Milchfördernde Lebensmittel: Wie kann ich die Milchbildung anregen?

Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit. Aber auch nach der Geburt deines Babys warten viele neue Aufgaben auf dich – wie das Stillen. Bestenfalls produzieren deine Brüste bereits ausreichend Muttermilch. Möchtest du der Natur allerdings ein wenig unter die Arme greifen, sind milchfördernde Lebensmittel äußerst wertvoll. Schau dir deshalb gerne unsere Tipps zur Steigerung der Milchproduktion an!

1. Welche Lebensmittel regen die Milchbildung an? 5 Tipps

Möchtest du sicher sein, dass dein Baby mit einer ausreichenden Menge Muttermilch versorgt wird, kannst du deine Milchbildung mit milchfördernden Lebensmitteln unterstützen und auf ganz natürliche Art und Weise anregen. Grundsätzlich musst du dir aber keine Sorgen machen – dein Körper regelt die Milchproduktion beim Stillen ganz automatisch. Solange sich dein Baby altersentsprechend und im Rahmen der Wachstumsperzentilen entwickelt, scheint die Milchmenge auszureichen.

Extra-Tipp: Leckere Rezepte für stillende Mütter findest du in diesem Artikel. Guten Appetit!

1. Tipp: Stilltee

Der Klassiker, um die Milchbildung anzuregen, ist die Verwendung von Stilltee. Diesen bekommst du in der Apotheke oder in gut sortierten Drogerien. Häufig enthalten die speziellen Teemischungen verschiedene Kräuter, welche die Hormonlage im Wochenbett beeinflussen. Da meine Tochter bei ihrer Geburt wirklich ein „kleines“ Prachtexemplar war, hatte ich teilweise Bedenken zu wenig Milch zu geben und sie nicht satt zu bekommen. Deshalb habe ich in der Stillzeit besonders gerne den HiPP Mama Bio-Stilltee getrunken. Dieser wurde zusammen mit Hebammen entwickelt, unterstützt die Milchbildung und hilft den bedeutend ansteigenden Flüssigkeitsbedarf während der Stillzeit zu decken. Noch dazu ist der Stilltee zuckerfrei und somit zahnfreundlich – und die Kräutermischung (aus streng kontrolliertem Bio-Anbau) mit Fenchel, Anis und Kümmel schmeckt und ist gut verträglich.

Generell gilt: Du kannst nie zu wenig Tee trinken. Damit du aber einen positiven Effekt verspürst, solltest du mehrere Tassen frisch aufgebrühten Tee pro Tag zu dir nehmen. Eine ausreichende und regelmäßige Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder ungesüßten Tees ist während der Schwangerschaft ohnehin besonders wichtig. Daher sollte zu jeder Stillmahlzeit mindestens ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee getrunken werden.

Erfahre hier noch mehr über den Einsatz von Stilltee: Milchbildungstee hilft dir beim Stillen!

2. Tipp: Nüsse

Eine Handvoll Nüsse ist nicht nur in der Stillzeit ein beliebter Energielieferant. Dennoch sorgen vor allem Mandeln dafür, dass sich deine Milchproduktion steigern lässt. Achtung: Mehr als eine Handvoll Mandeln sind absolut nicht zu empfehlen! Das liegt daran, dass die Nüsse Blausäure enthalten, welches unter Umständen (bei einer zu hohen Dosierung) zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Diese äußern sich meistens in Form von Schwindel sowie plötzlicher Atemnot.

3. Tipp: Mandelmus

Wenn du pure Mandeln nicht magst bzw. kein großer Fan von dem knusprigen Snack zwischendurch bist, kannst du selbstverständlich auch zu Mandelmus greifen. Der Clou: Mandelmus schmeckt auf Brot, im Joghurt und im Müsli und ja, wir löffeln das Mus auch gerne mal einfach so. 😉 Achte beim Kauf darauf, dass du zu einem Produkt aus kontrolliert-biologischem Anbau und ohne Zuckerzusatz greifst. Damit bist du auf der sicheren Seite.

4. Tipp: Vollkornprodukte

Solltest du gerade zu Beginn ein wenig Probleme mit dem Stillen haben, kann das enthaltene Vitamin B in Vollkornprodukten sehr hilfreich sein. Sehr zu empfehlen sind zum Beispiel Vollkornbrot, Grieß und Haferflocken. Ebenso können Hefe sowie auch Hefeflocken deine Milchmenge nach oben katapultieren. Grundsätzlich solltest du Vollkornprodukte aber nur in geringen Maßen genießen. Gerade bei zu viel Hefe kann dein Kind nämlich eventuell Blähungen bekommen.

