Mozzarella in der Schwangerschaft: ja oder nein? Das ist erlaubt!

Ob auf Pizza, als Auflauf oder im Salat – Du liebst Mozzarella? Auch als Schwangere darfst du den leckeren Käse genießen. Allerdings ist es ratsam, bei dem einen oder anderen Milchprodukt zweimal hinzusehen, um dich und dein Baby zu schützen. Lies hier, welcher Mozzarella in der Schwangerschaft erlaubt ist und worauf du achten solltest bei Reibekäse, in Restaurants & Co.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Mozzarella aus pasteurisierter Milch darfst du ohne Bedenken während der Schwangerschaft essen.
  • Der Käse enthält viele wichtige Nährstoffe.
  • Auf Mozzarella aus Rohmilch solltest du dagegen verzichten.
  • Der Grund sind Keime (Listerien), die für dein ungeborenes Kind schädlich sein können.
  • Am besten kauft du fertig abgepackten Käse aus dem Supermarkt.
  • Falls er aus Rohmilch besteht, muss das auf dem Etikett vermerkt sein.
  • Überbacken und auf Pizza ist Mozzarella kein Problem.
  • Im Restaurant kannst du nachfragen, welche Käsesorten verwendet werden.

2. Darf ich in der Schwangerschaft Mozzarella essen?

JA! Denn die meisten Mozzarellas, die du abgepackt im Supermarkt kaufen kannst, werden aus pasteurisierter Kuhmilch hergestellt. Das bedeutet, die Milch wird so stark erhitzt, dass alle Keime und Bakterien abgetötet werden.

Warum dann trotzdem achtsam sein?

Der klassische Mozzarella wurde aus Büffelmilch hergestellt und war ein so genannter Rohmilchkäse. Das heißt, dass die Milch bei der Herstellung nur bei niedrigen Temperaturen erhitzt wird.

Dadurch werden mögliche Krankheitserreger wie Listerien nicht abgetötet und können gefährlich für dein Baby werden.

Allerdings, und das ist die gute Nachricht, ist das bei den meisten Mozzarellasorten heute nicht mehr der Fall – selbst Büffelmozzarella besteht meist aus hocherhitzter Milch.

Wie finde ich heraus, ob Rohmilch enthalten ist?

Ein Rohmilchprodukt muss in Deutschland als solches gekennzeichnet sein. Wenn also auf dem Etikett der Vermerk „aus Rohmilch hergestellt“ fehlt, kannst du den Käse bedenkenlos essen.

Woran erkenne ich Mozzarella aus pasteurisierter Milch?

Wie gesagt muss ein Produkt, das aus Rohmilch hergestellt wird, entsprechend gekennzeichnet sein. Du findest die Angabe dazu auf dem Etikett mit den Inhaltsstoffen.

Auch bei Käse aus pasteurisierter Milch ist das (meistens) auf dem Etikett vermerkt. Das ist einer der Gründe, aus dem du während der Babybauchzeit am besten nur abgepackten Mozzarella aus dem Supermarkt kaufen solltest.

Käse von der Frischetheke möglichst meiden.

3. Welcher Mozzarella ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Wenn du darauf achtest, Mozzarella aus pasteurisierter Milch zu kaufen, kannst du ihn auch während der Schwangerschaft ohne Bedenken essen.

Das Gleiche gilt übrigens auch für viele andere Käsesorten wie zum Beispiel Camembert, Feta oder Ziegenkäse.

Mozzarella aus Heumilch und mikrobiellem Lab

Manchmal – und das kann wirklich verwirren – fehlt der Zusatz „pasteurisierte Milch“ auf der Verpackung. Stattdessen finden wir Bezeichnungen wie „mikrobielles Lab“ oder „Heumilch“.

Ich stand damals vor dem Kühlregal und fing trotz der Kälte an zu schwitzen. Da war so viel, worauf ich achten musste, und das nervte! Ich fragte mich: Was heißt denn nun Heumilch schon wieder? Kann ich den Mozzarella als Schwangere essen oder nicht?

JA! Du darfst – solange der Zusatz Rohmilch fehlt. Heumilch bedeutet einfach, dass die Kühe kein vergorenes Futter bekommen. Pasteurisiert ist der Käse trotzdem.

Auch den Zusatz „mikrobielles Lab“ kannst du getrost ignorieren. Es ist absolut ungefährlich für dich und dein Kind!

Mozzarella in der Schwangerschaft: Pizza, Auflauf und Lasagne – überbacken

Wenn du einen Auflauf, Fleisch oder Fisch mit Mozzarella überbacken möchtest, ist das als werdende Mama kein Problem – egal welche Käsesorte du verwendest.

Denn durch die Hitze im Backofen werden Listerien und andere Keime abgetötet, und du musst dir keine Sorgen um eine mögliche Infektion machen.

Also musst du auf Pizza mit Mozzarella (zum Glück!) nicht verzichten – auch nicht wenn sich Mozzarella auf der Tiefkühlpizza befindet.

Tomate Mozzarella Tortellini in der Schwangerschaft

Auch die sind erlaubt – sie werden schließlich mehrere Minuten gekocht! Das tötet alle Keime ab.

Reibekäse: Ist geriebener Mozzarella okay?

Tatsächlich steht bereits geriebener, abgepackter Käse im Verruf, zu viele Keime zu enthalten. Bestätigt ist das nicht. Vor allem, wenn du diesen erhitzt, also für Auflauf, Pizza und Co. verwendest, kann nichts passieren.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft ein Käsestück und reibt es kurz vor der Verarbeitung selbst.

