Parmesan in der Schwangerschaft: okay oder gefährlich?

Du bist schwanger und hast Heißhunger aus Nudeln mit Parmesan? Prinzipiell nicht schlecht: Milch und Käse sind in der Schwangerschaft nämlich sehr gesund. Sie enthalten viel Eiweiß, Kalzium sowie wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Also alles das, wovon dein Körper besonders viel braucht, wenn du ein Baby erwartest. Bei der Auswahl der Käsesorten solltest du als werdende Mama allerdings Vorsicht walten lassen, denn nicht alle sind unbedenklich. Ob du trotzdem weiterhin unbesorgt zum Parmesan greifen kannst oder in der Schwangerschaft lieber darauf verzichten solltest, erklären wir dir hier.

1. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Parmesan ist in der Schwangerschaft grundsätzlich erlaubt.
  • Zwar wird er aus Rohmilch hergestellt, aber durch die lange Reifezeit sterben Bakterien und Keime ab.
  • Auf der sicheren Seite bist du mit Parmesan, der mindestens 16 Monate gereift ist.
  • Du solltest nur zu fertig abgepacktem Parmesan greifen und vor dem Essen die Rinde entfernen.

2. Ist Parmesan in der Schwangerschaft erlaubt?

Ja – wenn du einige Dinge beachtest, darfst du Parmesan auch während der Schwangerschaft unbesorgt essen. Der Hartkäse wird zwar aus Rohmilch hergestellt, die eigentlich tabu ist, wenn du ein Baby erwartest. Im Gegensatz zu bestimmten Sorten Ziegenkäse, Feta, Frischkäse und auch Mascarpone wird die Milch bei Parmesan nämlich nicht pasteurisiert. Allerdings hat Parmesan eine sehr lange Reifezeit, durch die mögliche Bakterien abgetötet werden. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du bei frischem Parmesan nur die Rinde entfernen, bevor du ihn isst. Am besten kaufst du nur fertig abgepackten Käse, denn bei Parmesan von der Käsetheke weißt du nie, wie lange er schon offen dort liegt.

Eine Ausnahme gibt es allerdings auch: Falls du eine Autoimmunerkrankung hast oder an anderen chronischen Entzündungen leidest, solltest du lieber auf Parmesan verzichten. Eine Vorsichtsmaßnahme, die dazu dient, dich und dein Baby bestmöglich zu schützen.

3. Parmesan ist ein Rohmilchkäse – warum darf ich ihn in der Schwangerschaft trotzdem essen?

Bestimmt hast du schon gehört, dass Schwangere auf Rohmilchkäse verzichten sollten, da sie Keime und Bakterien enthalten können. Besonders eine Infektion mit Listerien kann für dich und dein ungeborenes Baby gefährlich und im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich werden. Für Parmesan gilt das allerdings nicht – obwohl er aus Rohmilch hergestellt wird. Das liegt daran, dass der Käse eine sehr lange Reifezeit von mindestens 12 Monaten hat, in vielen Fällen auch länger. Während dieser Zeit wird dem Parmesan das Wasser entzogen, der pH-Wert sinkt, und gleichzeitig nimmt der Salzgehalt zu. Dadurch verlieren bakterielle Erreger wie Listerien ihren Nährboden und sterben ab. Deshalb ist Parmesan trotz Rohmilch auch in der Schwangerschaft erlaubt.

4. Frischer oder abgepackter Parmesan: Was ist in der Schwangerschaft besser?

Wie für fast alle Käsesorten gilt auch für den Parmesan: Während der Schwangerschaft solltest du ihn am besten nur fertig abgepackt und luftdicht eingeschweißt kaufen. Auch wenn frischer Parmesan von der Käsetheke lecker aussieht, weißt du nie, wie lange er dort schon liegt,. Durch die offene Lagerung können sich Bakterien und Keime festsetzen und ausbreiten. Deshalb solltest du auch nur soviel Parmesan kaufen, wie du zeitnah essen kannst, und ihn nach Möglichkeit frisch reiben.

5. Worauf sollte ich bei Parmesan achten, wenn ich schwanger bin?

Damit du deine Nudeln mit Parmesan in der Schwangerschaft bedenkenlos genießen kannst, solltest du einige Dinge beachten:

  • Kaufe am besten nur fertig abgepackten Parmesan und reibe ihn möglichst frisch.
  • Achte wie bei allen Milchprodukten darauf, den Parmesan richtig aufzubewahren: Am besten hygienisch abgepackt und ausreichend gekühlt.
  • Entferne vor dem Verzehr die Rinde, denn sie kann Rückstände von Listerien und anderen Erregern enthalten.
  • Achte auf den Reifegrad des Parmesans. Je älter der Käse ist, desto besser! Grundsätzlich kannst du bei Parmesan, der mindestens 16 Monate gereift ist, sicher sein, dass er unbedenklich ist. Du erkennst den Reifegrad an den unterschiedlichen Bezeichnungen: Parmesan, der 24 Monate gereift ist, heißt „vecchio“, nach mindestens 36 Monaten „stravecchio“, nach 48 Monaten „stravecchione“ und nach 72 Monaten Reifezeit steht „extra stravecchione“ auf der Verpackung.

Wenn du diese Tipps beachtest, kannst du dir auch während der Kugezeit unbesorgt deine Spaghetti mit Parmesan schmecken lassen. Wir wünschen dir guten Appetit!

Mehr Tipps zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ bekommst du hier.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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