Milch abpumpen: Anleitung – so macht ihr alles richtig

Das Abpumpen von Muttermilch kann anfangs gewöhnungsbedürftig sein, ist aber sehr nützlich und wichtig, denn es erleichtert den Alltag von stillenden Müttern ungemein. Wir erklären hier, wir ihr richtig abpumpt, die Milchproduktion steigert und die abgepumpte Milch sicher aufbewahren könnt. Erfahrt außerdem, welche Milchpumpen die besten sind und wie die Kombination aus Abpumpen und Stillen gelingen kann.

Grundlagen des Milchabpumpens

Beim Abpumpen von Muttermilch verwendet ihr eine Milchpumpe, um Muttermilch aus der Brust zu entnehmen. Das funktioniert entweder manuell mit einer Handmilchpumpe oder mit einer elektrischen Milchpumpe.

Für das Abpumpen gibt es gute Gründe, unter anderem:

  • Ihr könnt dadurch Muttermilch bevorraten für den Fall, dass ihr mal etwas ohne das Baby unternehmen wollt oder müsst.
  • Das Abpumpen kann dabei helfen, die Milchproduktion anzukurbeln – falls zu wenig Muttermilch vorhanden ist.
  • Es ermöglicht außerdem, dass auch andere Personen – die Papas zum Beispiel – das Baby regelmäßig füttern können.

Beim Abpumpen gibt es einige Grundregeln zu beachten:

  • Hygiene: Bevor ihr beginnt, solltet ihr sowohl eure Hände als auch die Pumpe gründlich reinigen. Das hilft, das Risiko einer bakteriellen Kontamination der Milch zu minimieren.
  • Komfort: Wählt einen ruhigen, entspannten Ort zum Abpumpen.
  • Zeitpunkt: Versucht, zu den Zeiten abzupumpen, zu denen ihr normalerweise stillen würdet. Das hilft, den Rhythmus eurer Milchversorgung aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass eure Brüste nicht zu voll werden und spannen.
  • Pumpdauer: Wie lange ihr abpumpt, hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich der Menge der Milch, die ihr produziert, und der Art der Pumpe, die ihr verwenden. Im Allgemeinen solltet ihr mindestens 15 Minuten pro Brust abpumpen.

Wann und wie oft sollte man abpumpen?

Die Häufigkeit und der Zeitpunkt des Abpumpens können je nach individuellen Bedürfnissen und Umständen variieren. Generell gilt jedoch, dass das Abpumpen nach dem Stillen empfohlen wird, um den Vorrat zu erhöhen, ohne die reguläre Fütterung zu beeinträchtigen. Bei ausschließlichem Abpumpen solltet ihr versuchen, den natürlichen Fütterungsrhythmus des Babys zu simulieren, d.h. etwa alle zwei bis drei Stunden, einschließlich der Nachtstunden.

Mamas, die ihre Milchproduktion steigern möchten, sollgten etwa acht bis zehn Mal am Tag für jeweils etwa 15 Minuten abpumpen. Es ist wichtig, einen eigenen Rhythmus zu finden, der sowohl der Fütterung des Babys als auch dem Abpumpen gerecht wird.

Verschiedene Faktoren können die beste Zeit zum Abpumpen beeinflussen, einschließlich des Komforts der Mutter und der Milchmenge, die abgepumpt wird. Manche Mamas finden es hilfreich, verschiedene Zeiten auszuprobieren, um herauszufinden, wann sie am meisten Milch abpumpen können.

Beachtet, dass das Abpumpen von Milch in den ersten Wochen nach der Geburt helfen kann, eure Milchproduktion zu etablieren. Es können jedoch Umstände eintreten, die ein früheres Abpumpen erforderlich machen. 

Denkt immer daran, dass jede Mutter und jedes Baby einzigartig sind. Was für die eine Mama funktioniert, funktioniert vielleicht nicht für eine andere. Es ist wichtig, geduldig zu sein und verschiedene Methoden auszuprobieren, um herauszufinden, welcher Weg für euch der beste ist.

Abstände zwischen den Pumpvorgängen

Die Abstände zwischen den Pumpvorgängen sind von vielen Faktoren abhängig, darunter der Fütterungsrhythmus des Babys und die individuelle Milchproduktion.

Bei ausschließlichem Abpumpen gilt ein maximaler Abstand von 5 Stunden zwischen den Pumpvorgängen als häufiges Abpumpen, um die erforderliche Milchmenge für das Kind zu erreichen.

