Silky Moms: Die pragmatischen Anti-Streber unter den Müttern

Die Silky-Mom ist wie eine Gegenbewegung zu all den überkorrekten und bemühten Eltern, die auf Bio-Lebensmittel und Stoffwindeln setzen. Du bist eine Mama, die es sich bewusst leicht macht und den einfachsten Weg geht, weil das Leben als Elternteil anstrengend genug ist? Dann könntest du eine Silky Mom sein!

Auch wenn natürlich keine Mama zu 100 Prozent ein bestimmtes Klischee erfüllt, findet sich die eine oder andere bestimmt in den Erziehungstypen wieder. Der bekannteste Fall sind wahrscheinlich die Helikopter-Eltern, aber kennst du auch schon ihre Steigerung, die Rasenmäher-Eltern? Hier geht es aber erst einmal um die Silky Mom, die übrigens das Gegenteil der Crunchy Mom ist, die wir euch HIER vorgestellt haben.

Süßigkeiten und Fernsehen: Für die Silky Mom gehört beides dazu

Die Silky Mom kauft die leckeren, zuckerhaltigen Snacks. Sie hält nichts von Heilmitteln aus der Natur und nutzt Tablet und Smartphone als Erziehungsinstrument. Die Annehmlichkeiten der Moderne nimmt diese Mama gerne mit, um ihren Mental Load zu senken. Sowohl Technologie als auch Wissenschaft und Medizin werden von ihr bei der Erziehung einbezogen. Die „Silky Mom“ gebärt im Krankenhaus, füttert oft mit der Flasche und wickelt mit Wegwerfwindeln. Fast Food und Bildschirmzeiten sind in ihrer Familie normaler Teil des Alltags.

Oft sind Silky Moms arbeitende Mütter, die auf moderne Produkte angewiesen sind, um Zeit zu sparen. „Silky” ist übrigens englisch und bedeutet „seidig”.  Es ist nicht ganz klar, wie der Ausdruck „Seidige Mama“ entstand, aber durch Social Media ist er inzwischen weit verbreitet. Vielleicht hat es damit zu tun, dass sie sich einfach an die Umstände anpassen und – geschmeidig wie Seide – den einfachsten Weg gehen.

Mama Rachel, die sich selbst als „Silky Mom” bezeichnet, beschreibt ihren Erziehungsstil auf TikTok so: „Bildschirmzeiten sind bei uns unbegrenzt. Wir setzen unseren Sohn nicht aktiv davor, aber wenn er danach fragt, kümmert es uns nicht.” Außerdem würde sie nie selbst zu medizinischen Fragen recherchieren, sondern macht einfach das, was die Ärzte ihr empfehlen. Außerdem typisch Silky Mom: „Mein Kind spielt überwiegend mit Plastikspielzeug.”

Wenn sie Lebensmittel einkauft, würde sie nie die Verpackung umdrehen, um die Inhaltsstoffe zu checken. Als sie mit Wehen ins Krankenhaus gekommen sei, war ihr einziger Wunsch, so wenig wie möglich von der Geburt mitzubekommen. „Ich wollte das Baby einfach nur rauskriegen und dabei so wenig wie möglich fühlen.” Schmerzmittel werden von den meisten Silky Moms also gerne genommen.

Silky Moms: Pragmatisch-bequem und nicht besonders Instagramable

Die typische Silky Mom kümmert sich also wenig um das Idealbild der perfekten Instagram-Mama, die ihren Kindern stets nur Gemüse aus dem eigenen Garten serviert und die Schmerzen bei den Wehen lächeln wegatmet. Ich könnte mir gut vorstellen, dass viele Eltern sich heimlich mit dieser Anti-Helden-Mama identifizieren können. Sie ist alltagstauglicher als zum Beispiel die idealisierte Crunchy Mom, oder?

Es gibt aber noch viel mehr Eltern-Klischees, die wir dir selbstverständlich nicht vorenthalten wollen. Vielleicht findest du dich ja hier wieder:

Lena Krause
Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg. Am liebsten erkunde ich mit ihm die vielen grünen Ecken der Stadt. Auch wenn ich selbst keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz. Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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