„Fluch oder Segen? Wie es für mich ist, Alexa zu heißen“

Manche Vornamen machen es den Träger*innen leicht, andere wiederum können schnell zu Hänseleien führen. Ein Name, bei dem sich das von heute auf morgen grundlegend geändert hat, ist Alexa. Seit Amazon seine digitale Sprachassistentin vorgestellt hat, ist für viele ihrer Namenträgerinnen nichts mehr wie zuvor. Aber wie ist es eigentlich, wenn man Alexa heißt? Wir haben unsere Kollegin gefragt, was sie mit ihrem Namen schon erlebt hat, und ob sie ihn selbst eigentlich mag oder vielleicht doch manchmal verflucht.

Woher kommt der Name Alexa?

Der Name Alexa ist die Kurzform von Alexandra, stammt aus dem Griechischen und bedeutet „die Männerabwehrende“, „die Beschützende (der Männer)“ oder „die Verteidigerin“. Klingt eigentlich gut, oder?

Wenn da nicht das ABER wäre. Denn im Jahr 2014 stellte Amazon seinen Sprachassistenten vor – und nannte ihn Alexa. An sich auch noch nicht schlimm, allerdings führte es dazu, dass viele Frauen und Mädchen, die ebenfalls Alexa heißen, sich seitdem immer wieder Sprüche und Hänseleien anhören müssen.

Der Vorname Alexa führt oft zu Hänseleien

Wir erinnern uns zum Beispiel an Baby Emily, das denkt, es heißt Alexa, weil die Eltern den Sprachassistenten scheinbar etwas zu oft genutzt haben.

Während diese Geschichte zumindest noch ganz lustig klingt, sieht es bei vielen anderen Kindern leider anders aus. Denn der Name Alexa steht auf der Liste der Vornamen, die zu Hänseleien führen können, ganz oben. Viele Mädchen, die den Namen tragen, werden sogar deshalb gemobbt, teilweise mit dramatischen Folgen. Die Elterninitiative „Alexa is a human“ (Alexa ist ein Mensch) fordert deshalb sogar, dass Amazon den Namen seiner Sprachassistentin ändert.

Und auch das Verwaltungsgericht Göttingen gab im Juni 2022 einer Klägerin recht, die eine Namensänderung durchsetzen wollte, weil ihr die Hänseleien zu viel wurden.

Sag mal, Alexa, wie ist es für dich mit deinem Namen?

Seit Anfang Juni haben wir bei Echte Mamas eine neue Kollegin. Sie heißt – na, wer rät es? – Alexa! Diese Gelegenheit haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen und nachgefragt: Wie ist es eigentlich, Alexa zu heißen? Wie unsere Alexa zu ihrem Namen gekommen ist, was sie damit erlebt hat, und warum sie ihn heute sehr positiv sieht, hat sie uns erzählt:

Am Anfang fand ich meinen Namen doof

„Mein Vater hieß Alexander, von ihm habe ich also meinen Vornamen quasi geerbt. Im Sauerland, wo ich groß geworden bin, war der Name zu dieser Zeit eher selten. Deshalb fand ich ihn lange Zeit auch doof, weil er eben so anders war als die anderen Namen. Allerdings hat mich auch kaum jemand mit Alexa angesprochen, denn mein Name wurde mein Leben lang schon abgekürzt. Ich hieß also immer Alex, Lex, Lexi usw. Das hat sich lustigerweise auch bis heute nicht geändert.

