Ist Knoblauch in der Schwangerschaft erlaubt?

Knoblauch ist als Zutat aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Denn die leckeren Knollen sind nicht nur gesund, sondern auch ein Geschmacksträger für viele andere Stoffe. Doch darfst du Knoblauch auch während deiner Schwangerschaft bedenkenlos essen? Die Antwort, alle wichtigen Infos dazu und leckere Rezepte mit Knoblauch findest du hier.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Knoblauch liefert jede Menge Nährstoffe, Vitamine und Mineralien für den Körper und ist ein natürliches antibakterielles Mittel.
  • Er senkt aber auch den Blutdruck und verdünnt das Blut. Deshalb solltest du ihn vor allem im zweiten und dritten Trimester nur in Maßen essen.
  • Zu viel Knoblauch kann außerdem zu Verdauungsproblemen führen und die Darmtätigkeit anregen. Das wiederum kann sich auf die Gebärmutter auswirken und frühzeitige Wehen auslösen.

2. Darf ich Knoblauch in der Schwangerschaft essen?

Ja – so lange du es nicht übertreibst. In kleinen Mengen gilt Knoblauch nämlich während der Schwangerschaft als sicher und ist sogar sehr gesund für dich und dein Baby. Besonders im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel solltest du allerdings darauf achten, nicht zu viel Knoblauch zu essen. Denn die leckere Knolle wirkt nicht nur blutdrucksenkend, sondern auch blutverdünnend. Das heißt, es kann passieren, dass sich Blutungen während der Geburt schwieriger stoppen lassen. Sprich deshalb am besten einmal mit deinem Arzt. Er kann dir sagen, wieviel Knoblauch für dich persönlich in Ordnung ist.

3. Ist Knoblauch in der Schwangerschaft gesund?

Ja! Wusstest du, dass Knoblauch nicht nur den Geschmack von Speisen verbessert, sondern auch erstaunliche medizinische Eigenschaften besitzt? Die leckere Knolle liefert nicht nur einen Haufen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien für den Körper, sondern ist auch ein natürliches antibakterielles Mittel. Knoblauch normalisiert den Blutfluss im Körper und sorgt für ein hormonelles Gleichgewicht. Welche gesundheitlichen Vorteile Knoblauch sonst nich hat, liest du hier:

1. Senkt den Blutdruck

Fast eine von zehn Frauen leidet während der Schwangerschaft an Bluthochdruck. Im schlimmsten Fall kann das zu einer lebensbedrohlichen Schwangerschaftsvergiftung führen. Knoblauch kann dazu beitragen, den Blutdruck zu senken und verringert gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, überhaupt erst Bluthochdruck zu entwickeln.

2. Senkt den Cholesterinspiegel und beugt Herzproblemen vor

Der magische Inhaltsstoff im Knoblauch, Allicin, hilft dabei, deinen Cholesterinspiegel zu senken. Und nicht nur das: Gleichzeitig verdünnt der Stoff auch dein Blut und reduziert dadurch das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Aber Achtung: Bei der Geburt kann sich diese Blutverdünnung negativ auswirken, da sich Blutungen schwieriger stoppen lassen.

3. Hilft bei Erkältung, Grippe und Infektionen

Knoblauch kann das Wachstum von schädlichen Bakterien in deinem Körper begrenzen und dein Immunsystem stärken. Er hilft dabei, Infektionen, einschließlich Erkältung und Grippe, abzuwehren.

4. Verhindert Haarausfall

Du gehörst zu den Frauen, die während der Schwangerschaft an Haarausfall leiden? Dann kann Knoblauch dir helfen: Das Allicin beugt nämlich Haarausfall vor und fördert gleichzeitig das Wachstum neuer Haare.

5. Hilft bei Erschöpfung

Müdigkeit und Erschöpfung sind ein häufiges Problem während der Schwangerschaft, aber auch hier kann Knoblauch Abhilfe schaffen.

4. Wie viel Knoblauch darf ich während der Schwangerschaft essen?

Wie gesagt solltest du es mit dem Knoblauch in der Schwangerschaft nicht übertreiben. Damit es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt, müsstet du allerdings eine relativ große Menge essen. Wenn du nicht mehr als zwei bis frei Zehen pro Tag isst, sollte das im Normalfall kein Problem sein. Wenn du unsicher bist oder Nebenwirkungen beobachtest, sprich aber auf jeden Fall mit deinem Arzt!

