Nach den Ferien Quarantäne statt Schule? Das kann teuer werden!

Für Eltern in Hamburg und Schleswig-Holstein kann der Sommerurlaub nachträglich jetzt richtig teuer werden. Wenn ihre Kinder nach der Rückkehr nicht zur Schule gehen können, weil sie in Corona-Quarantäne müssen, droht den Eltern im schlimmsten Fall ein Bußgeld.

Für Schulsenator ist Quarantäne wie Schulschwänzen

Jedenfalls dann, wenn die Eltern trotz aller Warnungen bewusst in Kauf nehmen, dass ihre Kinder die Schule nach den Sommerferien nicht besuchen können. Oder anders gesagt: Wer zum Ende der Ferien hin in einem Risikogebiet Urlaub macht, obwohl er weiß, dass er zu Hause danach für 14 Tage in Quarantäne muss, muss mit einer Strafe rechnen.

„Ich sage ganz offen: Wenn hier tatsächlich – trotz intensiver Warnungen der Schulleitungen – einzelne Familien wissentlich dieses Risiko eingegangen sind, und jetzt die Schülerinnen und Schüler nicht am Unterricht teilnehmen können, dann ist das in meinen Worten Schulschwänzen und wird entsprechend geahndet“, bringt Hamburgs Schulsenator Ties Rabe es auf einer Pressekonferenz auf den Punkt.

Allerdings: Nicht immer ist sofort ein Bußgeld fällig

Auch das hat Hamburgs Schulsenator erklärt. Man müsse seiner Meinung nach genau abwägen, welche Konsequenzen in individuellen Fällen sinnvoll seien. Nach seiner Ansicht sei dabei „vieles möglich“, von ermahnenden Gesprächen bis hin zu anderen Strafen. Und das können eben auch Bußgelder sein. Zum Beispiel dann, wenn die Kinder der betroffenen Familie häufiger oder regelmäßig die Schule schwänzen. Oder wenn „sehr klar gegen entsprechende Auflagen verstoßen“ wurde.

Das Gleiche gilt übrigens für die Lehrer:

Wenn sie ihren Urlaub in einem Risikogebiet so legen, dass die Quarantäne auf die Zeit nach den Sommerferien fällt, müssen sie damit rechnen, dass sie für diesen Zeitraum kein Gehalt bekommen.

Kurz vor Ende der Sommerferien muss sich in Hamburg, Schleswig-Holstein und auch in vielen anderen Bundesländern immer jeder, der aus einem Risikogebiet zurückkommt, für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Ab der kommenden Woche sollen Urlauber aus Risikogebieten dazu verpflichtet werden, schon bei der Einreise am Flughafen einen Corona-Test zu machen. Für Reiserückkehrer aus Ländern, die nicht als Risikogebiete eingestuft werden, bleibt der Test freiwillig.

Welche Länder aktuell als Corona-Risikogebiete gelten, erfährst du auf der Seite des Robert Koch Instituts.

Wie seht ihr das: Sollte man die Quarantäne nach den Ferien als Schulschwänzen werten und in bestimmten Fällen ein Bußgeld verhängen? Oder ist das völlig überzogen, zumal die Schulen ja eh so lange geschlossen waren? Wir sind gespannt auf eure Meinung!

 

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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Kommentare

  1. Die Worte von Herrn Rabe lesen sich wie ein Aufruf, Quarantäne zu missachten. Dazu die Worte eines Bekannten: Hab am Flughafen nach Türkeiurlaub Formular zum Ausfüllwn in die Hand gedrückt bekommen, keiner hat kontrolliert, ob man es wieder abgibt. Dann mal los 2. Welle.

  2. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich bin mir sicher, dass Herr Rabe das mit seiner Aussage nicht gemeint hat. Es geht doch viel mehr darum, dass jeder, der in einem der bekannten Risikogebiete Urlaub macht, sich darüber bewusst ist, dass er danach für 14 Tage in Quarantäne zuhause bleiben muss. Wenn man das in Kauf nimmt, obwohl man es weiß, ist das ja in etwa so, als wenn man erst nach den Ferien in den Urlaub fährt – und das würde ja auch niemand machen 😉
    Viele Grüße,
    Wiebke

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