Nie wieder getrennt: Zwei Papas adoptieren sechs Geschwister ❤️

Sechs Geschwister landeten bei unterschiedlichen Pflegefamilien, bis zwei Väter ihnen allen ein liebevolles Zuhause gaben. Reid (11), Amiyah (10), Izayah (9), Kaelix (7), Cade (6) und Roslin (3) werden nie wieder auseinandergerissen.

Dustin und Daniel Johnson sprachen bei ihrem ersten Date gerade mal 30 Minuten miteinander, bevor sich ihr Gespräch um „Dealbreaker” drehte. „Ich dachte: ‚Ich muss mit jemandem zusammen sein, der Kinder will‘“, erzählt der 28-jährige Dustin TODAY.com. Als Daniel antwortete, dass es ihm genauso ginge, atmete Dustin erleichtert auf. Er verliebte sich bereits in den Mann, der ihm gegenüber am Tisch saß.

 

Das Paar, das in Florida lebt, heiratete 2020 nach weniger als zwei Jahren Beziehung und begann sofort, Vorbereitungskurse für die Adoption zu besuchen. Dustin sagt, sie hätten nicht über Leihmutterschaft nachgedacht. „Wir wussten, dass es bereits Kinder gab, die ein liebevolles Zuhause brauchten“, sagt Dustin und weist darauf hin, dass viele LGBTQ+-Jugendliche obdachlos werden, weil sie von ihren Eltern rausgeschmissen werden.

Dustin und Daniel machten der Adoptionsagentur klar, dass sie älteren Kindern und Geschwistergruppen gegenüber aufgeschlossen seien, die oft schwerer zu vermitteln seien. „Daniel und ich stehen unseren Geschwistern beide sehr nahe und wir wussten, wie sehr es weh getan hätte, von ihnen getrennt zu werden, als wir aufwuchsen“, sagt Dustin. Im Mai adoptierten die Johnsons sechs Geschwister: Reid (11), Amiyah (10), Izayah (9), Kaelix (7), Cade (6) und Roslin (3).

Die Kinder lebten seit mehr als drei Jahren in fünf verschiedenen Pflegeheimen.

„Eines der Kinder war über 25-mal herumgeschoben worden“, erinnert sich Dustin. Als die Geschwister im Mai 2022 bei Dustin und Daniel einzogen, hatten sie furchtbare Alpträume. Laut Dustin wurde bei ihnen auch eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert, die entstanden ist, weil sie Zeuge von häuslicher Gewalt und Drogenmissbrauch geworden waren.

„Sie hatten nie genug zu essen, also haben sie einfach alles in sich reingestopft“, erinnert sich Dustin an die erste gemeinsame Zeit. „Ich werde nie das erste Mal vergessen, als wir eines der Kinder zu Besuch hatten und das Kind etwa 12 Hot Dogs aß.“ Mittlerweile geht es den sechs Geschwistern viel besser. Die Johnsons gehen jede Woche zu einem Familientherapeuten, vier der Kinder sind in Einzeltherapie.

Nicht nur ihre geistige Gesundheit hat sich verbessert, sondern auch ihre Noten.

Dustin sagt, dass die älteren Kinder heute nur noch Einsen und Zweien nach Hause bringen. „Als sie einzogen, waren sie völlig zurückgezogen und hatten große Vertrauensprobleme“, erinnert sich Dustin. „Es hat Monate und Monate gedauert, dieses Vertrauen aufzubauen. Dann endlich entstand ein Hoffnungsschimmer.”

Er sagt, Amiyah, ihre älteste Tochter, sei der „größte Verweigerer“ gewesen. „Weißt du, sie war diejenige, die am meisten an der Idee festhielt, dass ihre Mutter zurückkommen und sie retten könnte. Ich denke, es war schwer für sie, eine Bindung zu uns aufzubauen, weil es in ihrem Kopf bedeutete, dass sie ihre Mutter verriet“, erklärt Dustin.

Dustin gesteht, dass er am Tag der Adoption nicht wusste, was mit Amiyah auf ihn zukommen würde.

„Wir hatten wirklich große Angst vor dem, was passieren würde“, sagt er. „Und dann machte sie eine komplette 180°-Wendung und war so glücklich und weinte vor Freude.“ Die Johnsons lieben es, gemeinsam Rad zu fahren, zu angeln und draußen mit Straßenkreide zu spielen. An einem typischen Abend kuscheln sie sich auf die Couch.

„Seit Neustem freuen sie sich auch darüber, Urlaub zu machen. Mittlerweile lieben sie den Urlaub, aber früher waren Hotels ein Trigger, weil sie in Hotels gelebt haben“, sagt Dustin. Die Johnson-Kinder, die drei Jahre lang getrennt voneinander gelebt haben, sind sich nun so nah wie möglich. 

Wir wünschen der Familie alles Liebe für die Zukunft.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg. Am liebsten erkunde ich mit ihm die vielen grünen Ecken der Stadt.

Auch wenn ich selbst keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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