Grünkohl fürs Baby – ab wann? Tipps & Rezepte

Lecker, gesund und eine echte Vitaminbombe: Ein beliebtes heimisches Wintergemüse ist ganz klar der Grünkohl. Aber auch schon für die ganze Familie? Wenn unsere Würmchen noch so winzig sind, kochen wir oft etwas, dass für Säuglinge und Kleinkinder noch nicht unbedingt zu empfehlen ist. Ist Grünkohl fürs Baby daher schon okay oder sollten wir damit lieber noch warten? Aber wie lange eigentlich? Wir geben Tipps, worauf du achten solltest und Rezepte zum Nachmachen gibt’s on top!

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Theoretisch kannst du deinem Baby schon ab dem sechsten Monat Grünkohl zum Probieren anbieten.
  • Da Grünkohl aber eine blähende Wirkung haben kann, raten Experten zu einem Start erst mit acht oder zwölf Monaten.
  • 100 Gramm Grünkohl haben einen doppelt so hohen Gehalt an Vitamin C wie 100 Gramm Zitronen.
  • Auch sonst stecken in Grünkohl zahlreiche gesunde Nährstoffe.
  • Während der Stillzeit ist Grünkohl ebenfalls nicht verboten. Allerdings solltest du ein Auge darauf haben, ob dein Baby nicht doch empfindlich darauf reagiert.

2. Ab wann ist Grünkohl für mein Baby erlaubt?

Da Kohl generell als etwas schwer verdaulich gilt, empfehlen Experten erst ab acht oder sogar zwölf Monaten mit dem Gemüse zu beginnen. Allerdings ist Grünkohl mit dem Start der Beikost (also ab rund sechs Monaten) weder verboten noch schädlich für dein Baby.

3. Warum ist Grünkohl eigentlich so gesund?

Grünkohl ist eine echte Vitaminbombe und enthält vor allem sehr viel Vitamin C (pro 100 Gramm etwa 105 Milligramm). Eine Zitrone mit 100 Gramm kommt gerade einmal auf die Hälfte. Außerdem lassen sich im Grünkohl zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Natrium und Kalzium finden. Gleichzeitig hat das Gemüse auch noch super wenig Kalorien.

Nährstoffe von Grünkohl (pro 100 g)

Kalorien: 49 kcal
Fett: 0,9 g
Natrium: 38 mg
Kalium: 491 mg
Kohlenhydrate: 9 g
Proteine: 4,3 g
Vitamin C: 105 mg
Eisen: 1,5 mg
Magnesium: 47 mg
Kalzium: 150 mg

4. Bekommen Babys von Grünkohl Blähungen?

Von Kohl können Babys grundsätzlich Blähungen oder Bauchschmerzen bekommen. Das ist bei Grünkohl nicht anders. Allerdings kommt es hier natürlich auch auf die Menge an. Wenn du lediglich ein paar Blätter Grünkohl in den Babybrei gibst, bekommen die wenigsten Säuglinge davon Beschwerden. Ist dein Würmchen allerdings eher empfindlich und neigt zu Blähungen (verursacht durch Kohlgemüse), solltest du Grünkohl erst füttern, wenn das Verdauungssystem besser ausgereift ist.

5. Ist Grünkohl für Brei und Baby Led Weaning geeignet?

Tatsächlich kannst du bei Baby Led Weaning (BLW) deinem Liebling auch Grünkohl anbieten. Dieser sollte nur in einer geeigneten Form und am besten erst einmal gedünstet angeboten werden, sodass dein Baby das Gemüse alleine zu sich nehmen kann. Denn bei BLW sollen die Kleinen nicht möglichst schnell von der Muttermilch oder der Pre-Nahrung entwöhnt werden, sondern sie dürfen sich mit geeigneter fester Nahrung selbst füttern.

6. Darf ich Grünkohl für mein Baby aufwärmen?

Nein. Denn genau wie Spinat enthält auch Grünkohl relativ viel Nitrat. Durch die Hitze wandelt es sich in Nitrit um. Die Menge ist zwar für uns Erwachsene nicht gefährlich. Der Körper deines Babys kann das Nitrat aber noch nicht richtig abbauen. Zuviel davon kann dazu führen, dass das Blut deines Kindes nicht mehr genug Sauerstoff transportieren kann. Das kann zu einer so genannten Blausucht führen – an der dein Baby im schlimmsten Fall ersticken kann. Deshalb gibst du deinem Schatz am besten nur frisch zubereiteten Grünkohl.

7. Grünkohl im Brei: Drei leckere Rezepte für dein Baby

Grünkohl pur schmeckt oftmals den wenigsten Babys. Aber im Babybrei ist das Gemüse super lecker und lässt sich zudem vielseitig zubereiten. Viel Spaß beim Ausprobieren!