Es ist jedoch auch möglich, größere Abstände einzuhalten, wenn dies für die Mama bequemer ist. Einige Mütter berichten, dass sie mehr Milch abpumpen können, wenn längere Abstände zwischen den Pumpvorgängen liegen. Wie gesagt – experimentiert ruhig mit unterschiedlichen  Abständen zu experimentieren, um den optimalen Rhythmus zu finden.

Tipps für ein effektives Abpumpen

Um effektiv abzupumpen, ist es wichtig, entspannt und wohl zu fühlen – schließlich soll der sogenannte Milchspendereflex gefördert werden. Stress oder Anspannung sind dabei nicht hilfreich. Hier unsere wichtigsten Tipps:

  • Entspannung first: Findet einen ruhigen und bequemen Ort zum Abpumpen. Entspannende Musik oder Atemübungen sind dabei eine gute Unterstützung.
  • Power-Pumping kann hilfreich sein, um die Milchproduktion anzukurbeln. Es handelt sich dabei um eine Art „Marathon-Abpumpen“, bei dem ihr eine Stunde lang alle zehn Minuten abpumpt und dann zehn Minuten pausiert.
  • Achtet auf die richtige Anwendung der Pumpe. Die Brustwarze sollte zentriert im Trichter liegen und der Trichter sollte gut auf der Brust sitzen, um ein effektives Abpumpen zu ermöglichen.
  • Eine Wärmekompresse vor dem Abpumpen kann helfen, die Milch leichter fließen zu lassen.
  • Massage: Eine sanfte Massage der Brüste vor dem Abpumpen kann ebenfalls helfen.
  • Es kann hilfreich sein, während des Abpumpens an euer Baby zu denken oder ein Foto anzuschauen. Kein Witz – es kann tatsächlich die Ausschüttung von Oxytocin, das für den Milchspendereflex verantwortlich ist, stimulieren.

Auswahl der richtigen Muttermilchpumpe

Elektrisch versus Handpumpe

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

  • Elektrische Pumpen sind in der Regel effektiver und schneller, da sie automatisch und oft mit verstellbaren Geschwindigkeiten und Saugstufen arbeiten. Sie sind jedoch teurer und nicht so gut fürs Mitnehmen geeignet als manuelle Pumpen.
  • Handpumpen sind einfacher zu bedienen und zu transportieren und eignen sich gut für gelegentliches Abpumpen. Allerdings erfordern sie mehr körperlichen Aufwand und können bei häufiger Nutzung mühsam sein.

Die Wahl zwischen Hand- und Elektropumpe hängt von euren individuellen Bedürfnissen und Umständen ab.

Vergleich verschiedener Milchpumpen

Beim Vergleich unterschiedlicher Geräte zur Muttermilchgewinnung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu zählen unter anderem Effizienz, Komfort, Leichtigkeit der Reinigung und Tragbarkeit. Marken wie Medela, Philips Avent und Ardo bieten beispielsweise sowohl manuelle als auch elektrische Modelle an:

Angebot
Medela Harmony Handmilchpumpe
Mit flexibler Brusthaube, die sich gut anpasst.

Medela Swingflex elektrische Milchpumpe
Aufgrund ihrer kompakten Größe super für unterwegs.

Angebot
Philips Avent Handmilchpumpe
Der Klassiker unter den Handmilchpumpen.

Angebot
Philips Avent elektrische Milchpumpe
Einzelmilchpumpe mit flexiblem Silikonkissen.

Ardo Elektrische Doppelmilchpumpe
Sehr günstig, inklusive Aufsätzen in 5 verschiedenen Größen für die perfekte Passform.

Manche Mamas bevorzugen zudem Doppelmilchpumpen*, die beide Brüste gleichzeitig abpumpen, um Zeit zu sparen. Letztendlich hängt die Wahl des Geräts von den persönlichen Präferenzen und Bedürfnissen der Mama ab.

Und welche Milchpumpe ist die beste?

Diese Frage können die Mamas aus unserer Community am besten beantworten. Hier in diesem Thread findest du zum Beispiel gute Empfehlungen rund um verschiedene Modelle und Fabrikate – melde dich einfach kostenlos an und nimm gern an der Diskussion teil.

Wie viel Milch sollte man abpumpen?

Menge pro Sitzung

Die Menge der abgepumpten Milch kann stark variieren. Es ist auch ganz normal, dass die Menge von Sitzung zu Sitzung und von Tag zu Tag schwankt. Einige Mütter können bei einer Sitzung zwischen 50 und 200 ml abpumpen, während andere möglicherweise weniger abpumpen.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Menge der abgepumpten Milch nicht unbedingt ein Indikator für Ihre Milchversorgung ist. Versucht, mindestens 15-20 Minuten pro Sitzung zu pumpen oder bis sich der Milchfluss deutlich verlangsamt. Allerdings kann die Abpumpzeit von Person zu Person variieren, daher ist es ratsam, die Zeit an die Reaktion Ihres Körpers anzupassen.

