder ihm zwischendurch einen Snack anbieten möchtest, den es selbst halten kann, sind Reiswaffel dafür prinzipiell gut geeignet. Denn die Snacks lassen sich super mit den kleinen Kinderhänden greifen und naschen. Selbst kleine Schleckermäuler ohne Zähne können Reiswaffeln problemlos lutschen. Das Fingerfood weicht nämlich praktischerweise im Mund auf. Trotzdem solltest du deinen Nachwuchs beim Essen von Reiswaffeln nicht unbeaufsichtigt lassen. Es kann immer passieren, dass sich dein Spatz verschluckt. Idealerweise sollten diese auch erst für Babys im Beikostalter auf dem Speiseplan stehen.

3. Sind Reiswaffeln für mein Baby gesund?

Reis ist ein gesundes Lebensmittel mit wertvollen Nährstoffen. Dann müssten doch Reiswaffeln, die zu fast 100 Prozent aus Reis bestehen, ebenso gesund sein – oder nicht? Jein. Generell gelten Reiswaffeln für Babys nicht direkt als ungesund und sind im Vergleich zu anderen Snacks eine gute Alternative für den Knabberspaß zwischen den Hauptmahlzeiten. Aber auch nur, wenn du dich für Reiswaffeln ohne Salz und Schoko entscheidest.

Hinweis: Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) rät allerdings dazu, Babys und Kleinkindern nur hin und wieder Reiswaffeln zu geben. Denn laut zahlreicher Untersuchungen von Öko-Test sind die knusprigen Waffeln gesundheitlich nicht ganz unbedenklich.

4. Sind Reiswaffeln fürs Baby gefährlich?

Grundsätzlich sind Reiswaffel nicht wirklich gefährlich. Du solltest allerdings darauf achten, welche Sorte du einem Baby anbietest, und es mit der Menge nicht übertreiben. Denn:

Reiswaffeln können Arsen enthalten

Obwohl Reiswaffeln eigentlich unbedenkliche Zutaten enthalten (sollten), haben einige Studien und Untersuchungen (wie zum Beispiel von Ökotest) aus den Jahren 2015 bis 2018 herausgefunden, dass der Snack mit anorganischem Arsen belastet ist. Dies ist in größeren Mengen gesundheitsgefährdend! Ursache für das enthaltene Arsen sind belastetes Grundwasser und Böden in den Anbaugebieten von Reis. Zwar ist der Arsen-Wert in späteren Tests zahlreicher Produkte nicht mehr so hoch gewesen wie im Jahr 2015, dennoch kann Arsen bei regelmäßigem Genuss das Risiko für Krebs und andere Erkrankungen erhöhen.

Wichtig: Es gibt natürlich auch Produkte in der Drogerie oder im Supermarkt, welche in Tests mit „sehr gut“ abschneiden und daher für dein Baby unbedenklich sind.

Achtung: Dein Baby kann sich an Reiswaffeln verschlucken

Eine andere Gefahr, die von Reiswaffeln ausgehen kann: Wenn sich kleine Stücke lösen oder dein Kind vielleicht etwas abbeißt, kann es sich leicht an dem Snack verschlucken – und im schlimmsten Fall ersticken. Deshalb solltest du unbedingt dabei bleiben, wenn du deinem Baby eine Reiswaffel gibst. Dann kannst du im Notfall schnell reagieren.

5. Verursachen Reiswaffeln beim Baby Verstopfungen?

Dass Reiswaffeln für Verstopfungen bei Babys sowie Kleinkindern verantwortlich sein sollen, ist grundsätzlich nicht bekannt. Tatsächlich ist das Fingerfood für den menschlichen Organismus sogar recht leicht verdaulich. Denn durch einen schonenden und zugleich kurzen Backprozess werden die Nährstoffe aufgeschlossen. Zudem enthalten Reiswaffeln in der Regel viele Kohlenhydrate, ein wenig Eiweiß und kaum Fett.

6. Leckere Rezepte fürs Baby mit Reiswaffeln

Nicht nur als purer Snack für zwischendurch sind Reiswaffeln toll. Daraus lassen sich auch leckere Rezepte kreieren, die deinem Nachwuchs mit Sicherheit schmecken werden. Probiere es doch einfach mal aus!

1. Rezept: Brei mit Reiswaffel und Birne

Der Brei mit Reiswaffel und fruchtiger Birne von gutekueche.at ist für Babys ab sieben Monaten geeignet und ideal für unterwegs.

Was du für eine Portion benötigst:

  • vier Reiswaffeln
  • 100 g Birne
  • 100 ml Wasser
  • etwas Öl

Zubereitung in 20 Minuten:

  1. Im ersten Schritt zerbröselst du die Reiswaffeln ganz einfach mit den Händen.
  2. Wasche nun die Birne, entferne das Kerngehäuse und schneide sie in kleine Stücke.
  3. Jetzt lässt du das Wasser in einem kleinen Topf kurz aufkochen und gießt es über die kleinen Reiswaffelstückchen.
  4. Gib nun die Birne sowie das Öl dazu.
  5. Abschließend mit einem Pürierstab fein pürieren.

2. Rezept: Reiswaffeln selber machen

Natürlich lassen sich herzhafte Reiswaffeln auch super im Waffeleisen selber machen. Ein kinderleichtes Rezept gibt’s dafür auf babyled-weaning.de!

Benötigte Zutaten:

  • 150 g Reis
  • 125 g Gemüsemix (TK)
  • zwei Eier
  • etwas Petersilie, Pfeffer und Paprika (edelsüß)

Und so geht’s:

  1. Zuerst lässt du das Gemüse auftauen.
  2. Jetzt spülst du den Reis gut ab und bereitest ihn nach Packungsanleitung zu.
  3. Fülle die Gemüsemischung in einen Topf und lasse dies für rund fünf Minuten auf mittlerer Hitze garen.
  4. Zerdrücke das weiche Gemüse mit einer Gabel und vermenge es anschließend mit dem fertigen Reis.
  5. Alles gut abkühlen lassen!
  6. Gib nun die Eier sowie die Gewürze dazu – ebenfalls gut vermischen.
  7. Heize ein herkömmliches Waffeleisen auf und backe die Reiswaffeln knusprig aus.

3. Rezept: Früchtebrei mit Reiswaffel

Gefunden haben wir das Rezept für den leckeren Babybrei auf rezeptwelt.de und ein kleines bisschen abgewandelt. Trotzdem vielen Dank für die tolle Inspo!

Das brauchst du für eine Portion:

  • zwei Reiswaffeln
  • einen Apfel
  • eine Banane
  • 25 ml Wasser
  • etwas Öl

Zubereitung:

  1. Zerkleinere die Reiswaffeln.
  2. Jetzt schälst du den Apfel und schneidest diesen in kleine Stücke.
  3. Auch die Banane wird von der Schale befreit und klein geschnitten.
  4. Gib das Obst sowie die Reiswaffeln zusammen mit dem Wasser und dem Öl in einen geeigneten Topf.
  5. Alles kurz aufkochen lassen.
  6. Anschließend die Zutaten mithilfe eines Pürierstabes mixen. Fertig!

Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren – und deinem Baby guten Appetit!

Mehr zum Thema Babyernährung sowie viele nützliche Tipps findest du in unserem Bereich rund um die Babyernährung >>> oder direkt hier:

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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