Speck in der Schwangerschaft: erlaubt oder tabu?

Während der Schwangerschaft sollten wir unseren Speiseplan etwas genauer unter die Lupe nehmen. Denn leider gibt es einige Lebensmittel, die gefährlich für unser ungeborenes Baby werden könnten. Neben rohem Fisch und einigen Milchprodukten sind auch bestimmte Fleisch- und Wurstsorten tabu. Ob du auch auf Speck während der Schwangerschaft lieber verzichten solltest oder ihn bedenkenlos essen kannst, erfährst du hier.

1. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • So lange du den Speck gut durchbrätst bzw. garst, darfst du ihn auch während der Schwangerschaft ohne Bedenken essen.
  • Von rohem Speck solltest du allerdings die Finger lassen, denn er kann Listerien enthalten, die für dein Baby im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können.
  • In Maßen ist gebratener Speck während der Schwangerschaft sogar gesund.
  • Da er sehr viele gesättigte Fettsäuren enthält, solltest du allerdings nicht zu viel Speck essen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich dein Cholesterinspiegel erhöht.

2. Darf ich Speck während der Schwangerschaft essen?

Ja – wenn du ihn komplett durchgarst bzw. brätst. Damit sorgst du nämlich dafür, dass eventuell vorhandene Keime und Bakterien abgetötet werden. Knuspriger Frühstücksspeck, Speckwürfel in Bratkartoffeln oder Eintopf sind also auch während der Schwangerschaft kein Problem. Allerdings solltest du es nicht übertreiben. Denn auch wenn zum Beispiel Bacon grundsätzlich gesund ist, enthält Speck viele gesättigte Fettsäuren, Salz, Nitrite und einige Zusatzstoffe. Übrigens: Auch wenn viele Specksorten geräuchert werden, solltest du sie trotzdem nicht kalt essen. Roher Speck ist während der Schwangerschaft tabu, da er Listerien und andere gefährliche Keime enthalten kann.

4. Ist Speck während der Schwangerschaft gesund?

Ja – wenn du ihn in Maßen isst. Speck enthält viel Cholin, das sich positiv auf deine Gedächtnisleistung auswirken kann – und auf die Gehirnentwicklung deines Babys. Er ist außerdem eine gute Eiweißquelle und liefert viel Vitamin D, dass dein Fötus für die Entwicklung seines Nervensystems braucht. Zusätzlich unterstützen auch Selen und Phosphor aus dem Speck die Entwicklung deines Babys. Und zu guter Letzt sorgt der hohe Anteil von ungesättigtem Fett und Kohlehydraten dafür, dass du relativ schnell satt bist.

5. Wieviel Speck darf ich essen, wenn ich schwanger bin?

Eine genaue Angabe können wir dir dazu leider nicht geben. Du solltest es aber wie gesagt mit dem Speck nicht übertreiben. Grundsätzlich gelten die gesättigten Fette in Maßen als gesund, können aber deinen Cholesterinspiegel ansteigen lassen. Langfristig kann das zu vermehrten Fettablagerungen führen. Ein paar Scheiben Bacon zum Frühstück (so lange es nicht jeden Tag ist), Bratkartoffeln oder Eintopf mit Speck sind aber völlig unbedenklich. „Guten“ Speck erkennst du übrigens an seinem mageren, rosafarbenen Fleisch mit langen „Adern“.

Besonders vorsichtig solltest du mit verarbeitetem Speck sein. Er enthält nämlich oft so genannte Nitrite, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

6. Wie sollte ich den Speck am besten lagern?

Du solltest den frischen Speck idealerweise nach wenigen Tagen aufbrauchen. Während dieser Zeit kannst du die geöffnete Packung bis zu zwei Tage im Kühlschrank lagern. Tiefgekühlt hält sich der Speck bei Temperaturen von unter 0 Grad Celsius sogar mehrere Wochen. Solltest du den Speck nach einer Weile wieder auftauen, empfehlen wir dir trotzdem, ihn vor dem Essen gut durchzugaren. Dabei gehst du auf Nummer sicher, indem du dir vor der Zubereitung gründlich die Hände wäschst und das rohe Fleisch von anderen Fleisch- und Gemüsesorten fernhältst.

3. Warum ist roher Speck während der Schwangerschaft verboten?

Genau wie roher Fisch, Räucherlachs und Käsesorten aus Rohmilch wie zum Beispiel Camembert kann auch roher Speck gefährliche Keime wie Listerien enthalten. Eine Infektion würdest du gar nicht unbedingt bemerken, für dein ungeborenes Baby kann sie aber im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden. Eine Listeriose erhöht nämlich das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt. Und auch, wenn es nicht dazu kommt, kann sein Baby schwere, lebenslange Folgeschäden davontragen. Deshalb solltest du rohen Speck während der Schwangerschaft unbedingt vermeiden.

7. Ich habe rohen Speck während der Schwangerschaft gegessen – und jetzt?

Falls du schwanger bist und versehentlich rohen Speck gegessen hast, ist das erst einmal noch kein Grund zur Panik. Nicht jedes Stück Speck löst automatisch eine bakterielle Infektion aus. Am besten bleibst du ruhig und achtest in den nächsten Tagen darauf, ob du Symptome entwickelst, die auf eine Infektion mit Listerien oder Salmonellen hindeuten. Falls du Fieber, Schüttelfrost oder Magen-Darm-Probleme bekommst, dich extrem müde oder abgeschlagen fühlst, sprich am besten einmal mit deinem Arzt. Das gleiche gilt natürlich, wenn du dir Sorgen machst, dass du dich infiziert haben könntest.

8. Leckeres Rezept für Schwangere: Nudeln mit Spinat und Speck

Hast du beim Lesen Appetit bekommen? Kein Problem – zum Abschluss haben wir hier ein leckeres Speck-Nudel-Rezept gefunden, das du mit wenigen Zutaten zu Hause ganz einfach zubereiten kannst!

Diese Zutaten brauchst du dafür:

  • 250 g Vollkornspaghetti
  • 5 Streifen gekochten Putenschinken (oder anderen Speck)
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 g gehackten Spinat
  • etwas gehackten Knoblauch
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 100 g geriebenen Käse
  • gemahlenen Pfeffer

Nudeln mit Spinat und Peck: So geht’s:

  • Zuerst kochst du die Vollkornspaghetti nach der Packungsanleitung.
  • Jetzt erhitzt du das Olivenöl in einer Pfanne und brätst den gehackten Knoblauch darin an.
  • Dann gibst du den Spinat dazu und lässt das Ganze einige Minuten köcheln.
  • Jetzt Brühe und Spaghettidazugeben und etwa eine Minute auf niedriger Stufe weiterkochen lassen.
  • Zum Schluss richtest du die Nudeln auf Tellern an und garnierst sie mit Speckwürfeln, geriebenem Käse und Pfeffer.

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote: Hast du gewusst, dass nach einer alten Legende der Heißhunger auf bestimmte Dinge das Geschlecht deines Babys verraten soll? Wenn du besonderen Appetit auf deftig-würzige Lebensmittel wie Speck hast, deutet das angeblich darauf hin, dass dein Baby ein Junge wird. Wissenschaftlich belegt ist das allerdings natürlich nicht.

So oder so: Lass dir deinen Speck auch während der Schwangerschaft schmecken – solange du es nicht übertreibst. Wir wünschen dir einen guten Appetit!

Mehr Tipps zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ bekommst du hier.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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