5. Warum Schwangere nicht zu viel Knoblauch essen sollten

Obwohl Knoblauch als gesundes Gemüse gilt, kann er in einigen Fällen negative Nebenwirkungen auslösen. Deshalb solltest du es besonders im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel nicht übertreiben. Denn:

1. Knoblauch verdünnt das Blut

Das bedeutet, dass du mehr als normal bluten könntest, was vor allem bei der Geburt, einem Kaiserschnitt oder anderen chirurgischen Eingriffen ein großes Problem sein kann. Denn die Blutungen lassen sich in diesem Fall nur deutlich schwerer stoppen.

2. Magenprobleme und Verdauungsstörungen sind möglich

Wenn du Knoblauch gegessen hast und danach unter Magen-DFarm-Problemen leidest, sprich am besten mit deinem Arzt. Denn: und sie anregen.

3. Blähungen und Durchfall können sich auf die Gebärmutter auswirken

Das muss natürlich nicht passieren, kann aber! Und wenn die Gebärmutter angeregt wird, kann es zu frühzeitigen Wehen kommen.

6. Kann Knoblauch Wehen auslösen?

Jein. Knoblauch an sich löst direkt keine Wehen aus. Wenn du zu viel davon isst, oder ihn nicht verträgst, kann es aber passieren, dass du Blähungen, Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden bekommst. Die verstärkte Darmtätigkeit kann wiederum die Gebärmutter anregen – und dadurch im schlimmsten Fall Wehen auslösen. Das ist zwar selten, du solltest das Risiko aber trotzdem kennen und dich in diesem Fall schnellstmöglich mit deinem Arzt in Verbindung setzen.

7. Leckere Rezepte mit Knoblauch für die Schwangerschaft

Du siehst also, so lange du es nicht übertreibst, ist Knoblauch auch in der Schwangerschaft gesund. Und mit diesen leckeren Rezepten bist du in allen drei Trimestern auf der sicheren Seite:

Hausgemachtes Knoblauchbrot mit pasteurisiertem Käse

Ein Klassiker! Mit pasteurisiertem Käse auch ideal für Schwangere:

Das brauchst du

250 ml Wasser, lauwarm
2 EL Zucker
1 TL Trockenhefe
2 TL Salz + Salz zum Würzen
1 EL Olivenöl + 50 ml
370 g Mehl
4 Knoblauchzehe(n)
5 Stiele Petersilie
4 Stiele Thymian
90 g pasteurisierter Käse

Und so wird’s gemacht

  1. Verrühre das warme Wasser mit dem Zucker, der Trockenhefe und 2 EL Mehl und lass alles 15 Minuten stehen. Mische das Mehl und das Salz, die Hefemischung und 1 EL Öl dazu und verknete alles ca. 10 Minuten lang zu einem glatten Teig. Öle eine Schüssel ein lass den Teig darin abgedeckt 45 Minuten bis 1 Stunde gehen. Das Volumen sollte sich nach dieser Zeit verdoppelt haben.
  2. Heize den Ofen auf 200 °C vor. Schäle anschließend den Knoblauch und hacke ihn fein. Wache und trockne die Petersilie, schneide die harten Stiele ab und schneide den Rest fein. Zupfe die Thymianblätter ab. Reibe den pasteurisierten Käse. Mische nun anschließend alle Zutaten mit 50 ml Olivenöl und würze sie mit Salz.
  3. Fette eine Springform ein und lege den Boden mit Backpapier aus. Knete den Teig kurz durch und forme ihn zu einer Rolle. Schneide ihn in etwa 6 cm breite Scheiben. Mische die Scheiben mit der Käsemischung vorsichtig und lege sie gefächert zu einem Ring in die Backform.
  4. Backe das Brot anschließend im Ofen etwa 35 Minuten bis es goldbraun ist.

Spaghetti Aglio e Olio

Du hast nur wenig Zeit, aber Lust auf etwas Sättigendes und Nahrhaftes? Dann ist Spaghetti Aglio e Olio das ideale Rezept.

Das brauchst du

400 g Spaghetti
1 Prise Salz
4 Stück Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
150 ml kaltgepresstes Olivenöl

Und so wird’s gemacht

  1. Koche die Spaghetti in einem großen Topf in reichlich Salzwasser al dente.
  2. Schäle die Knoblauchzehen, drücke sie durch die Knoblauchpresse oder hacke sie fein. Wasche die Petersilie, trockne sie und hacke die Blätter fein.
  3. Erwärme in einer Pfanne das Olivenöl mit Knoblauch und Petersilie bei schwacher Hitze, lass alles etwa 3 Minuten ziehen. Salze nach Belieben.
  4. Schütte die Nudeln in ein Sieb, lass sie gut abtropfen, gebe sie in die Pfanne zum Knoblauchöl hinzu und durchmische alles. Fertig!

Übrigens: Wusstet du, dass Knoblauch hat auch in der Stillzeit einige Vorteile hat?

Mehr Tipps zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“bekommst du hier.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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