Laktosefreier Mozzarella in der Schwangerschaft?

Laktosefreier Mozzarella stellt keine Gefahr für die Gesundheit deines Kindes dar, wenn er pasteurisiert ist.

Darf ich Mozzarella während der Schwangerschaft im Restaurant essen?

Im Restaurant oder beim Bäcker solltest du am besten nachfragen, ob der Käse aus pasteurisierter Milch besteht – und lieber verzichten, wenn du dir nicht sicher bist.

4. Darum ist Mozzarella in der Schwangerschaft gesund

Mozzarella oder auch Filata-Käse enthält sehr viel tierisches Eiweiß und ist ein guter Kalzium-Lieferant. Außerdem versorgt er dich und damit auch dein Kind mit Iodid, Phosphor und Zink.

Besonders das Iodid ist in der Schwangerschaft wichtig, denn es trägt zu einer gesunden Schilddrüsenfunktion und einem ausgewogenen Stoffwechsel bei. Gleichzeitig stecken auch viele wertvolle Vitamine in Mozzarella, unter anderem Vitamin B2, B3 und B12.

Allerdings enthält der italienische Käse relativ viele Kalorien. Deshalb solltest du (nicht nur) in der Kugelzeit nicht zu viel davon essen.

Übrigens: Im Original wird Mozzarella zu 100 % aus Büffelmilch gemacht. Inzwischen kann er aber auch aus Kuhmilch hergestellt werden. Du kannst die beiden Sorten sowohl farblich als auch geschmacklich voneinander unterscheiden. Büffelmilch-Mozzarella ist eher gelblich und hat einen intensiven Geschmack. Kuhmilch-Käse ist weiß schmeckt mild.

5. Mozzarella und Listerien – wenn Rohmilch gefährlich wird

Von Rohmilchkäse spricht man, wenn die Milch bei der Herstellung nur bei niedrigen Temperaturen erhitzt wird. Das führt dazu, dass mögliche Krankheitserreger nicht abgetötet werden und weiterhin in dem Käse vorhanden sein können.

Besonders gefährlich für Schwangere sind die so genannten Listerien. Du selbst bemerkst im besten Fall zwar nichts von einer Infektion, für dein Baby kann sie aber lebensgefährlich werden.

Da sein Immunsystem noch nicht ausgebildet ist, kann sich der kleine Organismus gegen die Bakterien nämlich noch nicht zur Wehr setzen.

Eine Listeriose kann im schlimmsten Fall zu einer Früh-, Fehl- oder sogar Totgeburt führen – oder schwere Behinderungen deines Kindes zur Folge haben.

Deshalb solltest du während der Schwangerschaft auf Mozzarella aus Rohmilch verzichten. Das gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Rohmilchsorten.

6. Ich habe versehentlich Mozzarella aus Rohmilch gegessen – und jetzt?

Keine Panik! Auch wenn du schwanger bist und aus Versehen Rohmilch-Mozzarella erwischst, heißt das nicht, dass du dich automatisch mit Listerien infizierst.

Denn nicht jeder Mozzarella ist mit den Keimen belastet. Am besten bleibst du ruhig und achtest darauf, ob du in den nächsten Tagen grippeähnliche Symptome, Fieber, Muskelschmerzen oder Magen-Darm-Probleme bekommst. Dann solltest du auf jeden Fall zu deinem Arzt gehen. Das kannst du natürlich auch für den Fall tun, dass du dir nach dem Käse-Essen Sorgen um die Gesundheit deines ungeborenes Baby machst.

7. Mozzarella in der Schwangerschaft: Unser Fazit

„Schwangere müssen für Zwei essen“ – den Spruch hast du bestimmt auch schon gehört, oder? Dabei stimmt er zumindest auf die Menge bezogen nicht, denn natürlich müssen werdende Mamas – egal in welcher SSW – nicht von allem doppelte Portionen essen.

Trotzdem ist an dem Spruch auch viel Wahres dran. Denn als Schwangere hast du einen erhöhten Bedarf an bestimmten Mineralstoffen und Vitaminen, und Mozzarella liefert wertvolle Nährstoffe. Also: Gönn dir pasteurisierten Käse, wann immer es dir danach gelüstet!

Wenn du ein paar kleine Dinge beachtest, spricht auch als werdende Mama nichts gegen leckeren Mozzarella:

Worauf sollte ich bei Mozzarella während der Schwangerschaft noch achten?

  • Der Käse sollte aus pasteurisierter Milch bestehen.
  • Am besten kaufst du nur fertig abgepackten Mozzarella aus dem Supermarkt.
  • Offenen Käse von der Frischetheke lieber meiden.
  • Achte auf das Haltbarkeitsdatum, denn Käse kann relativ schnell verderben.
  • Bewahre eine angebrochene Mozzarella-Packung im Kühlschrank auf, am besten in einer verschlossenen Dose.
  • Optimalerweise verbrauchst du den Käse nach dem Öffnen relativ zeitnah.
  • Wenn du Rohmilch-Mozzarella überbackst, achte darauf, ihn lange und bei mindestens 100 Grad zu erhitzen. Schön zerlaufen sollte er sein! Bei Lasagne beispielsweise, die mindestens eine halbe Stunde im Ofen backt, ist das kein Problem!

 

Wir wünschen dir guten Appetit; und alles Gute für deine Schwangerschaft! Mehr Tipps zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ bekommst du hier.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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