Grießbrei fürs Baby: Ab wann darf ich ihn geben?

Kommt bei deinem Liebling schon Grießbrei auf den Löffel? Sowohl mittags als auch zum Abendbrot schmeckt der warme Milch-Getreide-Brei oftmals sogar der ganzen Familie ziemlich gut. Aber ab welchem Alter kannst du Grießbrei deinem Baby eigentlich ohne Bedenken anbieten? Alle Antworten, Tipps und gesunde Rezepte zum Nachkochen gibt es hier bei uns!

1. Das Wichtigste auf einen Blick

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.

  • Für Babys und Kleinkinder bietet sich Grießbrei ab dem siebten Monaten besonders gut an.
  • Beim Kauf von Grießbrei solltest du darauf achten, dass das Produkt aus 100 % Grieß besteht und keine Zusätze (wie Salz oder Zucker) enthält.
  • Du möchtest den Grießbrei mit Kuhmilch zubereiten? Die ist für Babys ab dem 6. Monat zwar grundsätzlich erlaubt, die täglich empfohlene Menge von 200 ml sollte allerdings nicht überschritten werden – und wird oft schon durch den Milch-Getreide-Brei abgedeckt. Du kannst den Grießbrei alternativ mit Pre-Milch oder Muttermilch zubereiten.
  • Auf zusätzliches Obst solltest du beim Grießbrei erst einmal verzichten. Das kann die Verdauung deines Babys überfordern.
  • Gekochten Grießbrei kannst du problemlos für zwei Tage im Kühlschrank lagern.

2. Ab wann darf mein Baby Grießbrei essen?

Um mit dem Füttern von Grießbrei zu beginnen, sollte dein Baby bereits mit der Beikost vertraut sein. Zahlreiche Experten empfehlen den Verzehr von Grießbrei oft erst ab dem siebten oder achten Monat. Als erste Beikost ist die Mahlzeit also eher nicht geeignet, was unter anderem daran liegt, dass der oft noch unausgereifte Darm mit der Verdauung von Getreideprodukten schnell überfordert sein kann. Die Folge: unangenehme Verstopfungen.

Wie kann ich mein Baby an Grießbrei gewöhnen?

Wenn dein Baby den Grießbrei nicht auf Anhieb mag, dann solltest du in Sachen Essen generell nicht so schnell aufgeben. Viele kleine Kinder brauchen oft eine Weile, um sich an neue Geschmäcker, Konsistenzen & Co. zu gewöhnen. Ganz ohne Druck kannst du deinem Baby hin und wieder ein paar Löffelchen Grießbrei anbieten. Sobald diese gut angenommen werden, steht vielleicht schon bald eine ganze Portion auf dem Speiseplan.

3. Was für Grieß ist für Babys am besten?

Es gibt verschiedene Sorten Grießbrei. Da fällt die Auswahl oftmals gar nicht so leicht. Beim Einkaufen solltest du daher vor allem die Zutaten im Auge behalten. Reiner Grieß ist besonders zu empfehlen, da er keine unnötigen Zusätze wie Salz oder Zucker enthält. Worauf du außerdem noch achten solltest, erfährst du in der Checkliste im letzten Kapitel dieses Artikels.

4. Grießbrei fürs Baby mit Milch oder Wasser kochen?

Für die Zubereitung von Grießbrei kannst du Milch oder auch Wasser verwenden. Mit Milch schmeckt der Babybrei oft etwas besser. Das bedeutet aber nicht, dass du zwingend Kuhmilch nutzen musst. Du kannst den Grießbrei für dein Baby auch mit Muttermilch oder Pre-Milch anrühren. Gelegentlich kannst du auch zu pflanzlichen Alternativen wie Hafermilch greifen und ein wenig Öl dazugeben.  Aber Achtung: Pflanzliche Ersatzprodukte sind kein vollwertiger Ersatz für Kuhmilch, weil sie kein Eiweiß und kaum Vitamine enthalten.

