Maskenverweigerer und Falschträger: Ihr macht mich so wütend!

Seit Monaten gilt in ganz Deutschland die Maskenpflicht beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und teilweise jetzt auch an den Schulen. Eigentlich hatten wir alle mehr als genug Zeit, uns daran zu gewöhnen, und zu lernen, wie man sie richtig trägt. Denn ganz ehrlich: So schwer ist es ja eigentlich nicht. Trotzdem treffe ich fast täglich Menschen, die entweder gar keine Maske tragen – oder sie tatsächlich falsch aufsetzen. Warum mich das wirklich wütend macht, erkläre ich euch hier:

Es heißt nicht umsonst Mund-Nasen-Maske

Viel zu oft habe ich es in letzter Zeit beobachtet: Im überfüllten Bus werden die Masken häufig unter dem Kinn geparkt, damit man in Ruhe telefonieren kann. Beim Bäcker trägt der Kunde neben mir seine Maske „oben ohne“, nämlich nur über Mund und Kinn (ein Glück, wer hat schließlich nicht schon mal locker durchs Kinn geatmet). Seiner Nase gönnt er lieber eine Runde frische Luft. Damit ist er nicht allein, denn scheinbar ist es eine Art neuer Trend, seine Maske lässig unter der Nase zu tragen – oder gleich ganz darauf zu verzichten.

Aber warum? Ist es einfach Unwissenheit? Das kann ich mir nach all den Monaten beim besten Willen nicht mehr vorstellen. Schließlich heißt es nicht umsonst Mund-NASEN-Maske. Und auch an vielen Geschäften steht am Eingang ein Schild, dass auf die Pflicht der Kunden hinweist, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Ist es also Bequemlichkeit? Schon eher. Schließlich kann es immer mal passieren, dass man die Maske schlichtweg vergisst – oder es einfach unbequem findet, sie zu tragen. Vielleicht ist auch einfach Sehnsucht nach Normalität. Den Wunsch kann ich wirklich sehr gut verstehen, aber leider ist das im Moment nun einmal (noch) nicht möglich. Und es wird auch auf längere Zeit nicht möglich sein, wenn nicht endlich alle begreifen, wie wichtig es ist, seine Maske RICHTIG zu tragen.

Kellner ohne Maske – ein absolutes No-Go

Als ich neulich eine Pizza beim Italiener um die Ecke abholen wollte, kam mir der Kellner schon freudestrahlend entgegen. Mit dem Pizzakarton in der Hand – aber ohne Maske. Auch das habe ich tatsächlich jetzt schon häufiger beobachtet, und ehrlich gesagt finde ich es erschreckend. Keine Frage, ich verstehe, dass es nervt, die Maske den ganzen Tag oder während der kompletten Schicht zu tragen. Viele von uns beschweren sich ja schon über die halbe Stunde beim Einkaufen. Trotzdem: Ich finde das ein absolutes No-Go.

Gerade als Mitarbeiter im Restaurant oder Café hat man den ganzen Tag über mit unglaublich vielen Menschen zu tun. Dort keine Maske zu tragen, oder sie nur über den Mund zu stülpen, während man fleißig durch die Nase atmet, finde ich schon fast fahrlässig. Es reicht doch schon, wenn nur ein einziger Gast mit Corona infiziert ist, und es vielleicht selbst noch nicht einmal weiß. Ruckzuck hat er den Kellner angesteckt – und der gibt es im schlimmsten Fall an alle anderen Gäste weiter. Wer das in Kauf nimmt, verhält sich aus meiner Sicht vollkommen rücksichtslos und nebenbei gesagt auch geschäftsschädigend. Oder würdet ihr ein Restaurant besuchen, von dem ihr gelesen habt, dass sich die halbe Kundschaft mit Corona angesteckt hat? Ich auch nicht.

Es ist ja nicht so, dass ich es nicht verstehe, wenn die Maske nervt oder stört. Eine Freundin von mir hat auch ein Restaurant. Sie hat mir ausführlich erklärt, warum es anstrengend und vor allem auch unpraktisch ist, eine Stoffmaske zu tragen. Stattdessen tragen sie und ihre Mitarbeiterinnen jetzt ein so genanntes Face Shield (Affiliate Link). Ein Visier aus Kunststoff, dass vor dem ganzen Gesicht sitzt. Je nach Bundesland ist es als Alternative zur Maske zugelassen – am besten einmal vorher checken, wie es in eurem Bundesland aussieht.