Kolostrum sammeln: Wie geht das?

Kolostrum – was ist das überhaupt und wofür ist das gut?

Kolostrum, auch als Vormilch bekannt, ist die erste Milch, die eine Mutter nach der Geburt produziert. Sie ist stark konzentriert, dickflüssig und gelblich und enthält viele wertvolle Nährstoffe und Antikörper, die für das Neugeborene besonders wichtig sind. Daher wird sie oft als „flüssiges Gold“ bezeichnet.

Kolostrum spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau des Immunsystems des Babys und unterstützt die Verdauung in den ersten Lebenstagen. Es hilft auch dabei, den ersten Stuhl, das Mekonium, abzusetzen. Darüber hinaus stabilisiert Kolostrum den Blutzuckerspiegel des Neugeborenen.

Warum sollte man Kolostrum sammeln?

Das Sammeln von Kolostrum kann aus verschiedenen Gründen empfehlenswert sein. Bei bestimmten medizinischen Bedingungen, wie zum Beispiel Schwangerschaftsdiabetes, kann es vorteilhaft sein, Kolostrum bereits vor der Geburt zu sammeln, da die Milchproduktion verzögert einsetzen kann. Bei Mehrlingsgeburten oder wenn in einer vorherigen Stillzeit Probleme mit der Milchproduktion aufgetreten sind, kann das Sammeln von Kolostrum ebenfalls hilfreich sein. Es kann auch als Vorrat dienen, falls das Baby nach der Geburt nicht sofort gestillt werden kann, zum Beispiel aufgrund einer Frühgeburt. Das gesammelte Kolostrum kann dann dem Neugeborenen zugeführt werden, um es mit den wertvollen Nährstoffen und Antikörpern zu versorgen.

Ab wann kann ich damit loslegen und welche Tipps gibt es dazu?

Mit dem Sammeln von Kolostrum beginnt ihr idealerweise nach der 37. Schwangerschaftswoche. Ihr könnt das Kolostrum per Hand ausstreichen, da es sich durch diese Methode besser gewinnen lässt als durch eine Milchpumpe.

  • Wählt eine ruhige und entspannte Umgebung und stimuliert sanft die Brustwarzen.
  • Beim ersten Anzeichen von Milchfluss massiert ihr die Brust sanft und drückt dann vorsichtig unterhalb der Areola, um das Kolostrum herauszudrücken.
  • Sammelt das Kolostrum in einem sterilisierten Behälter auf. Diese können dann im Tiefkühlschrank bei -18 Grad Celsius eingefroren und mit Datum und Uhrzeit der Gewinnung markiert werden.
  • Die gewonnene Kolostrum-Menge kann zwischen 0,1 bis 0,9 Milliliter pro Sammelvorgang variieren.

Beachtet, dass das Sammeln von Kolostrum eine persönliche Anleitung durch eine geschulte Fachperson, wie eine Hebamme oder Stillberaterin, erfordert. Sie können wertvolle Tipps und Anleitungen geben und sicherstellen, dass Sie die Methode korrekt ausführen.

Aufbewahrung der abgepumpten Milch

Muttermilch im Kühlschrank aufbewahren

Wer abpumpt, muss auch lagern – und die richtige Lagerung ist bei Muttermilch besonders wichtig für die Beibehaltung ihrer Nährwerte. Nach dem Abpumpen sollte die Muttermilch sofort in den Kühlschrank gestellt werden. Die Verwendung von sauberen Muttermilchflaschen oder Muttermilchbeuteln aus BPA-freien Materialien ist unverzichtbar.

Vermeidet aber die Lagerung in der Kühlschranktür, da die Temperatur hier schwanken kann. Stattdessen ist es besser, die Milch im hinteren Teil des Kühlschranks aufzubewahren, wo die Temperatur konstant zwischen vier und sechs Grad liegt.

Es ist auch ratsam, die Muttermilch in kleinen Mengen zu lagern, um Verschwendung zu vermeiden. Ein Baby trinkt in der Regel 30-120 ml pro Mahlzeit, daher könnten größere Portionen ungenutzt bleiben.