Tipp: Damit du die richtige Konsistenz erhältst, ist ein Schuss Beikostöl zur Pflanzenmilch perfekt. Dadurch wird zudem die Verdauung unterstützt und die Aufnahme von Vitaminen verbessert. Planst du Kuhmilch langsam auf den Speiseplan deines Babys zu setzen, kannst du den Grießbrei zur Hälfte mit Wasser und zur anderen Hälfte mit Milch zubereiten.

5. Kann Grießbrei bei meinem Baby Blähungen und Bauchschmerzen verursachen?

Ja, besonders am Anfang kann es sein, dass dein Baby Bauchweh bekommt, nachdem es Grießbrei gegessen hat. Das liegt daran, dass sich sein Verdauungssystem erst an Getreide gewöhnen muss. Deshalb gilt auch die Empfehlung, die ersten Versuche mit Grießbrei nicht zu früh zu starten. Denn vor dem siebten Monat kann das kleine Bäuchlein den Grieß noch nicht richtig verarbeiten. Wenn dein Kind danach Blähungen oder Bauchweh bekommt, warte am besten eine Weile, bevor du den nächsten Versuch startest, und gib ihm nur eine ganz kleine Portion.

6. Kann ich Grießbrei für mein Baby einfrieren bzw. aufwärmen?

Nein. Milchbrei sollte grundsätzlich nicht eingefroren werden, weil sich beim Auftauen Keime bilden und/oder die Milch verderben kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob du den Grießbrei mit Kuhmilch, Pre-Milch oder Muttermilch zubereitest.

Wie lange ist gekochter Grießbrei haltbar?

Wenn der Grießbrei gekocht ist, hält er sich im Kühlschrank bis zu drei Tage. Du solltest allerdings darauf achten, die Schüssel oder Dose gut zu verschließen.

Kann mein Baby Grießbrei auch kalt essen?

Ja, grundsätzlich kannst du deinem Baby auch kalten Grießbrei anbieten. Vorausgesetzt, er wurde vorher richtig gekocht und in der Zwischenzeit gut gekühlt. Sehr gut geht das auch mit fertigem Grießbrei aus Babygläschen. Dabei solltest du allerdings darauf achten, dass sie möglichst keinen zusätzlichen Zucker enthalten – und auch keine Zusatzstoffe.

Kann ich meinem Baby Grießbrei auch mit Obst geben?

Obst und Grießbrei klingt nach einer leckeren Kombination. Allerdings solltest du dein Würmchen anfangs nicht mit den verschiedenen Geschmäckern überfordern. Daher empfiehlt sich erst einmal mit wenig Grießbrei zu starten und die Mahlzeit nach und nach mit unterschiedlichen Früchten zu verfeinern.

Hinweis: Bei den Früchten solltest du darauf achten, dass diese an das Alter deines Babys angepasst sind und grundsätzlich gut vertragen werden. Zitrusfrüchte eignen sich zum Grießbrei beispielsweise eher weniger gut. Apfelmus oder Mangomark sind dagegen sehr zu empfehlen.

7. Warum ist Grießbrei vor allem abends zu empfehlen?

Grießbrei (oder auch anderer Babybrei aus Getreide) ist vor allem abends ziemlich beliebt. Aber warum eigentlich? Tatsächlich geht die Zubereitung von Grießbrei nicht nur ziemlich fix, die abendliche Mahlzeit sättigt auch gut. Dadurch kann dein Baby anschließend hoffentlich entspannt schlafen und wacht nachts weniger oft auf, weil es Hunger hat. Sollte dein Schatz von dem Brei allerdings Bauchweh bekommen oder sogar schlechter schlafen, kannst du versuchen, den Grießbrei mittags anzubieten.

