„Die Zeit im Krankenhaus war der absolute Horror!“

Das Baby ist da! Eigentlich sollte das für uns Mamas der schönste Moment der Welt sein. So lange haben wir gewartet, und jetzt endlich dürfen wir unseren kleinen Schatz zum ersten Mal in den Armen halten. Leider sieht die Realität nicht bei allen Mamas so aus.

Manchmal kommt das Baby einfach viel zu früh auf die Welt, sodass Kuscheln leider nicht sofort möglich ist. Manchmal erleben Mamas aber auch im Krankenhaus den absoluten Horror. So wie Steffi aus unserer Community, für die die Zeit im Krankenhaus nach ihrem Notkaiserschnitt zum echten Alptraum wurden:

Auf dem CTG schlug das Herz unregelmäßig – wir fuhren ins Krankenhaus

„Unser erstes Kind, Ben Leonard, wurde am 21. Juni 2019 Anfang der 35. Schwangerschaftswoche per Notkaiserschnitt geholt. Er war 42 cm groß und wog 1.790 Gramm.

Eigentlich war es bis dahin ein ganz normaler Tag. Wir hatten einen Termin bei meinem Frauenarzt zum CTG. Dort fiel auf, dass sein kleines Herz immer mal wieder unregelmäßig schlug, und auf dem Ultraschall konnten wir sehen, dass unser Sohn auch nicht mehr zugenommen hatte. Wir sind dann direkt ins Krankenhaus gefahren, aber das CTG dort zeigte genau das gleiche an. Außerdem konnte man sehen, dass ich bereits Wehen hatte, die ich aber gar nicht als Wehen wahrgenommen habe, ich musste einfach häufiger schnell zur Toilette. Mein Muttermund war auch noch komplett unreif.

Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Naja, theoretisch, denn leider hatte ich einen komplett unerfahrenen Anästhesisten, der mindestens zehnmal versucht hat, mir die Spinalanästhesie zu setzen, es aber nicht hinbekam. Der Oberarzt, der angerufen wurde, hatte keine Lust zu kommen. Erst nachdem die Chirurgen ihn mehrmals gebeten haben, lies er sich endlich überreden.

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Ich kam mir vor wie in einem schlechten Film

Während ich nackt und voller Angst auf dem OP-Tisch saß, und mir immer wieder in den Rücken gestochen wurde, redete das OP-Team davon, was es gerade gegessen hatte, oder womit sie beschäftigt waren, als der Anruf kam.

Nachts um halb eins lag ich dann endlich in Narkose, und dann ging wirklich alles sehr schnell. Ben hat zum Glück direkt sehr laut geschrien und durfte in der Klinik bleiben. Meine Plazenta war sehr klein und meine Nabelschnur sehr kurz und in sich verdreht. Ich hatte auch nur fünf Tage lang Blutungen nach der OP und das auch sehr wenig.

Ben kam als Frühgeburt per Notkaiserschnitt zur Welt

In den ersten 9 Tagen durfte Steffi ihren Sohn Ben nur anschauen, nicht berühren.
Foto: privat

Mein Kind wurde sofort in den Inkubator gebracht

Ich durfte neun Tage lang nur selten zu ihm, im Prinzip nur, wenn ich neue Milch gebracht habe. Und wenn, dann durfte ich ihn auch nur anschauen, nicht anfassen. Ich habe sehr darunter gelitten, und die Schwestern haben es mit Sprüchen wie „Der merkt eh nicht, dass Du da bist!“, auch nicht wirklich besser gemacht.

Nach vier Tagen bin ich dann erst mal nach Hause gefahren und habe mich als Begleitmama wieder aufnehmen lassen, als mein Kleiner endlich in ein Bett durfte.

Die Zeit im Krankenhaus war ein Alptraum

Wir waren noch insgesamt 2,5 Wochen in der Klinik, und es war ein Alptraum. Ben musste nach Lehrbuch trinken, alle vier Stunden genau 70 Milliliter. Was er nicht geschafft hat, wurde durch eine Sonde in ihn reingepumpt, teilweise, bis er sich erbrochen hat. Es hieß, bevor er die vorgegebene Menge nicht schafft, dürfen wir nicht nach Hause.

Es war wirklich der Horror. Ich habe abgepumpt, ihn gefüttert, dann sondiert und wieder abgepumpt. Da ich Ben nicht stillen konnte und es auch nicht sollte, warum auch immer, blieb die Milch natürlich irgendwann weg. Ich habe es versucht, aber wir beide haben es nicht hinbekommen. Die Schwestern arbeiten aber auch gefühlt seit 1920 in dem Krankenhaus und halten nichts von Bonding.

Mir fehlt das typische Mamagefühl

Seit drei Wochen sind wir endlich zuhause, und irgendwie fehlt mir dieses „Mamagefühl“. Mein Kind wurde mir neun Tage lang vorenthalten, und dann sollte ich mich plötzlich voll kümmern. Um ein Kind, das ich noch nicht einmal richtig kennenlernen durfte. Kennt ihr das auch? Versteht ihr, was ich meine?

Ben tut mir wahnsinnig leid. Ich gebe ihm natürlich unendlich viel Liebe, aber so richtig empfinden kann ich sie nicht. Ich hatte mir das komplett anders vorgestellt.Meine Hebamme meint, das kommt alles noch. Aber bei mir sind schon viele Tränen deswegen geflossen.

Im Krankenhaus wurde mir sehr viel kaputt gemacht

Natürlich habe ich mich im Krankenhaus gleich am ersten Tag beschwert, aber ich wurde nicht ernst genommen, und mir wurde gesagt, für mein Kind sei es besser, wenn es seine Ruhe hätte. Dann wurde ich wieder ins Bett geschickt, weil ich mich ausruhen sollte. Denn als die Narkose nachgelassen hatte, bin ich natürlich sofort los und wollte mein Kind sehen – durfte es aber nicht.

Ich denke, im Krankenhaus wurde mir sehr viel kaputt gemacht. Und ich hoffe, ich bin mit meinen Gefühlen nicht allein.“

Nein, liebe Steffi, das bist du ganz sicher nicht! Wir danken dir für deinen ehrlichen und bewegenden Text.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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