„Buntes Stillen“? So gelingt die Zwiemilchernährung

Mir war es immer wichtig, meine Tochter zu stillen. Aus verschiedenen Gründen hat das aber leider nicht ganz so super funktioniert und ich musste schon wenige Wochen nach ihrer Geburt mit Babymilch zufüttern. Bei mir lief es einfach nicht und die Kleine hatte verdammt großen Hunger. Hast du aber gewusst, dass es für die Kombination aus Stillen und Zufüttern tatsächlich eine eigene Bezeichnung gibt? Die Zwiemilchernährung oder auch buntes Stillen. 🍼🤱

Zwiemlichernährung fürs Baby: Was ist das?

Bei der Zwiemilchernährung, 2-Milch-Ernährung oder dem bunten Stillen handelt es sich um das kombinierte Füttern von Muttermilch und Babymilch. Somit stillst du deinen Schatz nicht ausschließlich, sondern machst dir eben auch die Vorteile der Flasche zunutze.

Gründe, um dem Nachwuchs neben dem Stillen zusätzlich die Flasche zu geben, gibt es viele. Oft wird zugefüttert, weil die Mutter nicht genug Milch bildet, das Würmchen nicht ausreichend trinkt oder man sich als Mama einfach mehr Flexibilität im Alltag wünscht.

Wichtig: Bevor du jedoch zufütterst, solltest du dich unbedingt fachkundig bei deiner Hebamme oder einer Stillberaterin beraten lassen.

Muttermilch und Babymilch: Geht das überhaupt zusammen?

Da die Zwiemilchernährung eine Kombination aus Muttermilch und Babymilch ist, bekommen die Kleinen zusätzlich zur Muttermilch üblicherweise auch Säuglingsanfangsnahrung angeboten. Da diese von Geburt an ebenfalls nach Bedarf gefüttert werden kann, spricht in der Regel nichts dagegen, Muttermilch und Pre-Nahrung „zusammen“ zu füttern. Sobald dein Schatz dann älter wird, kannst du trotz Zwiemilchernährung normalerweise bedenkenlos auf Folgemilch umstellen.

Während meine Tochter in den ersten Lebensmonaten zusätzlich zur Muttermilch eben noch Pre-Nahrung bekommen hat, sind wir nach dem sechsten Monat auf die HiPP 2 BIO COMBIOTIK® Folgemilch gewechselt.

Diese ist toll für ältere Säuglinge geeignet, da sie ein wunderbarer Begleiter in der Beikostphase ist. Zudem wurde sie nach dem Vorbild der Natur entwickelt. Dadurch enthält die HiPP 2 BIO COMBIOTIK® Folgemilch natürliche Milchsäurekulturen und wertvolle Ballaststoffe – für zufriedene Babybäuchlein. Noch dazu wurde sie nach neuestem wissenschaftlichen Stand der Muttermilchforschung und in bester HiPP Bio-Qualität hergestellt.

Die HiPP BIO COMBIOTIK® Babymilch sorgt für zufriedene Babybäuchlein.

Die HiPP BIO COMBIOTIK® Babymilch sorgt für zufriedene Babybäuchlein. Foto: PR/ HiPP

Buntes Stillen – darauf solltest du achten

Erst einmal ist es gut zu wissen, dass es bei der Zwiemilchernährung eigentlich keine festen Regeln gibt. Außer eben, dass du dein Baby sowohl mit Muttermilch als auch mit Säuglingsmilch fütterst. Diese Tipps können dir beim bunten Stillen jedoch behilflich sein:

  • Du solltest nach Möglichkeit nicht zu früh mit dem Zufüttern starten, da sonst eine Saugverwirrung bei deinem Baby drohen kann. Ein relativ guter Zeitpunkt, um mit der Zwiemilchernährung zu starten, ist ungefähr sechs bis acht Wochen nach der Geburt.
  • Generell solltest du im Rahmen einer Milchmahlzeit mit dem Stillen an der Brust beginnen und die Flasche erst im Nachgang geben.
  • Damit dein Körper die Milchbildung nicht reduziert, empfiehlt es sich deinem Baby nicht zu viel Milchnahrung zu geben. Oder aber, du regst deine Milchproduktion zusätzlich durch gelegentliches Abpumpen an.
  • Gerade anfangs kann es passieren, dass dein Liebling die Milchnahrung ablehnt. Das ist völlig normal und erst einmal kein Grund zur Sorge. Vielleicht übernimmt dann der Papa das Füttern mit der Flasche. Oft klappt das deutlich besser, da dein Schatz so die Muttermilch nicht riecht.

So kannst du einer Saugverwirrung vorbeugen: 3 Tipps

Wenn du deinem Liebling neben der Muttermilch zusätzlich Milchnahrung geben möchtest oder vielleicht auch musst, hast du dafür im Allgemeinen verschiedene Möglichkeiten. Die Babymilch mit der Flasche zu füttern, ist dabei wohl die klassischste Methode.

➤ Hier solltest du grundsätzlich darauf achten, dass du für das Fläschchen einen brustähnlichen Sauger mit dem kleinstmöglichen Loch wählst.

Wird schon sehr früh mit der Flasche zugefüttert (in den ersten sechs bis acht Lebenswochen nach der Geburt) besteht zudem das Risiko einer Saugverwirrung. Um diese möglichst zu umgehen, bieten sich diese drei Zufütterungsmethoden etwas besser an:

  1. Silikonbecher: Dafür hältst du einen speziellen Fütterungsbecher für Säuglinge mit der Milchnahrung an die Unterlippe deines Babys. Mithilfe der Zunge schleckt dein Schatz die Milch anschließend aktiv aus dem Becher heraus.
  2. Fingerfeeding-Methode: Für die Fingerfütterung wird in der Regel der kleine Finger verwendet. An diesem ist entweder eine Ernährungssonde oder eine Spritze (mit oder ohne Silikonaufsatz) „befestigt“, worüber die Milchnahrung zugefüttert wird.
  3. Löffel: Werden in den ersten Tagen nach der Geburt lediglich kleinere Milchmengen zugefüttert, bietet sich dafür oftmals die Verwendung eines Löffels an. Häufig wird diese Methode von Expert:innen empfohlen, wenn Neugeborene noch nicht effektiv saugen können.

Muttermilch ist natürlich immer die beste Wahl für dein Baby. Aber wenn du nicht ausschließlich stillen kannst oder möchtest, kann die Zwiemilchernährung mit einer geeigneten Säuglingsmilch – wie etwa der Milchnahrung von HiPP – eine gute Alternative sein.

Jede Mama muss für ihr Baby und sich selber den besten Weg finden. 💖

Hinweis: Stillen ist das Beste für dein Baby. Sprich bitte mit deinem Kinderarzt bzw. deiner Kinderärztin oder deiner Hebamme, wenn du eine Säuglingsnahrung verwenden möchtest.

Carolina Baldin

Zwischen Alster und Elbe fühle ich mich in Hamburg ziemlich wohl. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unserer Hündin Ida. Seit 2021 bin ich außerdem Mama einer kleinen Tochter. Und da mir eine Vereinbarkeit als Familie wichtig ist, plane ich meinen Alltag zwischen Job, Kind und Partnerschaft – mit allen Herausforderungen.

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