8. Checkliste: Worauf sollte ich beim Grießbrei für mein Baby achten?

Hast du gewusst, dass es Grießbrei nicht nur aus Weizen gibt, sondern auch aus Dinkel, Hirse und Reis? Sollte dein Spatz also eine Sorte nicht mögen oder weniger gut vertragen, kannst du einen anderen Grießbrei ausprobieren. Es gibt aber noch ein paar weitere Dinge, die idealerweise zu beachten sind:

  1. Grundsätzlich solltest du beim Grießbrei stets auf die Reinheit achten. Fertigprodukte sind deshalb nicht unbedingt zu empfehlen, da diese oft nicht zu 100 Prozent aus Grieß bestehen. Lieber den Grießbrei selber anrühren!
  2. Für das Zubereiten von Grießbrei wird gerne Kuhmilch verwendet. Das ist grundsätzlich ab dem 6. Monat möglich, du solltest aber darauf achten, die täglich empfohlene Kuhmilch-Menge von 200 ml nicht zu überschreiten.
  3.  Möchtest du kein Wasser verwenden, sind gelegentlich (!) auch pflanzliche Alternativen wie Hafer- oder Kokosmilch in Ordnung.
  4. Beginne zunächst nur eine geringe Menge Grießbrei zu füttern – ohne zusätzliche Früchte oder Obstmus. Denn das Obst kann die Verdauung deines Babys in Kombination mit dem Brei überfordern. Tipp: Möchtest du nicht auf Früchte verzichten, dann starte mit dem Obst und serviere anschließend den Grießbrei.

9. Rezepte: Grießbrei fürs Baby selber machen

Ob mit Milch oder ohne: Diese beiden Rezepte für Grießbrei schmecken Babys besonders gut und sind zudem schnell nachgekocht.

1. Rezept: Grießbrei fürs Baby ohne Milch

Das Rezept von rezeptwelt.de kommt ganz ohne Milch aus und wird mit Wasser und etwas Pre-Nahrung gezaubert.

Das brauchst du:

  • 200 ml Wasser
  • 20 g Grieß
  • 20 g Obstmus
  • drei Esslöffel Pre-Nahrung

Zubereitung:

  1. Gib das Wasser in einen Topf und lasse es aufkochen.
  2. Anschließend kommt der Grieß hinzu. Diesen im Topf für einige Minuten köcheln lassen.
  3. Jetzt fügst du das Pulver der Pre-Nahrung dazu.
  4. Und zum Schluss fehlt dann nur noch das Obstmus. Guten Appetit!

2. Rezept: Grießbrei für Babys mit Banane

Wenn dein Baby schon Kuhmilch bekommt, kannst du diesen Abendbrei von babybrei-selber-machen.de zubereiten!

Zutaten:

  • 20 g Vollkorngrieß
  • eine viertel Banane
  • 200 ml Milch

So geht’s:

  1. Koche die Milch in einem kleinen Topf auf.
  2. Rühre nun den Grieß unter und lasse diesen für rund drei Minuten leicht köcheln.
  3. Jetzt die Banane schälen und mit einer Gabel zerdrücken.
  4. Gib die Banane zu dem Grießbrei und vermenge alles. Du kannst dafür auch einen Pürierstab zu Hilfe nehmen. Fertig!

Habt ihr auch tolle Rezepte für Grießbrei?

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Wir wünschen deinem Baby guten Appetit!

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Unsere Expertin

Diplom-Ökotrophologin Pamela Koch hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.Pamela Koch ist Diplom-Ökotrophologin und Ernährungstherapeutin. Seit 14 Jahren berät sie Familien und Multiplikator*innen wie Erzieher*innen zu den Themen Allergieprävention, Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie von Säuglingen und Kindern.

In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten und Hebammen hat sie in Ihrer Praxis mittlerweile mehr als 2.000 Familien beraten. Als dreifache Mutter liegen ihr die gesunde Ernährung und die therapeutische Unterstützung von Familien besonders am Herzen.

Hier findest du viele weitere Infos, Tipps und Rezepte zum Thema Babyernährung

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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