Taschengeld-Tabelle: Die richtige Summe für jedes Alter

Hach, ich erinnere mich noch an den süßen Duft meiner Naschtüte, die ich mir von meinem ersten eigenen Taschengeld gekauft habe… Damals war ich noch im Kindergarten und habe von meinen Eltern in der Woche 1 Euro für meinen Spartopf bekommen. In der Schulzeit wurde es dann langsam mehr. Ein paar Jahre lang galt die Regelung: Bist du in der ersten Klasse, gibt es in der Woche 1 Euro Taschengeld. Kommst du in die zweite Klasse, dann gibt es 2 Euro für’s Sparschwein… Tja, in der fünften Klasse war dann aber leider Schluss mit der jährlichen Taschengeld-Erhöhung. Ist diese Regelung noch „zeitgemäß“? Wie viel Taschengeld sollte es denn nun sein? Grundsätzlich gibt es natürlich keine gesetzliche Regelung darüber, ob wir unseren Kindern überhaupt Taschengeld geben müssen oder nicht, es kann also jeder für sich entscheiden. Für alle, denen es schwer fällt, sich zu entscheiden, gibt es aber „offizielle“ Orientierungswerte, nach denen sie sich richten können. RTL hat in einem Beitrag den „Taschengeld-Kompass“ des Jugendamtes vorgestellt, der Eltern anhand einer Taschengeld-Tabelle eine Vorstellung von angemessenen Summen geben soll.

Das ist die Taschengeld-Tabelle:

1. Kinder von 4 bis 5 Jahren

Mit vier oder fünf Jahren können ältere Kindergartenkinder laut Taschengeld-Tabelle schon ein kleines Taschengeld von 50 Cent in der Woche bekommen. Davon können sie sich einen Lolli oder, nach einigen Wochen des Sparens, auch ein kleines Spielzeug oder ein neues Malbuch kaufen.

2. Kinder von 6 bis 7 Jahren

Zur Einschulung kann es im Sparschwein schon etwas lauter klimpern. Es wird empfohlen, den Kleinen ein Taschengeld von zwei Euro pro Woche zu geben.

3. Kinder von 8 bis 9 Jahren

In der Grundschule sind unsere Kinder mittlerweile die Großen und auch das Sparschwein darf größer werden: Zwei bis drei Euro Taschengeld pro Woche werden empfohlen.

4. Kinder von 10 bis 11 Jahren

Die Kleinen sind mittlerweile gar nicht mehr so klein und sollten ruhig mehr Verantwortung bekommen. Experten raten, von einem wöchentlichen Taschengeld auf ein monatliches Taschengeld zwischen 15 und 20 Euro zu wechseln. So können sie lernen, mit Geld umzugehen, es sich einzuteilen und zu organisieren.

5. Kinder von 12 bis 13 Jahren

Laut Taschengeld-Tabelle kann das Taschengeld jetzt monatlich auf 20 bis 25 Euro erhöht werden. Ihr braucht euch auch keine Sorgen machen, dass das Geld nur für Unsinn ausgegeben wird. Viele Kinder sparen in diesem Alter tatsächlich ihr Geld und erfüllen sich dann einen etwas größeren Wunsch. Ein toller Lerneffekt!

6. Kinder von 14 bis 15 Jahren

In diesem Alter wollen sich deine Kinder auch mal das angesagte T-Shirt oder die coole Cap kaufen, die momentan einfach jeder trägt. Damit sie sich das von ihrem Taschengeld leisten können, wird empfohlen, es auf 25 bis 37,50 Euro monatlich zu erhöhen.

7. Kinder von 16 bis 17 Jahren

Wenn dein Sohn oder deine Tochter finanziell noch komplett auf euch angewiesen ist, dann wird empfohlen, ein Taschengeld von etwa 60 Euro zu geben. Ab 18 raten Experten zu einem Taschengeld bis zu 75 Euro. Oft haben Jugendliche ab 16 aber schon ihren ersten kleinen Job, arbeiten in einem Café und verdienen sich ihr eigenes Geld.

Muss ich mich an die Taschengeld-Tabelle halten?

Nein, wie gesagt: Das alles nur Empfehlungen, die völlig Ratlosen Richtwerte an die Hand geben sollen. Es ist NATÜRLICH immer noch euch überlassen, wie – und ob – ihr euren Kleinen ein Taschengeld geben möchtet.

Welche Vorteile hat Taschengeld?

Taschengeld ist für Kinder tatsächlich eine prima Methode, um einen verantwortlichen Umgang mit Geld zu lernen. Zudem spüren Kinder, dass man sich nicht immer alles sofort leisten kann und auch mal sparen muss.

In vielen Familien ist es aber tatsächlich gar keine bewusste Entscheidung – es ist rein finanziell einfach nicht drin, den Kindern regelmäßig Geld zur eigenen Verfügung zu geben. Hier empfiehlt das Jugendamt im RTL-Interview, diese Situation offen mit den Kindern zu besprechen. So können diese (allmählich) ein Verständnis dafür entwickeln, warum ihre Freunde Taschengeld bekommen und sie nicht.

Was muss ich noch zur Taschengeld-Tabelle wissen?

  • Obwohl die Tabelle schon Kinder ab vier Jahren berücksichtigt, geben andere Experten zu bedenken, dass Taschengeld erst ab dem Grundschulalter empfehlenswert ist. Denn meist fangen Kinder erst ab diesem Zeitpunkt an, rechnen zu lernen.
  • Ein Entzug des Taschengeldes sollte nicht als Bestrafung genutzt werden. Denn aus dieser Maßnahme lernen Kinder nicht für die Zukunft.
  • Einem kleineren Kind sollte nicht vorgeschrieben werden, was es von dem Taschengeld zu kaufen hat. Kinder sollten eher ihre eigenen Erfahrungen mit dem Geld machen und daraus lernen. Bei Jugendlichen dagegen kann vereinbart werden, dass das Taschengeld sich erhöht, davon dann aber auch Klamotten, Schulsachen oder andere nützliche Dinge gekauft werden, die vorher die Eltern bezahlt haben.

Wir danken Lisa Butschalowski für diesen Text!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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Kommentare

  1. Hallo,

    ich finde den Beitrag im Bezug auf das Taschengeld ein sehr gute Sache.
    Als Leitlinie und man kann es für sich dann machen wie man möchte, da ja auch jedes Kind seine eigene Charakterzüge hat.

    Ich kann euch noch eine andere Seite empfehlen, da geht es um die Familien Finanzen. https://familien-freude.de/familien-finanzen/

    Wirklich toller Blog, lese gerne bei Euch.

    Gruß Sani

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