Ganz ehrlich: Ich finde das Tragen der Maske auch nicht angenehm

Wie schon geschrieben: Ich kann es durchaus verstehen, dass man die Maske am liebsten gar nicht tragen möchte. Denn obwohl ich meistens die dünnen Einwegmasken verwende, habe ich manchmal das Gefühl, dass ich schlechter atmen kann. Ob das an meinem Asthma liegt oder Einbildung ist, keine Ahnung. Außerdem ist trotz aller Tipps meine Brille oft beschlagen. Aber: Wie klein und unwichtig sind diese Zipperlein bitte, wenn , wenn man bedenkt, dass man Leben retten kann, indem man seine Maske richtig trägt? Und dass man andersrum Menschen in Lebensgefahr bringen kann, wenn man das eben nicht tut? Ich glaube, das ist vielen leider immer noch nicht klar.

Klar, es gibt Menschen, die unter der Maske wirklich schlecht Luft bekommen, oder sie aus anderen gesundheitlichen Gründen nicht tragen dürfen. Darüber müssen wir auch gar nicht sprechen. Aber für diejenigen, die ihre Maske aus Bequemlichkeit falsch oder gar nicht tragen, fehlt mir wirkliches jegliches Verständnis. Und inzwischen macht es mich wirklich unglaublich wütend. Wie kann man bitte so ignorant und vor allem so egoistisch sein? Bitte denkt doch endlich darüber nach, dass ihr nicht nur euch selbst in Gefahr bringt, sondern auch – und vor allem! – andere Menschen. Menschen, die zu einer der Risikogruppen gehören, und eine Infektion mit dem Coronavirus im schlimmsten Fall nicht überleben

Und ganz ehrlich: Es gibt Schwangere, die stundenlange Wehen plus Geburt durchstehen – und zwar MIT Maske und OHNE zu murren. Da werdet ihr es wohl schaffen, sie für die kurze Zeit beim Einkaufen richtig aufzusetzen.

Masken, die falsch getragen werden, bringen – GAR NICHTS:

Falls es der ein oder andere vielleicht wirklich nicht besser weiß, hier noch einmal in aller Deutlichkeit die Info: Wenn ihr die Masken nur über Mund setzt und nicht über die Nase, könnt ihr es auch fast ganz bleiben lassen. Denn so bringen die Masken GAR NICHTS – und das sage nicht ich, sondern die Ärzte, zum Beispiel gegenüber der Frankfurter Neuen Presse.

Die Maske nur über dem Mund zu tragen, hilft dann, wenn man husten muss. Normalerweise atmen wir allerdings durch die Nase, und verteilen so mögliche Viren und Bakterien über die Atemluft. Oder anders ausgedrückt: Mit der Maske nur über der Nase bringst du die Menschen um dich herum fast genauso stark in Gefahr wie ohne Maske. Und übrigens: Wir atmen Viren und Bakterien auch über die Nase EIN. Das heißt, auch unser eigenes Ansteckungsrisiko steigt, wenn wir die Maske falsch aufsetzen.

Maske (richtig) auf, sonst kann es richtig teuer werden

Eigentlich doch traurig, dass so vielen Menschen scheinbar so wenig an ihren Mitmenschen liegt, oder? Dass die eigene Bequemlichkeit wichtiger ist als die Gesundheit der anderen. Aber vielleicht überzeugt euch ja dieses Argument: Für alle, die entweder gar keine Maske tragen oder sie mit Absicht falsch aufsetzen, kann es inzwischen nämlich richtig teuer werden. Dafür sorgen die Bußgelder, mit denen „Maskenverweigerern“ inzwischen rechnen müssen. Je nach Bundesland drohen saftige Geldstrafen von bis zu 150 €. Bei wiederholten Verstößen wird es sogar noch deutlich teurer. Und das zu Recht!

Neulich war ich nach Wochen zum ersten Mal wieder in der Innenstadt, um einzukaufen. Wenig später ploppte auf meiner Corona-App die Meldung auf „1 Risikobegegnung“. Zum Glück scheint derjenige entweder weit genug weg von mir oder nicht lange genug in meiner Nähe gewesen zu sein. Ich hoffe trotzdem sehr, dass er (oder sie) eine Maske getragen hat – und zwar richtig!

Wie geht es euch mit dem Thema: Findet ihr die Maskenpflicht generell sinnvoll – oder inzwischen nur noch nervig? Und was sagt ihr dazu, dass immer mehr Menschen die Masken bewusst falsch tragen? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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