Taschengeld Tabelle: Ab wann & wie viel? Richtige Summe für jedes Alter

Dein Kind soll (bald) Taschengeld bekommen und du fragst dich, wie viel Geld in welchem Alter okay ist? Experten vom Jugendamt geben Empfehlungen pro Woche und Monat. Daraus haben wir dir eine Taschengeld Tabelle zusammengestellt – und beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema: Vorteile, Nachteile, worauf achten etc.

1. Das Wichtigste zur Taschengeld Tabelle auf einen Blick

  • Unsere Taschengeld Tabelle zeigt, welche Summe für welches Alter optimal ist.
  • Ab der Grundschule ist Futter fürs Sparschwein sinnvoll.
  • Ist der Betrag nicht zu hoch, lernen die Kids einen guten Umgang mit Geld.
  • Das Jugendamt veröffentlicht jedes Jahr Empfehlungen.
  • Es handelt sich um Richtwerte, ein Gesetz gibt es nicht.
  • Am Ende ist die Höhe Entscheidung der Eltern – und auch eine Frage der finanziellen Mittel.
  • Dabei gibt es einige Punkte zu beachten.
  • Binde dein Kind gern in deine Überlegungen ein.
  • Auch ein Girokonto könnte sinnvoll sein.

2. Offizielle Taschengeld Tabelle

Meine Erfahrungen

Hach, ich erinnere mich noch an den süßen Duft meiner Naschtüte, die ich mir von meinem ersten eigenen Taschengeld gekauft habe … Damals war ich noch im Kindergarten und habe von meinen Eltern in der Woche 1 Euro für meinen Spartopf bekommen. In der Schulzeit wurde es dann langsam mehr.

Ein paar Jahre lang galt die Regelung: Bist du in der ersten Klasse, gibt es in der Woche 1 Euro Taschengeld. Kommst du in die zweite Klasse, dann gibt es 2 Euro für’s Sparschwein…

Tja, in der fünften Klasse war dann aber leider Schluss mit der jährlichen Erhöhung des Taschengeldes. Ist diese Regelung noch „zeitgemäß“?

Wie viel Taschengeld sollte es denn nun sein?

Grundsätzlich gibt es natürlich keine gesetzliche Regelungdarüber, ob wir unseren Kindern überhaupt Taschengeld geben müssen oder nicht, es kann also jeder für sich entscheiden.

Für alle, denen das schwer fällt, gibt es aber „offizielle“ Orientierungswerte, nach denen sie sich richten können.

RTL hat in einem Beitrag den „Taschengeld-Kompass“ des Jugendamtes vorgestellt, der Eltern anhand einer Taschengeldtabelle eine Vorstellung von angemessenen Summen geben soll.

Taschengeld Tabelle nach Alter und Monat – Empfehlungen vom Jugendamt

Taschengeld Tabelle zum Ausdrucken: Welches Alter wie viel Geld

(Einfach per Rechtsklick speichern und Taschengeld Tabelle ausdrucken)

Kinder: 4 bis 5 Jahre (Kindergarten)

Mit vier oder fünf Jahren können ältere Kindergartenkinder laut Taschengeldtabelle schon ein kleines Taschengeld von 50 Cent in der Woche bekommen. Davon können sie sich einen Lolli oder, nach einigen Wochen des Sparens, auch ein kleines Spielzeug oder ein neues Malbuch kaufen.

6 bis 7 Jahre

Zur Einschulung kann es im Sparschwein schon etwas lauter klimpern. Es wird empfohlen, den Kleinen ein Taschengeld von zwei Euro pro Woche zu geben.

8 bis 9 Jahre

In der Grundschule sind unsere Kinder mittlerweile die Großen und auch das Sparschwein darf größer werden: Zwei bis drei Euro Taschengeld pro Woche werden empfohlen.

Kinder von 10 bis 11 Jahren – ab jetzt pro Monat

Die Kleinen sind mittlerweile gar nicht mehr so klein und sollten ruhig mehr Verantwortung bekommen. Experten raten, von einem wöchentlichen Taschengeld auf ein monatliches Taschengeld zwischen 15 und 20 Euro zu wechseln. So können sie lernen, mit Geld umzugehen, es sich einzuteilen und zu organisieren.

12 bis 13 Jahre

Laut Taschengeldtabelle kann das Taschengeld jetzt monatlich auf 20 bis 25 Euro erhöht werden. Ihr braucht euch auch keine Sorgen machen, dass das Geld nur für Unsinn ausgegeben wird. Viele Kinder sparen in diesem Alter tatsächlich ihr Geld und erfüllen sich dann einen etwas größeren Wunsch. Ein toller Lerneffekt!

Spätestens jetzt könnt ihr als Eltern auch über ein eigenes Girokonto nachdenken. Am besten ein einfaches, kostenloses Guthabenkonto, bei dem euer Sprössling nicht ins Minus rutschen kann.

Mit einem Konto können aber auch schon kleinere Mäuse Bankgeschäfte lernen – ein Mindestalter gibt es nicht.

Kinder von 14 bis 15 Jahren

In diesem Alter wollen sich deine Kinder auch mal das angesagte T-Shirt oder die coole Cap kaufen, die momentan einfach jeder trägt – schließlich sind sie jetzt schon Jugendliche. Damit sie sich das von ihrem Taschengeld leisten können, wird empfohlen, es auf 25 bis 37,50 Euro monatlich zu erhöhen.

