Wie kam es dazu?
In ihrem Video erklärt Jen: „Als ich mit meinem zweiten Sohn schwanger war, habe ich nachgedacht. Naja, mein ältester Sohn ist ein Naturbursche, sein Vater ist auch ein Naturbursche. Ich dachte: ‚Sicher, dieses Kind wird die Seele von jemanden haben, der Wildwasserfahrten leitet.‘” Also sucht sie im Internet nach Namen für kleine Naturburschen. Sie findet den Namen „Aspen”, der so viel wie „Baum” bedeutet. Sie und ihr Ehemann sind beide Feuer und Flamme.
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Nach wie vor findet sie den Namen „super cool für, aber für jemand anderen”, zu ihrem Sohn passe er gar nicht. Ihre Begründung: „Ihm wird im Auto schlecht, wenn ich zu schnell fahre, er muss schon beim Gedanken an eine Blaubeere würgen. An seinem ersten Geburtstag verlor er beinahe den Verstand, weil er mit seiner Zehenspitze versehentlich den Kuchen berührte. Er liebte die Klimaanlage und sitzt gerne im Haus herum. Auch noch mit sechs liebt er es, von mir in den Armen getragen zu werden – am liebsten durchgehend.”
Jen betont, dass sie und ihr Mann ihn genau dafür lieben würden. Ihr Sohn ist für sie wie ein Licht, der süßeste und sensibelste kleine Junge, den sie kennen. Also wählen sie 18 Monate nach der Geburt einen neuen Namen für ihn und orientieren sich an der Bedeutung „Licht”. Die Eltern entscheiden sich dann für den Jungennamen „Luke”. „Er wird wahrscheinlich niemals Wildwasser-Touren machen, aber er wird ganz bestimmt an einem gemütlichen Ort sitzen und sein süßes Wesen versprühen – und ich liebe ihn so sehr dafür.”
Mama Jen sei schon früh aufgefallen, dass der Name Aspen nicht zu ihrem Sohn passe.
Sie habe zuerst mit ihrer Schwester darüber gesprochen, die ihr direkt vorgeschlagen habe, den Namen zu ändern. „Aber niemand tut das, deswegen hatte ich das Gefühl, sowas macht man nicht. Also versuchte ich mich damit zu arrangieren, dass ich ihn sein Leben lang Aspen rufen werde, auch wenn es sich falsch anfühlt.”
Doch als ihr Kind sechs Monate alt ist, spricht sie mit ihrem Ehemann und die beiden sind sich einig. Sie wenden sich an einen Anwalt für den Papierkram. Der Prozess der Namensänderung zieht sich dann über ein Jahr, doch als Aspen 18 Monate alt ist, heißt er offiziell Luke. Die Entscheidung haben sie bis heute an keinem Tag bereut.
Unter dem Video finden sich viele zustimmende Kommentare.
„Dein Sohn sieht überhaupt nicht aus wie ein Aspen, sondern vielmehr wie ein Luke”, schreibt jemand. Eine andere Mama erzählt: „Wir haben unseren Sohn ‚Wilder‘ genannt und er ist alles andere als das. Seine Oma nennt ihn immer ‚Milder‘ und ich betrachte es einfach als Ironie des Schicksals.”
Andere finden es unmöglich, dass die Mama ihr Kind einfach unbenannt hat. Schließlich hat sich der Kleine schon einige Monate an seinen Namen gewöhnt. Für ihn sei es sicher verwirrend gewesen, dass er plötzlich anders hieß.
Was denkt ihr denn darüber?
Könnt ihr die Entscheidung der Mutter verstehen oder findet ihr es schwachsinnig, ein Kind nach anderthalb Jahren umzubenennen? Verratet es uns gerne in den Kommentaren!
Sehr bemerkenswert dieses Beispiel, denn Namen sind nicht nur Schall und Rauch, sondern Nomen est Omen. Die Mutter hätte sich vorher ein bisschen näher mit dem Namen und seiner wirklichen Bedeutung befassen können, den Aspe oder Espe ist zwar ein Baum, aber eben die Zitterpappel. Dazu gibt es den bekannten Spruch “ zittern wie Espenlaub! „. Da sind Ängste aller Art ja förmlich vorprogrammiert. Nun kann man eigentlich nur rätseln, ob die Mama eine bemerkenswerte Intuition hatte bezüglich der Veranlagung ihres Kindes, so dass sie auf speziell diesen Baumnamen kam oder wäre das Kind anders geraten, wenn es mit einem Baum wie zB Oak durch seinen Namen verbunden wäre?
Ich fände es „schwachsinnig“ sein Kind ein Leben lang mit einem Namen zu rufen den man als „falsch“ empfindet und deshalb ablehnt. Das geht nicht spurlos an einem Kind vorüber. Also herzlichen Glückwunsch an die mutigen Eltern.
Die Mutter tickt nicht richtig. Die Begründung ist äußerst naiv.
Wenn sich beide Elternteile so unwohl damit gefühlt haben und der Kleine es ohnehin noch nicht so wahrgenommen hat, dann ist es doch okay. Man hätte aber auch Luke als Spitznamen geben können. Dann würde er später sagen, ich heiße Aspen, werde aber Luke genannt. Damit hätte man sich den Papierkram ersparen können.
Doch das soll jeder für sich selbst entscheiden.