Mann verlässt schwangere Freundin: „Ich wollte nie Kinder.”

Was ist, wenn es in einer Partnerschaft Differenzen beim Kinderwunsch gibt? Wenn einer von beiden unbedingt Kinder will und der andere sich absolut nicht vorstellen kann, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen? Ein schwieriges Thema, für das es sicher keine einfache Lösung gibt.

Besonders kompliziert wird es aber dann, wenn er kein Kind möchte, sie aber die Verhütung weglässt und schwanger wird. So ist es einem Mann passiert, der bei Reddit nach Rat sucht. Er fühlt sich hintergangen und will seine Freundin aufgrund der Schwangerschaft verlassen.

Wie sollte der werdende Vater sich verhalten?

„Ich wollte nie Vater werden. Ich bin das älteste von sechs Kindern und verbrachte die meiste Zeit meiner Kindheit und Jugend damit, der dritte Elternteil meiner jüngeren Geschwister zu sein. Meine Ex-Freundin wusste das seit Beginn unserer Beziehung im Jahr 2017. Sie sagte, sie sei damit einverstanden.”

Doch das änderte sich plötzlich, als in ihrem Umfeld die ersten Babys geboren wurden: „Irgendwann während der Pandemie bekam sie schweres Babyfieber, was, wie sie zugab, wahrscheinlich darauf zurückzuführen war, dass sowohl ihre Schwester als auch ihre beste Freundin ihre Babys zwischen Ende 2020 und Mitte 2021 bekamen.

Der Mann schlägt eine Trennung vor.

Sie sagte, sie hätte bis dahin nicht gedacht, dass sie Mutter werden wollte. Ich wollte weiterhin nicht, aber schlug vor, dass wir uns trennen könnten, wenn ihr das am Herzen lag. So könnte einen Mann finden, der Vater werden möchte. Wir machten ein paar Monate Pause, bevor sie mich bat, wieder zu ihr zurückzukommen.

Sie sagte, sie hätte Zeit zum Nachdenken gehabt und wolle zwar immer noch Mutter werden, würde aber versuchen, als coole Tante glücklich zu werden. Doch Mitte 2022 erzählt sie mir plötzlich, dass sie schwanger ist, dass es von mir ist und dass sie keine Abtreibung will. Ich fragte, wie und sie gab zu, dass sie die Pille schon seit einiger Zeit abgesetzt hatte.”

Er trennt sich von seiner schwangeren Freundin

„Ich war wütend. Ich wollte nie Vater werden. Das wusste sie schon vor sechs Jahren. Ich verstehe, dass sie es sich anders überlegt hat, aber dann sagte sie, dass sie kein Kind mehr bekommen möchte, also dachte ich, wir würden das wirklich hinter uns lassen. Ich habe erwartet, dass ihr Kinderwunsch wieder auftritt, aber keine Schwangerschaft.”

Also zieht der Mann Konsequenzen und tut das, was man im Allgemeinen „sitzenlassen” nennt. Bei Freunden und Familie kommt das natürlich gar nicht gut an. Inzwischen ist das Kind auch schon zur Welt gekommen. „Ich habe ihr gesagt, dass ich gehe. Ich verdiene gutes Geld und bezahle Unterhalt für mein Kind. Aber das wollte ich nie. Jetzt sehe ich für alle wie ein riesiges Arschloch aus, von Freunden über die Familie bis hin zu fremden Leuten, die wir nur flüchtig kennen, weil ich der Vater bin, der sein Kind im Stich lässt.”

Was sagt das Netz dazu?

Die Kommentare fallen tatsächlich gemischt aus. Manche finden die Haltung des Vaters nachvollziehbar: „Sie wusste, dass du deine Meinung nicht geändert hast und hat trotzdem die Verhütung weggelassen. Nun hat sie, was sie wollte.”

Andere finden es falsch, dass der Mann seine Freundin mit dem Kind verlässt. „Du hättest eine Vasektomie machen lassen sollen. Es ist mies, die Verantwortung für die Verhütung der Frau zu überlassen.”

Auf den Einwand mit der Vasektomie hat der unfreiwillige Vater noch einmal geantwortet:

„Die Sache ist die: Ich mag Kinder. Als ich jung war, habe ich tolle Erfahrungen mit meinen Geschwistern und meinen jüngeren Cousins ​​gemacht. Obwohl ich kein Vater werden wollte, habe ich gedacht, dass sich eines Tages etwas ändern könnte und ich meine Vergangenheit hinter mir lassen würde. Es war eine „Für die 1-5-prozentige Chance, dass ich doch mal ein Kind möchte“-Entscheidung. (…) Menschen sind manchmal kompliziert.”

Was denkst du über die Geschichte? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!

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Lena Krause
Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und übe mich als Patentante (des süßesten kleinen Mädchens der Welt, versteht sich). Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert. Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach! Bevor ich bei Echte Mamas gelandet bin, habe ich Literatur und Medienwissenschaften studiert und nebenbei in einer Agentur als Texterin gearbeitet. Danach habe ich im Lokaljournalismus angefangen und sogar mit meinem Team den „Vor-Ort-NRW-Preis” gewonnen. Die große Nähe zu Menschen und Lebensrealitäten habe ich dort lieben gelernt und das lasse ich jetzt in unsere Echten Geschichten einfließen. Die sind mir nämlich eine Herzensangelegenheit, genauso wie die Themen Vereinbarkeit, Female Empowerment und Psychologie.

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