5. Tipp: Kräuter

Gewürzen und Kräutern werden zahlreiche Heilkräfte sowie verschiedene Wirkungsbereiche zugeschrieben. Es ist also kein Wunder, dass sich das ein oder andere Kraut auch prima für das Anregen der Milchproduktion eignet. Vor allem Anis und Fenchel sind in diesem Zusammenhang sehr bekannt. Ebenso weisen Eisenkraut und Koriander milchfördernde Eigenschaften auf. Teilweise liest man auch immer wieder von Löwenzahn und Kreuzkümmel. Diesbezüglich konnte eine Wirkungsweise in Bezug auf die Steigerung der Milchproduktion allerdings noch in keiner wissenschaftlichen Studie nachgewiesen werden.

2. Mit welchen Methoden kann ich die Milchbildung fördern?

Du kannst während der Stillzeit deine Milchproduktion auch mit bestimmten „Methoden“ positiv beeinflussen. Hier unsere Top 3 im Überblick:

  1. Häufiges Stillen: Schon gewusst? Indem du dein Sprössling häufig an die Brust lässt, entleerst du deine Brüste regelmäßig und kannst somit deinen natürlichen Prolaktinspiegel steigern. Idealerweise legst du dein Baby entweder alle ein bis drei Stunden oder schon bei frühen Hungerzeichen (z. B. Saugbewegungen, Unruhe etc.) an. Wichtig ist, dass du beide Seiten anbietest und während des Stillens die Brüste wechselst. Um die Milchbildung zu fördern, sollte dein Baby laut Leitlinien an der ersten Brust so lange gestillt werden, bis es gesättigt erscheint (durchschnittlich etwa 15 bis 20 Minuten) ehe du die zweite Brust anbietest.
  2. Brustmassage: Ja, auch die Brust sollte ausreichend gepflegt werden. Eine Massage tut nicht nur gut, sondern kann die Milchproduktion ebenfalls steigern. Hierfür kannst du ein spezielles Stillöl verwenden oder einfach zu herkömmlichen Produkten mit edlen Pflanzenölen greifen – wie etwa das Massageöl von HiPP Mamasanft mit beruhigendem Bio-Mandelöl, hochwertigem Jojobaöl und wertvollem Sanddornöl. Trage das Öl täglich auf und massiere es sanft in die Haut deiner Brüste ein.
  3. Künstliche Sauger vermeiden: Tatsächlich solltest du deinem Baby in den ersten acht Lebenswochen keine zusätzlichen Saugmöglichkeiten (wie Schnuller, Flasche o. ä.) anbieten. Das kann unter anderem zu Verwirrungen führen und deinen Nachwuchs dazu animieren, seltener die Brust zu nehmen. Sehr kontraproduktiv, wenn du deine Milchproduktion aufrechterhalten oder steigern möchtest.

3. Was kann die Milchproduktion hemmen?

Es gibt nicht nur Lebensmittel, welche die Milchbildung anregen, sondern diese unter Umständen sogar hemmen kann. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, solltest du auf folgende Nahrungsmittel in der Stillzeit weitestgehend verzichten:

  • verschiedene Kräuter (wie Petersilie, Salbei und Pfefferminze)
  • Alkohol und andere Drogen (versteht sich ohnehin von selber, dass diese in der Stillzeit ein No-Go sind)
  • Rauchen hemmt ebenfalls die Milchbildung
  • zu viel Kaffee ➤ hier kannst du nachlesen, wie viel Kaffee in der Stillzeit generell erlaubt ist

Zudem gibt es Lebensmittel, die zwar nicht die Milchbildung hemmen, aber bei deinem Kind unter Umständen zu Blähungen, Allergien oder Hautausschlag führen können – wie zum Beispiel:

  • bestimmte Kohlarten
  • Lauch
  • Spargel
  • Zwiebeln
  • Hülsenfrüchte
  • frisches Brot
  • einige Obstsorten (wie Zitronen, Orangen, Grapefruits und Mandarinen)
  • Kuhmilch

Der Genuss von Knoblauch und Spargel kann zusätzlich den Geschmack der Muttermilch beeinträchtigen, was deinen Schatz womöglich nicht sonderlich begeistert.

Wichtig: Solange die genannten Lebensmittel deinem Baby und dir guttun, musst du auf diese während der Stillzeit natürlich absolut nicht verzichten. Ein abwechslungsreicher, gesunder und ausgewogener Speiseplan führt zudem zu einer geschmacklichen Variation der Milch und hat somit positive Auswirkungen auf die Geschmacksentwicklung deines Würmchens. Ebenso sind die aufgeführten Lebensmittel zwar im Gespräch, wissenschaftliche Belege gibt es für deren Wirksamkeit bisher aber noch nicht.

Auf der Suche nach weiteren Informationen rund um das Thema Stillen? Hier findest du mehr:

Hast du (noch weitere) Tipps für milchfördernde Lebensmittel oder Methoden, um die Milchbildung in der Stillzeit anzuregen? Falls ja, würden wir uns über dein Know-how in den Kommentaren freuen! ❤️

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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