38-Stunden-Geburt mit Mundschutz: „Nicht das Ende der Welt“

Eine Geburt, die 38 Stunden dauert, ist für die meisten von uns an sich schon keine angenehme Vorstellung. Die Amerikanerin Jai Kershner hat genau das jetzt durchgestanden – und dabei die ganze Zeit einen Mundschutz getragen. Für die frischgebackene Mama ist das in Corona-Zeiten eine Selbstverständlichkeit. Deshalb wirbt sie jetzt auch auf Twitter für das Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit.

Maskenpflicht: notwendig, aber für viele einfach lästig

Seit einigen Monaten gilt bei uns in Deutschland die Maskenpflicht beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Orten, an denen wir den Mindestabstand nicht einhalten können. Eine notwendige und aus meiner Sicht absolut sinnvolle Maßnahme, um die Verbreitung des Coronas-Virus zu verhindern.

Trotzdem gebe ich zu: Manchmal nervt mich der Mundschutz einfach. Wenn meine Brille mal wieder beschlägt, sobald ich ein Geschäft betrete, oder ich ewig an der Kasse stehe, und es unter der Maske einfach nur heiß wird.

Eine Mutter aus Clarksville, Tennessee hat jetzt allerdings bei Twitter etwas gepostet, das dafür sorgt, dass mir diese Gedanken schon fast peinlich sind. Jai Kershner hat bei der Geburt ihres Sohnes nämlich Wehen, einen Kaiserschnitt und die Erholungsphase komplett mit Maske durchgestanden – insgesamt volle 38 Stunden! Und das, obwohl die Neumama zusätzlich auch noch an Asthma leidet.

#WearADamnMask – Trag eine verdammte Maske

Unter diesem Hashtag postete Jai bei Twitter eine Botschaft an ihre Mitmenschen:

Übersetzt heißt das soviel wie: „Wenn ich während 38 Stunden Wehen, Kaiserschnitt und Erholungsphase eine Maske tragen kann … dann kannst du es auch für die eine Stunde, in der du zum Supermarkt läufst oder andere Besorgungen machst.“

Da fühlt man sich doch direkt ein wenig ertappt, oder? Auf jeden Fall hat die frischgebackene Mama vollkommen recht! Denn eigentlich ist es ja wirklich nicht zu viel verlangt, für die kurze Dauer eines Einkaufs oder während eines Arztbesuches die Maske aufzusetzen.

„Eine Maske ist unbequem, aber nicht das Ende der Welt“

Warum sie sich so für das Tragen des Mundschutzes einsetzt, hat Jai in einem Interview mit dem Nachrichtensender „Good Morning America“ erklärt: „Du trägst die Maske nicht für dich selbst, du trägst eine Maske um andere zu schützen“, so die frischgebackene Mutter. Es sei zwar unbequem, eine Maske zu tragen, aber nicht das Ende der Welt. Deshalb sei es auch nicht zu viel verlangt, es für eine halbe Stunde oder länger auf sich zu nehmen.

Mit ihrer Meinung steht Jai nicht allein da: Auch Julia Kite-Laidlaw aus New York City hat während der Geburt ihrer Zwillinge eine Maske getragen. Auf Twitter macht sie ihrer Fassungslosigkeit über die Beschwerden einiger Mitmenschen Luft:
„Ich habe während Wehen und Geburt eine Maske getragen, und gleichzeitig gibt es erwachsene Männer in diesem Land, die nicht damit klarkommen, dass sie gebeten werden, einen Mundschutz um ihr Gesicht zu wickeln, wenn sie zum Supermarkt gehen? Ich werde nie wieder denken, dass ich ein Feigling bin…“

Die Maskenpflicht sei schließlich nicht ins Leben gerufen worden, damit verschiedene Leute sich unwohl fühlen. Sie sei zum Wohle anderer Menschen eben notwendig.

Und damit haben die beiden Mamas absolut Recht!

Wie sieht es denn bei euch aus: Habt ihr euer Baby auch während der Corona-Zeit bekommen? Musstet ihr dabei auch eine Maske tragen, und wie war das für euch? Und wie steht ihr generell zur Diskussion um die Maskenpflicht? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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