Zahnen schuld? Regenbogenbaby stirbt wegen Fehlannahme

Als Mama Michelle Murrell aus Sydney ihren tragischen Irrtum bemerkt, ist es schon zu spät für ihr Regenbogenbaby Blake. Das Kind muss in ein künstliches Koma versetzt werden und stirbt im Alter von nur einem Jahr. Für die Familie ein furchtbarer Schicksalsschlag, doch sie hoffen, dass ihre Geschichte andere warnen kann.

Als Michelle ihren Sohn am 28. Juli von der Kinderbetreuung abholt, bemerkt sie, dass es ihrem Kind nicht gut geht, wie sie der Daily Mail erzählt. Er wirkt angeschlagen, hat Fieber und erbricht sich. Die Eltern gehen fälschlicherweise davon aus, dass der kleine Blake Zahnungsprobleme hat – oder mal wieder eine Erkältung mit nach Hause bringt.

Sie ahnen nicht, dass ihr Kind unter einer Meningitis leidet.

„Ich bemerkte zum ersten Mal, dass Blake krank war, als er anfing, Fieber zu bekommen, aber wir machten uns keine Sorgen, da er ständig Erkältungen aus der Kindertagesstätte nach Hause brachte“, erinnert sich die Mama gegenüber der Daily Mail Australia. Außerdem wären zu dieser Zeit mehrere Zähnchen gleichzeitig bei ihrem Sohn durchgekommen. „Also haben wir das im Auge behalten und er hatte etwas Erbrechen und Fieber, aber wir waren nicht übermäßig besorgt.“

Michelle beobachtete sogar, dass es Blake zunächst etwas besser ging, doch dann ging es plötzlich wieder bergab. „Ich bin Krankenschwester, also habe ich ihn nur mit Flüssigkeit versorgt und das Fieber in den Griff bekommen, bis ich eines Nachts bemerkte, dass er seinen Kopf komisch hielt und das machte mich aufmerksam.

Weil ihr Sohn sehr steif wirkte, entschied die Mutter in die Notaufnahme zu fahren.

„Er hatte Fieber und sie haben ihn sofort aufgenommen, weil er ziemlich dehydriert war, obwohl wir seine Flüssigkeitszufuhr aufrecht erhalten haben“, erzählt sie. „Dann fing er an, Anfälle zu haben, es war wie ein Zucken in seinem Arm und seinem Bein. Nach einigen Untersuchungen finden die Ärzte heraus, dass der kleine Blake eine sehr schlimme Infektion hatte. Michelle erinnert sich: „Ich nehme an, Meningitis war im Hinterkopf, aber sie haben damals nie wirklich eine klare Diagnose gestellt.”

Der Zustand des Kindes verschlechtert sich und es kommt auf die Intensivstation. Für die Eltern eine furchtbare Situation. Blake ist ihr „Wunderjunge”, da Michelle mehrere Fehlgeburten erleiden und sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen musste, bevor sie mit ihm schwanger wurde.

Wenig später muss Blake ins künstliche Koma versetzt werden.

Nicht nur die Infektion war ein großes Problem, sondern vor allem eine Schwellung seines Gehirn. Nun stand die Diagnose Meningitis auch offiziell fest. Leider konnten die Ärzte nichts mehr für den kleinen Jungen tun, der Schade an seinem Gehirn war schon zu groß. Sie bereiteten die Eltern darauf vor, dass sie Abschied nehmen müssen.

„Wir wussten, dass wir nie bereit sein würden, aber wir wollten es nicht in die Länge ziehen, also ließen wir ihn gehen, nachdem wir Abschied genommen hatten.” Am 16. August werden die Geräte ausgeschaltet und Blake stirbt. „Er war unser kleines Wunder, er war ein IVF-Baby und wir haben es so oft versucht (…). Es ist einfach nicht fair. Es ist wirklich nicht fair”, sagt Mama Michelle.

Inzwischen wurden der Familie die Asche des Kindes übergeben, dass habe ihnen etwas Frieden gegeben. Wir wünschen ihnen alles Gute und viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg. Am liebsten erkunde ich mit ihm die vielen grünen Ecken der Stadt.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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