Grundsätzliche Regeln zur Aufbewahrung von Muttermilch im Kühlschrank:

  • Sofort nach dem Abpumpen in den Kühlschrank stellen
  • Saubere Muttermilchflaschen oder Muttermilchbeutel verwenden
  • Nicht in der Kühlschranktür lagern
  • Kleine Mengen lagern

Haltbarkeit der Muttermilch im Kühlschrank

Das Wissen zum Thema Haltbarkeit von Muttermilch im Kühlschrank ist entscheidend, um sicherzustellen, dass euer Baby stets sichere und gesunde Nahrung erhält.

Frisch abgepumpte Muttermilch kann bei einer konstanten Kühlschranktemperatur von 4°C etwa 4 bis 5 Tage lang aufbewahrt werden – so lautet auch die Empfehlung von Ernährungsexperten.

Am besten schreibt ihr also das Lagerungsdatum auf die Fläschchen – zum Beispiel mithilfe eines Etikettiergeräts.

Eingefrorene Muttermilch: Wie lange ist sie haltbar?

Kann man Muttermilch tatsächlich einfrieren?

Ja, das Einfrieren von Muttermilch ist möglich und kann bei richtiger Handhabung eine sinnvolle Option sein, um einen Vorrat anzulegen.

Frisch abgepumpte Muttermilch sollte innerhalb von zwei Stunden eingefroren werden. Vor dem Einfrieren sollte die Milch in speziellen, luftdicht verschließbaren Muttermilchbeuteln oder -behältern portioniert werden.

Die Menge pro Beutel oder Behälter sollte dabei auf den üblichen Bedarf des Babys abgestimmt sein, um Verschwendung zu vermeiden. Eine Beschriftung mit dem Abpumpdatum hilft auch beim Einfrieren den Überblick über die Haltbarkeit zu behalten. Es ist zudem ratsam, die Muttermilch flach einzufrieren, um Platz zu sparen und ein schnelleres Auftauen zu ermöglichen.

Wie schnell muss ich aufgetaute Muttermilch verbrauchen?

Aufgetaute Muttermilch sollte innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden, wenn sie im Kühlschrank bei einer Temperatur von weniger als 4°C gelagert wird. Die Lagerung der aufgetauten Muttermilch in der Kühlschranktür sollte vermieden werden, da hier die Temperatur variieren kann.

Wird die aufgetaute Milch nicht im Kühlschrank, sondern bei Raumtemperatur aufbewahrt, so sollte sie innerhalb von 2 Stunden verbraucht werden. Achtung: Muttermilch niemals erneut einfrieren!

Warum darf Muttermilch kein zweites Mal eingefroren werden?

Das Wieder-Einfrieren von aufgetauter Muttermilch ist nicht zu empfehlen. Während des Auftauvorgangs können sich Bakterien, die in der Milch vorhanden sind, vermehren. Ein erneutes Einfrieren stoppt diese Vermehrung nicht, sondern setzt sie nur vorübergehend aus. Beim nächsten Auftauen würden die Bakterien ihre Vermehrung fortsetzen, was das Risiko einer bakteriellen Kontamination erhöht. Diese Bakterien können für das Baby schädlich sein.

Was tun, wenn das Abpumpen nicht klappt?

Umgang mit plötzlichen Schwierigkeiten beim Abpumpen

Manchmal können unerwartete Probleme beim Abpumpen auftreten. Wenn beispielsweise die Milchmenge plötzlich abnimmt oder das Abpumpen schmerzhaft wird, kann dies Verwirrung und Stress verursachen. Hier sind einige mögliche Ursachen und Lösungen:

  • Blockierter Milchkanal: Dies kann zu Schmerzen und einer geringeren Milchmenge führen. Wärme, Massage und häufiges Stillen oder Abpumpen können helfen, den Block zu lösen.
  • Unpassende Brusthaubengröße: Wenn die Brusthaube der Pumpe zu groß oder zu klein ist, kann dies das Abpumpen unangenehm machen und die Milchmenge verringern. Es ist wichtig, die richtige Größe zu verwenden.
  • Stress oder Müdigkeit: Beides kann die Milchproduktion beeinflussen. Versucht, euch Zeit zum Entspannen und Ausruhen zu nehmen.
  • Unpassende Abpumpmethode: Jede Mama reagiert anders auf verschiedene Abpumpmethoden. Es könnte hilfreich sein, verschiedene Methoden auszuprobieren, um die effektivste zu finden.

Gesundheitliche Aspekte des Milchabpumpens

Einfluss auf die Brustgesundheit

Das Abpumpen von Muttermilch kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Brustgesundheit haben. Richtiges Abpumpen kann dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und die Milchproduktion zu steigern.

