„Ich hatte das Gefühl, mich schämen zu müssen, als ich Babynahrung nutzen musste“

Viele Mamas setzen sich dafür ein, das Stillen an der Brust zu enttabuisieren. Model Chrissy Teigen macht nun auf die Kehrseite der Medaille aufmerksam: Über ihren Twitter-Account erklärt sie, dass sie sich für Mamas stark machen möchte, die nicht stillen.

Was hat Chrissy Teigen gegen das Stillen?

Der Hashtag #normalizebreastfeeding bekommt seit Jahren in sozialen Netzwerken immer mehr Aufwind. Viele Mütter empören sich über negative Reaktionen, wenn sie offen und öffentlich stillen, schließlich sei das die natürlichste Sache der Welt. Warum befürwortet Chrissy Teigen nun eine Säuglingsernährung ohne Mamas Brust?

Das Model stellt eingangs klar, dass sie Stillen für eine wundervolle Sache hält. Aber sie findet es problematisch, dass durch die Betonung der positiven Aspekte des Stillens, Mamas abgewertet werden, die nicht stillen. Diese Mamas fühlen sich dann schlecht, wenn sie auf Säuglingsnahrung und Fläschchen zurückgreifen. Dabei spricht die Zweifach-Mama aus eigener Erfahrung: „Ich hatte das Gefühl, mich schämen zu müssen, als ich Babynahrung nutzen musste, weil ich wegen einer Depression zu wenig Milch hatte.“

Abfällige Kommentare wegen Säuglingsnahrung

Als Neu-Mama gibt es schließlich einiges, woran man sich gewöhnen muss. Plötzlich steht die ganze Welt Kopf und dreht sich um diesen neuen, kleinen Menschen. In dieser Situation auch noch Vorwürfe zu kassieren, ist für manche Frauen einfach zu belastend. Das beschreibt auch Chrissy Teigen in ihrem Tweet: „Dieser Stress gepaart mit dem Schuldgefühl, dass du deinem Kind nicht die natürlichste Sache der Welt geben kannst, ist einfach zu viel.“ Sie selbst erinnere sich noch gut an die Traurigkeit, die sie deswegen empfunden habe.

Also hat Chrissy Teigen es sich zur Aufgabe gemacht, auch das Ernähren mit Säuglingsnahrung zu enttabuisieren. Sie ermutigt Mütter, die ihr Kind nicht stillen: „Dein Baby wird wunderschön, perfekt und vollkommen okay!“

Chrissy Teigen spricht offen über Tabu-Themen

Damit macht das Model auf ein Tabu im Tabu aufmerksam: Da die öffentliche Aufmerksamkeit so stark auf die positiven Seiten des Stillens gerichtet ist, wird eine Säuglingsernährung mit Fertigmilch immer weiter abgewertet. Mütter, die darauf zurückgreifen, fühlen sich womöglich unter Druck gesetzt. Denn nicht alle Mamas empfinden das Stillen ihres Babys als angenehm. Manche zwingen sich trotzdem unter großen Schmerzen und Stress dazu, weil sie das Gefühl haben, es ihrem Baby oder der Gesellschaft schuldig zu sein.

Diesen Mamas macht Chrissy Teigen mit ihren offenen Worten auf Twitter Mut. Das Model ist überzeugt: „So lange dein Baby satt ist, machst du alles richtig, Mama!

Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich die prominente Mama für das Auflösen von Tabus stark macht: Vor einigen Wochen hatte sie mit ihrer Community bereits intime Bilder und Gedanken zu ihrer Fehlgeburt geteilt, die großes Aufsehen erregten.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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