Autorität wahren und gleichzeitig Beziehung stärken
Sturdy Parenting kann man mit „stabiler” oder „solider Elternschaft” übersetzen. Stabile Elternschaft? Was ist denn damit gemeint? Die Psychologin Dr. Becky erklärt den Erziehungsstil auf Instagram: Es gehe darum, dass Eltern ihre Autorität effektiv verkörpern können, während sie mit ihrem Kind in Verbindung bleiben. „Unser Ansatz legt den gleichen Wert auf kurzfristige Erfolge wie Zusammenarbeit und langfristige Erfolge wie Vertrauen und Beständigkeit.”
Hinter dem Konzept steckt die Überzeugung: „Wenn wir in der Lage sind, Gefühle zu validieren und Grenzen zu wahren, bleiben wir mit unseren Kindern verbunden und bauen die Fähigkeiten auf, die sie brauchen, um das Verhalten tatsächlich zu ändern.” Das sei die Art von Erziehung, die starke Beziehungen aufbaut.
Stabile Erziehung: Freundlich, aber bestimmt
In der Huffington Post UK erklärt die psychologische Beraterin Georgina Sturmer, dass es beim Konzept der „stabilen Erziehung“ vor allem um das richtige Grenzen setzen geht. „Wenn wir Kindern feste Grenzen bieten, geben wir ihnen ein Gefühl von Stabilität und Sicherheit. (…) Dies gibt Kindern ein Gefühl von Vorhersehbarkeit und Sicherheit. Weil Kinder ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit brauchen, ist es aber auch wichtig, dass sie freundlich und altersgerecht behandelt werden.“
Für wen ist dieses Erziehungsmodell geeignet?
Laut Sturmer eignet sich das Konzept vor allem für Eltern, die Sorge haben, zu streng zu sein, wenn sie in der Erziehung Grenzen setzen. „Es erinnert uns daran, dass es unseren Kindern helfen kann, sich sicher zu fühlen, wenn wir auf freundliche und angemessene Weise Grenzen und Disziplin einfordern. Es ermutigt uns auch, auch in unserem Privatleben Grenzen zu wahren.“
Was denkst du über die stabile Erziehung? Findest du dich darin wieder? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!
Erziehungstrend „Sturdy Parenting”: Freundlich, aber bestimmt
Von
Lena Krause
3. Juli 2024