Kinder von 16 bis 17 Jahren

Wenn dein Sohn oder deine Tochter finanziell noch komplett auf euch angewiesen ist, dann wird empfohlen, ein Taschengeld von etwa 60 Euro zu geben. Ab 18 raten Experten zu einem Taschengeld bis zu 75 Euro. Oft haben Jugendliche ab 16 aber schon ihren ersten kleinen Job, arbeiten in einem Café und verdienen sich ihr eigenes Geld.

3. Ab wann Taschengeld

Obwohl die Übersicht schon Kinder ab vier Jahren berücksichtigt, geben andere Experten zu bedenken, dass Taschengeld erst ab dem Grundschulalter empfehlenswert ist.

Denn meist fangen Kinder erst ab diesem Zeitpunkt an zu rechnen.

4. Welche Vorteile und Nachteile hat Taschengeld?

Taschengeld ist für Kinder tatsächlich eine prima Methode, um einen verantwortlichen Umgang mit Geld zu lernen. Zudem spüren Kinder, dass man sich nicht immer alles sofort leisten kann und auch mal sparen muss.

Wichtig für ihre Entwicklung!

Tatsächlich sparen laut Statistiken mehr als die Hälfte der Kids einen Teil des Geldes. Über die Jahre kann da einiges zusammen kommen.

Damit das gelingt, ist es wichtig, dass die Kleinen möglichst frei über ihr Geld verfügen. Sie sollten sich aus ihrem Spartopf – je nach Alter – kleine und größere Besonderheiten leisten können: eine Zeitschrift, Süßigkeiten-Tüten oder die neusten Playmobil-Figur zum Beispiel.

Achtung: Weniger ist mehr!

Nachteilig wird Taschengeld nur, wenn die Summe pro Monat unverhältnismäßig hoch ist. Dann hat das Sparschwein den gegenteiligen Effekt: Kids lernen den Wert des Geldes nicht (richtig) einzuschätzen.

Dabei sind wir Eltern die größten Vorbilder. Wenn wir verschwenderisch mit unseren Einnahmen umgehen, wird es wahrscheinlich auch unser Kind tun!

Und was ist, wenn ich mir ein Taschengeld nicht leisten kann?

In vielen Familien ist es aber gar keine bewusste Entscheidung – es ist rein finanziell einfach nicht drin, den Kindern regelmäßig Geld zur eigenen Verfügung zu geben.

Hier empfiehlt das Jugendamt im RTL-Interview, diese Situation offen mit den Kindern zu besprechen. So können diese (allmählich) ein Verständnis dafür entwickeln, warum ihre Freunde Taschengeld bekommen und sie nicht.

Vielleicht sind ein paar wenige Euro pro Monat möglich? Lasst euch nicht von Orientierungswerten unter Druck setzen!

5. Gibt es ein Taschengeld Gesetz?

Nein, es gibt kein Taschengeld-Gesetz. Du musst dich also nicht an die Werte halten.

Wie gesagt: Das alles nur Empfehlungen, die ratlosen Eltern Richtwerte an die Hand geben sollen. Es ist NATÜRLICH immer noch euch überlassen, wie – und ob – ihr euren Kleinen ein Taschengeld geben möchtet.

6. Was muss ich noch zur Taschengeld Tabelle wissen?

  • Ein Entzug des Taschengeldes sollte nicht als Bestrafung genutzt werden. Denn aus dieser Maßnahme lernen Kinder nicht für die Zukunft.
  • Wenn du den Betrag kürzen musst, beispielsweise weil sich deine finanzielle Situation ändert, besprich das unbedingt offen mit deinem Zwerg. So gewinnt er nicht den Eindruck, dass das irgendwas mit ihm zu tun haben könnte.
  • Einem kleineren Kind sollte nicht vorgeschrieben werden, was es zu kaufen hat. Kinder sollten eher ihre eigenen Erfahrungen mit dem Geld machen und daraus lernen.
  • Bei Jugendlichen dagegen kann vereinbart werden, dass das Taschengeld sich erhöht, davon dann aber auch Klamotten, Schulsachen oder andere nützliche Dinge gekauft werden, die vorher die Eltern bezahlt haben.
  • Jungen und Mädchen sollten das gleiche Geld bekommen. Na klar, denkst du jetzt? Dieser Beitrag zeigt, warum das leider nicht die Realität ist.

Und was ist mit einem ersten Job?

Ein Nebenjob ist auch eine gute Möglichkeit, damit Jugendliche den bewussten Umgang mit Geld lernen, erste Arbeitserfahrungen sammeln und verstehen, dass die monatliche Zahlung der Eltern nicht ewig in der Sparbox landet. Das Kind lernt Verantwortung zu übernehmen. All das stärkt das Selbstbewusstsein.

Tolle Nebenjobs sind beispielsweise Babysitting, Gassigehen, Nachhilfeunterricht oder Prospekte verteilen.

Allerdings sollte Zeit für Schule und Freizeit immer Vorrang haben. Außerdem müssen die gesetzlichen Vorschriften beim Umfang der Arbeit eingehalten werden: Ein Kind unter 13 Jahren darf beispielsweise gar nicht arbeiten, danach sind bis zu zwei Stunden täglich nach der Schule grundsätzlich erlaubt – aber für die meisten viel zu viel!

Am besten beginnt ihr erst einmal mit einem Termin in der Woche, und schaut gemeinsam, wie viel okay ist! Spaß sollte es definitiv machen.

Wir danken Lisa Butschalowski für diesen Text!

 

Liebe Eltern, was sind eure Erfahrungen? Wie handhabt ihr den Spartopf bei euch in der Familie? Habt ihr eine eigene Taschengeldtabelle? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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