Ist Honig in der Stillzeit erlaubt oder gefährlich?

Ob auf dem Brot, im Tee oder zum Backen statt Zucker: Honig ist vielfältig und lecker. Aber ist er auch für stillende Mamas erlaubt? Hier liest du alles, was du zu dem Thema Honig in der Stillzeit wissen musst.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

Ernährungsexpertin Lydia Wilkens von essenZ Hamburg hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.

  • Honig ist auch in der Stillzeit erlaubt und gesund.
  • Er hat antibakterielle und antioxidative Eigenschaften.
  • In seltenen Fällen kann Honig Botulismus auslösende Sporen enthalten, sie werden aber nicht über die Muttermilch an den Säugling weitergegeben.
  • Achte auf eine gute Handhygiene, damit dein Baby vorm ersten Lebensjahr nicht direkt mit Honig in Kontakt kommt.

Hier findest du noch mehr Infos zum Thema (kein) Honig fürs Baby

2. Darf ich während der Stillzeit Honig essen?

Ja, Honig ist als natürlicher Süßstoff sicher und gesund, auch in der Stillzeit. Honig hat einen hohen Anteil an Fruktose und Glukose, die vor körperlicher Aktivität für Energie und Ausdauer sorgen. Wusstest du schon, dass Honig auch  heilende Wirkungen haben kann? Er kann bei Erkältung und Halsschmerzen helfen und seine antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften können das Immunsystem stärken.

Honig in der Stillzeit: Ein natürliches Mittel gegen Husten

Wenn du krank bist, können natürliche Hausmittel dir während der Stillzeit gegen viele Dinge helfen. Honig ist zum Beispiel ein guter Tipp bei Erkältung und ganz besonders bei Husten. Aus Honig und Zwiebeln kannst du dir nämlich ganz schnell und einfach einen natürlichen Hustensaft selber machen. Und der ist ab dem 1. Geburtstag auch für dein Kind geeignet.

3. Warum ist Honig in der Stillzeit erlaubt, obwohl er für mein Baby gefährlich ist?

Bestimmt weißt du, dass du deinem Baby vor seinem ersten Geburtstag keinen Honig geben darfst. Das liegt daran, dass Honig ein Naturprodukt ist und in seltenen Fällen Clostridium botulinum enthalten kann. Das sind spezielle Sporen, die bei und Erwachsenen zu einer Lebensmittelvergiftung führen können. Für Babys können schon kleine Spuren davon lebensgefährlich werden.

Aber keine Sorge: Die Sporen können nicht über die Muttermilch übertragen werden. Das liegt daran, dass unser Körper sie im Normalfall leicht abbauen und ausscheiden kann. Dadurch gelangen keine Giftstoffe in den Blutkreislauf. Außerdem sind die Sporen viel zu groß, um ihren Weg in die Milch zu finden. Nur wenn dein Baby den Honig selbst isst, kann das gefährlich werden.

Was kann passieren, wenn mein Baby Honig isst?

Wenn ein Baby, das jünger als 1 Jahr ist, in direkten Kontakt mit dem Bakterium aus dem Honig kommt oder sie verschluckt, kann das fatale Folgen haben. Die Sporen von Clostridium botulinum können sich im Darm des Säuglings explosionsartig ausbreiten und kommen darüber in den Blutkreislauf.  Im schlimmsten Fall kann das zu so genanntem Säuglingsbotulismus führen, der lebensbedrohlich für ein Baby ist.  Mehr Infos zu den möglichen Folgen eine Infektion findest du hier.

4. Worauf sollte ich achten, wenn ich Honig in der Stillzeit esse?

  1. Desinfiziere deine Hände regelmäßig.
  2. Achte nach dem Verzehr von Honig besonders auf die Handhygiene, damit Hände und Lippen deines Babys nicht mit dem Lebensmittel in Kontakt kommen.
  3. Trage den Honig nicht auf deine Haut oder deine Brüste auf, da dein Säugling damit in Berührung kommen könnte.
  4. Biete einem Baby unter einem Jahr auf keinen Fall Honig an.
  5. Entscheide dich für gefilterten anstelle von rohem Honig.

Du bist aktuell schwanger? Dann findest du hier alle Infos zu Honig in der Schwangerschaft.

Unsere Expertin

Ernährungsexpertin Lydia Wilkens von essenZ Hamburg hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.Dieser Text wurde inhaltlich geprüft von Ernährungswissenschaftlerin Lydia Wilkens. Die Diplom-Ökotrophologin hat 14 Jahre Erfahrung im Bereich der Ernährungskommunikation und -beratung. Als zweifache Mutter liegt einer ihrer Schwerpunkte im Ernährungsteam von essenZ, Dr. Heike Niemeier in Hamburg und der Schule des Essens in der Ernährungsberatung und -therapie von Familien und Kindern.

Außerdem führt sie Ernährungsprojekte für Kinder, Eltern und Multiplikator:innen in Kitas und Schulen durch. Als Expertin rund um das Thema Mütter- und Kinderernährung unterstützt sie die Redaktion von Echte Mamas mit praxisnahem Fachwissen.

Hier findest du mehr Infos rund ums Thema Stillen.

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Wiebke Tegtmeyer
Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Nach meinem Bachelor in Medienkultur, einem Volontariat und einigen Jahren Erfahrung als (SEO-)Texterin bin ich passenderweise nach meiner zweiten Elternzeit bei Echte Mamas gelandet. Hier kann ich als SEO-Redakteurin meine Leidenschaft für Texte ausleben, und auch mein Herzensthema Social Media kommt nicht zu kurz. Dabei habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Ernährung von der Schwangerschaft über die Stillzeit bis hin zum Babybrei beschäftigt. Und wenn ihr auf der Suche nach einem Vornamen für euer Baby seid, kann ich euch garantiert passende Vorschläge liefern. Außerdem nutze ich die Bastel-Erfahrungen mit meinen beiden Kindern für einfache DIY-Anleitungen. Wenn der ganz normale Alltags-Wahnsinn als 2-fach Mama mich gerade mal nicht im Griff hat, fotografiere ich gern, gehe meiner Leidenschaft für Konzerte nach oder bin im Volksparkstadion zu finden.

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