Eine gut eingestellte Pumpe mit der richtigen Brusthaubengröße kann helfen, wunde Brustwarzen zu heilen und Schmerzen zu reduzieren. Allerdings kann das Abpumpen, wenn es nicht richtig durchgeführt wird oder wenn die Pumpe falsch eingestellt ist, zu Schmerzen und sogar zu Brustproblemen wie einem Milchstau führen.

Stillen und Abpumpen kombinieren

Die Kombination von Stillen und Abpumpen ist eine Option, die vielen Müttern zusätzliche Flexibilität bietet. Sie erlaubt es, dass zum Beispiel auch Papas das Baby füttern können. Gleichzeitig kann die Kombination von Stillen und Abpumpen die Milchproduktion unterstützen. Es ist jedoch wichtig, sie richtig anzugehen, um mögliche Komplikationen wie einen Milchstau zu vermeiden.

Was genau muss man denn beim gleichzeitigen Abpumpen und Stillen beachten?

Gleichzeitiges Abpumpen und Stillen erfordert Übung und Routine. Es ist ratsam, das Abpumpen in den frühen Morgenstunden durchzuführen, wenn die Milchproduktion am höchsten ist. Nach dem Stillen kann auch abgepumpt werden, um die Milchproduktion zu steuern und anzukurbeln. Jedoch sollte man nur so viel Milch abpumpen, wie benötigt und gelagert werden kann. Hautkontakt mit dem Baby vor und während des Abpumpens kann dazu beitragen, mehr Milch zu gewinnen, da dadurch Oxytocin freigesetzt wird, welches den Milchspendereflex auslöst. Es ist auch sinnvoll, eine Doppelmilchpumpe zu verwenden, da diese sowohl Zeit spart als auch mehr Oxytocin freisetzt.

Wie viel abpumpen wenn man stillt?

Die Menge der abgepumpten Milch während des Stillens hängt von verschiedenen Faktoren ab. Erstens hängt sie von eurer individuellen Milchproduktion ab. Einige, stillende Mamas können in einer Sitzung bis zu 100 ml oder mehr abpumpen.

Zweitens beeinflusst der Zeitpunkt des Abpumpens die Menge. Direkt nach dem Stillen kann weniger Milch abgepumpt werden als zwischen den Stillmahlzeiten. Es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und die Milchmenge nicht zu erzwingen. Eine zu starke oder zu lange Pumpaktion kann zu Schmerzen und Beschwerden führen. Zum Schluss sollte man bedenken, dass die abgepumpte Menge kein Indikator für die Milchproduktion ist. Babys sind beim Saugen effizienter als Milchpumpen.

Zum Schluss die Frage aller Fragen: Ist Abpumpen genauso gut wie Stillen?

Diese Frage beschäftigt viele Mamas und lässt sich – wie so oft – nicht pauschal beantworten. Es kommt auf eure individuellen Bedingungen und Präferenzen an.

Unbestritten: Das Stillen ist die natürlichste und praktischste Methode, da die Milch stets in der richtigen Temperatur und hygienisch „verpackt“ zur Verfügung steht.

Dennoch bietet das Abpumpen von Muttermilch auch viele Vorteile. Es ermöglicht Müttern, die aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen nicht stillen können, trotzdem ihren Babys Muttermilch zu geben. Zudem regt das Abpumpen die Milchproduktion an, und es ermöglicht anderen Familienmitgliedern, das Baby zu füttern und so eine engere Bindung aufzubauen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass beim Abpumpen die Milchmenge und -zusammensetzung variieren kann und es mehr Zeit und Organisation erfordert. Daher ist es empfehlenswert – wenn möglich -, das Stillen mit dem Abpumpen zu kombinieren, um die Vorteile beider Methoden zu nutzen.

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Ilona Utzig
Ich bin Rheinländerin, lebe aber seit vielen Jahren im Hamburger Exil. Mit meiner Tochter wage ich gerade spannende Expeditionen ins Teenager-Reich, immer mit ausreichend Humor im Gepäck. Wenn mein Geduldsfaden doch mal reißt, halte ich mich am liebsten in Küstennähe auf, je weiter nördlich, desto besser. Bei Echte Mamas bin ich Senior SEO-Redakteurin. Meine journalistische Ausbildung abolvierte ich bei Hamburger Jahreszeitenverlag, um anschließend Skandinavistik, Politikwissenschaft und Germanistik zu studieren. Nach langen Jahren als Finanz-Redakteurin liegen mir heute noch die Themen Vorsorge, Vereinbarkeit und Care-Arbeit am Herzen.

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