Salamipizza in der Schwangerschaft: erlaubt oder NoGo?

Isst du auch so gern Pizza? Abends gemütlich auf dem Sofa sitzen, eine Runde fernsehen und dabei eine knusprige Salamipizza in der Hand. Bevor ich Mama wurde, konnte ich mir manchmal nichts Schöneres vorstellen. Dann wurde ich schwanger. Plötzlich spielte das Thema Ernährung ein viel wichtigere Rolle. Und fast automatisch kam die Frage auf: Darf ich Salamipizza während der Schwangerschaft essen? Die Antwort darauf gibt’s hier.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Salamipizza in der Schwangerschaft ist grundsätzlich erlaubt.
  • Denn auch wenn Salami eine Rohwurst ist: Während die Pizza im Ofen gebacken wird, sterben mögliche Krankheitserreger durch die hohen Temperaturen ab.
  • Du solltest darauf achten, nur hochwertige Salami und andere frische Zutaten zu verwenden.
  • Ob selbst gemacht oder Tiefkühlpizza: Das Wichtigste ist, dass du sie ausreichend lange bei mindestens 100 Grad im Ofen erhitzt.
  • Von roher Salami solltest du während der Schwangerschaft allerdings lieber die Finger lassen.

2. Ist Salamipizza in der Schwangerschaft erlaubt?

Die gute Nachricht ist: Ja, Salamipizza darfst du bedenkenlos auch während der Schwangerschaft essen! Zwar gilt rohe Salami als so genannte Rohwurst, auf die du verzichten solltest. Da Salamipizza aber bei hohen Temperaturen im Ofen gebacken wird, überleben mögliche Krankheitserreger nur wenige Minuten. Das gilt übrigens auch für alle anderen heißen Gerichte, in denen Salami enthalten ist, wie zum Beispiel Aufläufe oder Nudelgerichte. Wichtig ist nur, dass du die Salami lange genug bei mindestens 100 Grad erhitzt.

Übertreiben solltest du es allerdings nicht: Salami enthält nämlich sehr viel Fett und Salz. Größere Mengen können deshalb auf Dauer zu Bluthochdruck und anderen Krankheiten führen.

3. Worauf sollte ich bei Salamipizza achten, wenn ich schwanger bin?

Wenn du Salamipizza selber machst, solltest du unbedingt darauf achten, frische und hochwertige Produkte zu verwenden, am besten in Bio-Qualität. Gemüse solltest du immer erst kochen, bevor du es auf die Pizza legst. Und falls du die Salamipizza mit Sahne verfeinern möchtest, sollte es idealerweise pasteurisierte Milch sein. Wichtig ist in allen Fällen, dass du die Pizza ausreichend erhitzt, damit sie überall gut durchgegart ist. Meistens kommt der Teig bei mindestens 180 Grad für 15-20 Minuten in den Ofen. Das ist auf jeden Fall ausreichend, um mögliche Bakterien abzutöten.

Auf Salamipizza mit Ei oder Meeresfrüchten solltest du hingegen verzichten: Insbesondere Eier, die nicht ausreichend gekocht sind, könnten Krankheitserreger wie Salmonellen enthalten.

Auch wenn du zu einer Tiefkühlpizza greifst, solltest du darauf achten, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt. Dass auch die fertige Pizza ausreichend lang im Ofen backen sollte, versteht sich von selbst – ansonsten schmeckt sie ja auch nicht.

4. Darf ich als Schwangere auch im Restaurant Salamipizza essen?

Wenn du die Pizza in einer Pizzeria bestellst, solltest du sichergehen, dass alle verwendeten Zutaten frisch und hochwertig sind. Und natürlich auch, dass in dem Lokal die Hygienevorschriften eingehalten werden. Vielleicht fragst du besser einmal nach, wie lange die Pizza in den Ofen kommt. Wenn du ganz sichergehen möchtest, ist die selbstgemachte Pizza zu Hause aber die beste Variante.

5. Ist kalte Salamipizza in der Schwangerschaft erlaubt?

Du hast deine Pizza nicht komplett geschafft? Kein Problem! Solange du den Rest abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrst, kannst du ihn auch am nächsten Tag noch essen. Ob kalt oder doch lieber noch einmal aufgewärmt, kannst du dabei frei danach entscheiden, was du lieber magst.

6. Und warum ist rohe Salami in der Schwangerschaft verboten?

Salami gehört genau wie Lachsschinken oder Teewurst zu den so genannten Rohwürsten. Das heißt, sie wird während der Herstellung nicht gekocht und damit leider auch nicht ausreichend erhitzt. Deshalb kann sie Toxoplasmose-Erreger oder Listerien enthalten, die für dein ungeborenes Baby sehr gefährlich werden können. Toxoplasmose kann zum Beispiel das Risiko einer Frühgeburt erhöhen und im schlimmsten Fall lebensgefährlich für dein Kind werden.

Viele Schwangere greifen deshalb zu industriell hergestellter Fertig-Salami. Sie wird im Normalfall geräuchert, luftgetrocknet und muss lange reifen, bis sie schließlich verzehrfertig ist. Dadurch werden viele Erreger abgetötet. Eine 100 %ige Sicherheit dafür gibt es allerdings nicht. Deshalb solltest auf Salami am besten verzichten, wenn du schwanger bist – so lange du sie nicht ausreichend erhitzt.

Übrigens: Am Anfang deiner Schwangerschaft kannst du einen Test machen lassen, um herauszufinden, ob du Toxoplasmose bereits hattest. In diesem Fall bist du dagegen immun, und auch deinem Baby kann nichts passieren.

Mehr Tipps zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ bekommst du hier.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.
Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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