„Extrem traumatisierende Situation” für die Familie
Einige Stunden nachdem der Flieger abgehoben hatte, bemerkte die geschockte Familie, dass die Mama nicht mehr ansprechbar war. Vor den Augen der beiden Kinder wurden Reanimationsmaßnahmen eingeleitet, die jedoch erfolglos blieben. Die Familie war danach gezwungen, die restlichen acht Stunden neben der toten Helen auszuharren. Das sei für alle „extrem traumatisierend” gewesen, wie eine Freundin der Familie erzählt.
Der Verlust sei unvorstellbar, Helen sei eine hingebungsvolle Ehefrau und Mutter gewesen, die die Familie zusammengehalten habe. Obwohl man sich kaum eine schlimmere Situation vorstellen kann, versuchte die Familie tapfer, die verbleibende Zeit im Flieger zu nutzen, um sich von Helen zu verabschieden. Denn nach einer Zwischenlandung in Frankfurt, musste die Leiche dort bleiben, während der Rest der Familie weiter nach Großbritannien flog.
Helen hatte sich darauf gefreut, ihre Eltern wieder in die Arme zu schließen
Helen sei aufgeregt gewesen, sie habe sich nach Jahren der Pandemie wahnsinnig gefreut, Verwandte und Freunde aus Großbritannien endlich wieder in die Arme zu schließen. Besonders dem Wiedersehen mit ihren Eltern habe sie entgegengefiebert. Doch leider blieb ihr dieser Herzenswunsch verwehrt.
Die Frau, die als Hebamme gearbeitet hatte, sei auch in Hong Kong sehr beliebt gewesen und hatte dort auch eine Hilfsgruppe für Mütter gegründet. Die Freundin der Familie hat inzwischen einen Spendenaufruf auf gofundme für Helen Rhodes veröffentlicht. Das Geld soll der Familie helfen, die Kosten für die Beerdigung von Helen zu tragen und die Zukunft von Emma und Nathan absichern.
„Wir sind dankbar, sie gekannt zu haben.”
„Die Spendenaktion soll diese wunderbare Frau ehren, die von so vielen geliebt wurde und so viele Menschen berührt hat. (…) Die Trauer, die wir empfinden, ist lähmend. Dennoch sind wir dankbar, sie gekannt zu haben.”
Wir wünschen den Hinterbliebenen viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Mutter stirbt im Flieger: Ihre Familie sitzt Stunden neben der Leiche
Von
Lena Krause
17. Februar 2026