Tomate für Babys? Ab wann und wie viel ok ist

Auf Anhieb das richtige Gemüse für den Babybrei zu finden, ist nicht immer einfach. Bei Tomaten, die von Natur aus viel Säure enthalten, trifft das umso mehr zu. Wir verraten dir, warum die rote Pflanze für deinen Schatz erst ab dem 11. Monat geeignet ist, wie viel Tomate für Babys ok ist und auf was du sonst noch achten solltest.

1. Das Wichtigste zusammengefasst

  • Dürfen Babys Tomaten essen? Die Antwort lautet: Ja. ABER:
  • Erst ab 10 oder 11 Monaten, besser bis nach dem 1. Geburtstag warten.
  • Der Grund: Das Gemüse enthält viel Säure und den Stoff Solanin. All das kann bei Säuglingen unter anderem auf den Magen schlagen, zu einem wunden Po führen und Allergien auslösen.
  • Auf Nummer sicher gehst du, wenn du das rote Wunder kochst – und nicht roh gibst. Besonders die Schale ist schwer zu verdauen. Und: alles Grün wegschneiden, heißt auch den Stielansatz.
  • Wie viel Tomate für Babys ist in Ordnung? Am besten nach dem ersten Babyjahr mit kleinen Mengen starten, die du mit anderen Lebensmitteln im Babybrei vermischst.

2. Ist Tomate für Babys geeignet?

Ohne Frage, Tomaten sind wahnsinnig lecker und noch dazu sehr gesund, denn sie enthalten viel Vitamin C. Leider sind sie durch ihre Säure aber auch schwer verdaulich und damit für Kleinkinder ungeeignet.

Experten empfehlen daher, Tomate für Babys nicht vor dem 11. Lebensmonat zu füttern, am besten erst nach vollendetem ersten Lebensjahr.

Warum ist insbesondere das Grün für Babys nicht gut?

Natürlich ist es nicht verboten, deinen Schatz probieren zu lassen. Doch sollte dir immer klar sein, welche Stoffe in dem saftigen Gemüse enthalten sind. Solanin beispielsweise, das in größeren Mengen unangenehme Nebenwirkungen haben kann wie Fieber, Halskratzen oder Bauchweh. Es befindet sich im Grün der Tomaten, das heißt in grünen Stellen, Blättern und im Stielansatz. Also immer gut entfernen!

Da sich das Verdauungssystem deines Lieblings erst noch entwickeln muss, können schon kleine Mengen fiese Folgen haben. Deshalb raten wir dir, lieber zu verzichten. Sollte dein Baby früher als ab dem empfohlenen 11. Lebensmonat davon essen, könnte es nämlich Magenverstimmungen, Allergien, einen wunden Po oder auch Durchfall bekommen.

Übrigens: Auch danach kann es passieren, dass dein Mäuschen das (noch) nicht gut verträgt. Dann warte einfach noch ein paar Wochen oder Monate.

Beikoststart – und jetzt?

Am besten du mischst einfach andere Gemüsesorten in den Babybrei, wenn du mit Beikost startest. Zum Beispiel Kürbis oder Pastinake. Oder reichst diese gekocht als Fingerfood, wenn du auf Brei verzichten magst (Baby-Led-Weaning). Eine Kombi ist natürlich auch möglich und wird von vielen Familien gern genutzt. Übrigens: Karotte wirkt stopfend und ist deshalb für den Anfang der Beikost nicht ganz optimal.

Mehr Informationen findest du in den Broschüren vom Forschungsdepartment Kinderernährung der Universitäts-Kinderklinik Bochum. 

3. Wie viel Tomate fürs Baby ist ok?

Fang am besten nach dem ersten Jahr mit geringen, gekochten Mengen an, die du mit anderen Lebensmitteln vermengst. Das heißt: Tomaten stellen nur eine kleine Komponente dar.

Wenn dein Kleines gut reagiert, kannst du die Portionen nach und nach steigern. Aber: Immer den Po anschauen und auf wunde Stellen achten!

4. Roh oder gekocht? Tomate für Babys zubereiten: So geht´s! (Plus: Rezepte)

Es ist immer besser, wenn du deinem Kind zunächst keine rohen, sondern verarbeitete Tomaten anbietest. Du kannst sie beispielsweise kochen und damit ihren Säuregehalt reduzieren.

Entferne vorher die Tomatenschale. Sie ist zwar sehr gesund, ist aber schwer zu verdauen und kann bei deinem Liebling Bauchschmerzen auslösen. Denke bitte auch daran, das gesamte Grünzeug abzuschneiden.

Leckere Rezepte für Tomatenbrei

Wir stellen dir hier zwei leckere Vorschläge für gesunden Baby-Tomatenbrei vor: Einmal eine Variante mit Reis und Möhren sowie eine mit Nudeln.

Rezept: Reis-Tomaten-Möhrenbrei

Um den Brei aus Reis und Tomaten herzustellen, benötigst du etwa 20 Minuten Zeit.

Schneide 100 Gramm Möhren zuerst in dünne Scheiben. Die kleine Tomate häutest du und entfernst den grünen Strunk. Koche anschließend etwa 25 Gramm Reis ca. 20 Minuten mit 50 ml Wasser auf.

Koche bzw. dünste währenddessen die Gemüsesorten mit etwas Wasser für etwa 15 Minuten (bis sie weich sind). Anschließend alles mit etwas Wasser und einer Prise Rapsöl pürieren und anrichten. (Quelle)

Rezept: Spagetti-Möhren-Tomaten-Brei

Für diesen Mittagsbrei kochst du ca. 30 g Suppennudeln weich und schälst ca. 150 g Möhren. Eine kleine Tomate häuten, entkernen, vom Strunk befreien und stückeln. Lasse die geschnittenen Möhren- und Tomatenwürfel für 15-20 Minuten dünsten (bis sie weich sind) – so bleiben viele Vitamine erhalten.

Püriere die Lebensmittel anschließend mit etwas Wasser und Rapsöl. Mische ganz zum Schluss die gekochten Suppennudeln unter. (Quelle)

Auf kochbar.de findest du ein Rezept mit Vollkornnudeln – sehr gesund!

5. Was gibt es beim Thema Tomate für Babys sonst noch zu beachten?

Vielleicht hast du auch Glück: Es gibt kleine Kinder, die Tomaten problemlos vertragen und gar nicht genug von ihnen bekommen.

Um auch nach dem 11. Monat auf Nummer sicher zu gehen, kannst du auf einige Dinge achten:

  • Kaufe bitte grundsätzlich tadellos aussehende, heile Sorten, die weder verfärbt, noch auf andere Weise beschädigt sind.
  • Es lohnt sich auch, wenn du vorher einen haptischen Test vornimmst. Sie sollten sich grundsätzlich fest, aber nicht knüppelhart anfühlen.
  • Solltest du die Pflanzen über einen längeren Zeitraum lagern wollen, raten wir dir zu Rispentomaten. Diese Tomatensorte hält sich länger frisch.

 

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Wir freuen uns über deinen Kommentar, wünschen deinem kleinen Liebling guten Appetit und ein unvergessliches erstes Lebensjahr!

 

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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