Als dann die „Alexa“ rauskam, wurde ich natürlich von allen angesprochen. Besonders in der Anfangszeit war das überall ein Riesenthema. Alle sprachen mich an und fanden es auch sehr lustig, mir Alexa-Sprüche zu schicken. Ich weiß nicht, wie oft ich gehört habe: ‚Alexa – mach mal Sport!‘

Der Name Alexa sorgt für viele lustige Erlebnisse

Dafür gab und gibt es auch heute noch immer wieder lustige Erlebnisse wegen meines Namens. Zum Beispiel heißt eine meiner Freundinnen tatsächlich Siri. Alexa und Siri zusammen auf dem Oktoberfest, das war natürlich ein Highlight! Meine Freunde erzählen mir ständig, dass ihre „Alexa“ immer angeht, wenn sie mit mir telefonieren. Und hier bei Echte Mamas haben die Kolleginnen auch schon gesagt, dass sie ihre Geräte zuhause bei unseren Online-Meetings ausschalten müssen.

Lachen muss ich immer, wenn jemand mich fragt, wie es denn sei, Alexa zu heißen – und tatsächlich denkt, diese Frage hätte ich noch nie vorher gehört.

Mein Name ist der beste Eisbrecher

Ganz ehrlich, natürlich war es zwischendurch auch mal nervig, dass so viele einen Kommentar oder Spruch zu meinem Namen abgeben mussten. Aber richtig gestört hat es mich nie. Ganz im Gegenteil: Irgendwann habe ich entschieden, den Spieß umzudrehen, und die Aufmerksamkeit für mich zu nutzen.

Ich hatte schon immer Jobs mit viel Kundenkontakt, und da ist mein Name der beste Eisbrecher, den man sich vorstellen kann. Er hat schon so oft für einen super Einstieg gesorgt und verschafft mir in Verkaufsgesprächen die nötige und wichtige Nahbarkeit.

Mittlerweile mag ich meinen Namen total, denn er sorgt immer wieder für Schmunzler und viele tolle Begegnungen mit netten Menschen.“

Liebe Alexa, vielen Dank, dass Du uns Deine Geschichte erzählt hast!

Tipp: So kannst du den Namen deines Sprachassistenten ändern

Was viele nicht wissen: Amazons Sprachassistent wurde nicht nach einer Frau benannt. Alexa ist in diesem Fall eine Hommage an die große Bibliothek von Alexandria, die bedeutendste Bibliothek der Antike. Als Künstliche Intelligenz hat Alexa kein Geschlecht und verfügt deshalb über verschiedene Stimmen. Wenn du möchtest, kannst du den Namen und damit auch das Aktivierungswort ändern, und zwar in “Amazon”, “Computer”, “Echo” oder “Ziggy”. Dann vermiedest du auch, dass das Gerät in Meetings anspringt, oder deine Kinder irgendwann auf den falschen Vornamen reagieren 😉

Wir freuen uns auf deine Geschichte!

Hast du auch einen besonderen Namen und Lust, uns von deinen Erfahrungen zu erzählen?  Oder hast du eine ganz andere Geschichte, die Du mit uns und vielen anderen Mamas teilen magst? Dann melde Dich gern! Ganz egal, ob Vorname, Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Mamaleben, besonders schön, ergreifend, traurig, spannend oder ermutigend – ich freue mich auf Deine Nachricht an [email protected]

Wiebke Tegtmeyer
Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Nach meinem Bachelor in Medienkultur, einem Volontariat und einigen Jahren Erfahrung als (SEO-)Texterin bin ich passenderweise nach meiner zweiten Elternzeit bei Echte Mamas gelandet. Hier kann ich als SEO-Redakteurin meine Leidenschaft für Texte ausleben, und auch mein Herzensthema Social Media kommt nicht zu kurz. Dabei habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Ernährung von der Schwangerschaft über die Stillzeit bis hin zum Babybrei beschäftigt. Und wenn ihr auf der Suche nach einem Vornamen für euer Baby seid, kann ich euch garantiert passende Vorschläge liefern. Außerdem nutze ich die Bastel-Erfahrungen mit meinen beiden Kindern für einfache DIY-Anleitungen. Wenn der ganz normale Alltags-Wahnsinn als 2-fach Mama mich gerade mal nicht im Griff hat, fotografiere ich gern, gehe meiner Leidenschaft für Konzerte nach oder bin im Volksparkstadion zu finden.

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