1. Rezept: Babybrei mit Grünkohl, Apfel und Feigen

Das Rezept von vitamix.com ist für etwa 24 Portionen geeignet und lässt sich als Babynahrung somit super einfrieren.

Zutaten:

  • 240 ml Wasser
  • zwei Äpfel
  • acht getrocknete Feigen
  • 120 g Grünkohl

So wird der Grünkohl Babybrei gemacht:

  1. Wasche im ersten Schritt die Äpfel.
  2. Anschließend werden diese halbiert und entkernt.
  3. Nun alle vier Zutaten in einen guten Mixer werfen und so fein wie möglich pürieren.
  4. Guten Appetit!

2. Rezept: Grünkohl-Quinoa-Brei

Aus dem Rezept von kuechengoetter.de bekommst du zwei Breimahlzeiten. Wenn du die eine direkt an dein Würmchen verfütterst, kannst du die andere prima für etwa 48 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Das brauchst du:

  • 170 g Wasser
  • 25 g Sesam
  • 20 g Quinoa
  • 250 g Möhren
  • 20 g Hirseflocken
  • 40 g Grünkohl
  • etwas Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Röste die Sesamsamen so lange in einer Bratpfanne (ohne Öl) bis diese lecker duften.
  2. Jetzt gibst du die Samen in einen Mixtopf.
  3. Den Quinoa in einem Sieb heiß abspülen und abtropfen lassen.
  4. Ebenfalls zu dem Sesam in den Mixtopf geben.
  5. Nun Möhren waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden.
  6. Zusammen mit Sesam, Quinoa und Hirse in einen Mixer geben oder mit einem Pürierstab zerkleinern.
  7. Wasser hinzufügen und alles in einem Topf garen.
  8. Abschließend den Grünkohl sowie den Zitronensaft hinzugeben und fein pürieren.

3. Rezept: Babybrei mit Grünkohl und Walnüssen

Mit dem Start der Beikost ist Brei bei Babys ganz hoch im Kurs. Probiere doch mal, ob deinem Spatz diese gesunde Alternative mit Grünkohl und Walnüssen schmeckt. Vorausgesetzt dein Baby verträgt Walnüsse gut.

Das wird benötigt:

  • eine Kartoffel
  • 100 g Grünkohl
  • 15 g Walnüsse
  • etwas Orangensaft
  • etwas Wasser

Kinderleichte Zubereitung:

  1. Zuerst werden der Grünkohl sowie die Kartoffel gewaschen.
  2. Nun die Kartoffel schälen und in Würfel schneiden.
  3. Die Grünkohlblätter hackst du ganz grob.
  4. Jetzt die Walnüsse zerbrechen.
  5. Gib die Kartoffeln zusammen mit dem Grünkohl und etwas Wasser in einen Topf – für etwa 20 Minuten garen.
  6. Die Walnüsse hinzugeben.
  7. Alles möglichst fein mit einem Stabmixer pürieren.
  8. Zum Schluss noch den Orangensaft unterrühren. Fertig!

7. Grünkohl und Stillen: Ist das fürs Baby ein Problem?

Als Mama musst du während der Stillzeit grundsätzlich keine besondere „Diät“ machen oder auf irgendwelche Lebensmittel verzichten. Das gilt auch für Grünkohl. Allerdings kann es vorkommen, dass dieser bei deinem Baby blähend wirkt und Bauchschmerzen verursacht. Daher solltest du das Gemüse zunächst erst einmal nur in kleineren Mengen verzehren. Ist dann tatsächlich der Grünkohl für das Unwohlsein deines Säuglings verantwortlich, streiche diesen am besten fürs Erste von deinem Speiseplan.

8. Übrigens: Darauf solltest du beim Kaufen und Zubereiten von Grünkohl achten

  • Achte beim Kaufen von Grünkohl darauf, dass die Blätter dunkelgrün sind und beim Aneinanderreiben leicht quietschen.
  • Einen Grünkohl mit ausgetrocknetem Strunk und gelblichen oder sogar hellgrauen Blätter solltest du lieber liegen lassen.
  • Vor dem Zubereiten den Grünkohl immer gut abwaschen! Nicht selten findet sich zwischen den Blättern Sand
  • Vergiss nicht, dass Grünkohl beim Kochen extrem zusammenfällt. Oft bleibt von der gekauften Menge lediglich die Hälfte zum Verzehr übrig.

Noch mehr zum Thema „Babyernährung“ findest du hier bei uns – oder wie wäre es mit diesen Artikeln:

Hat dein Baby schon Grünkohl probiert und wie hat es das Gemüse vertragen? Wir freuen uns über deine Tipps und Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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