1. Was ist ein Kaiserschnitt?
Der Kaiserschnitt verdankt seinen Namen dem römischen Kaiser Caesar, weil dieser wohl selbst so auf die Welt kam. Ob das wirklich stimmt, weiß man allerdings bis heute nicht. Fakt ist, dass der Kaiserschnitt heutzutage nichts Unübliches ist. Oberhalb des Schambeins wird ein etwa zehn bis 20 Zentimeter großer Schnitt gemacht, um das Baby zu holen. Anschließend wird dieser Schnitt entweder vernäht oder geklammert. Nach fünf Tagen werden die Klammern oder Fäden, sofern es sich nicht um selbstauflösende handelt, entfernt.
Dieses kurze Video zeigt eindrucksvoll, wie ein Kaiserschnitt durchgeführt wird – und woher genau die spätere Narbe stammt:
2. Die Kaiserschnittnarbe richtig pflegen – das solltest du beachten
Nach ein paar Tagen ist die Kaiserschnittnarbe meist schon nicht mehr ganz so rot und geschwollen, nach circa drei Wochen ist sie in der Regel äußerlich (!) schon gut verheilt. Nun kannst du damit beginnen, sie zu pflegen.
1. Bequeme Kleidung
Weiche und lockere Baumwollunterwäsche sowie Hosen sind das A und O nach einem Kaiserschnitt. Die Narbe ist empfindlich und zu enge Kleidung drückt und schneidet ein. Besonders da der Hosenbund meist genau auf der Narbe endet. Da es sich in Jogginghose und Co. aber eh am allerbesten kuscheln lässt, ist das auch vollkommen okay so, oder? Wann du wieder bereit bist für deine alten Jeanshosen, wirst du selbst merken.

2. Bauchgurt
Deine Bauchmuskeln wurden während der Schwangerschaft stark gedehnt. Um deinem Bauch nach der Geburt also den nötigen Halt zu geben, kann ein Bauchgurt vorteilhaft sein. Meist bekommst du ihn nach einem Kaiserschnitt sowieso schon direkt in der Klinik. Wenn nicht, kannst du dir einfach einen im Sanitätshaus oder online kaufen.

Durch den Kaiserschnitt kannst du, anders als bei einer natürlichen Geburt, auch erst später mit dem Rückbildungskurs anfangen. Auch deshalb kann ein Bauchgurt nicht schaden, denn er fördert die Rückbildung.
3. Nichts Schweres tragen
Auch wenn die Kaiserschnittnarbe äußerlich verheilt ist, die innere Verletzung braucht deutlich länger. Daher ist es wichtig, eine Zeit lang auf das Tragen schwerer Dinge wie Getränkekisten oder Einkaufstüten zu verzichten. Auch größere Geschwisterkinder müssen da leider zurückstecken. Auch hier musst du auf deinen Körper hören. Zieht es in der Bauchregion, solltest du definitiv vorsichtiger sein.
4. Duschen statt Baden
Auch wenn du gerne badest, solltest du in den ersten Wochen darauf verzichten. Denn ein Bad weicht das Narbengewebe auf, was nicht gut ist, wenn die Narbe äußerlich noch nicht ganz verheilt ist. Duschen darfst du in der Regel schon wieder am Tag danach, sofern du dich fit genug fühlst. Die Kaiserschnittnarbe am besten danach mit einem Handtuch vorsichtig trocken tupfen.
Achte am besten darauf, nicht zu dufthaltige Duschgels zu verwenden, diese können die frische Narbe reizen.
5. Sonnenlicht vermeiden
Narbengewebe ist sehr empfindlich. Weil die Pigmentierungsfähigkeit der Haut beeinträchtigt ist, solltest du die Haut vor der Sonne schützen. Ansonsten kann das eine dauerhaft helle oder dunkle Verfärbung der Haut zur Folge haben. Auch der Gang ins Solarium sollte das erste Jahr vermieden werden.
6. Die Kaiserschnittnarbe mit Massage pflegen
Narbenmassagen sind ideal, um das Gewebe geschmeidig zu machen und die Durchblutung zu fördern. Durch die Stimulierung können die Nervenzellen regeneriert werden, was gegen das Taubheitsgefühl helfen kann.
Als Pflegemittel eignet sich natürliches Mandel- oder Johanneskraut-Öl. Auch Ringelblumensalbe ist gut geeignet, denn sie ist entzündungshemmend und schwellungslindernd.
Am besten in kreisenden Bewegungen massieren, auch direkt über die Narbe. Allerdings die Narbe dabei nicht auseinanderziehen. Höre auch hier wieder auf deinen Körper. Die Massage sollte sich angenehm anfühlen.
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3. Probleme trotz Kaiserschnittnarbe pflegen: Welche Symptome normal sind und wann du zum Arzt solltest
Kleine Knubbel um die Kaiserschnittnarbe sind meist normal, da es sich hier um Gewebswasseransammlungen handelt. Auch wenn du blaue Flecken bekommst, ist das kein Grund zur Sorge. Ein Jucken ist sogar ein gutes Zeichen, denn dann beginnt die Wunde zu heilen.
Hast du aber bei irgendwelchen Anzeichen kein gutes Gefühl, frag am besten deine Hebamme oder deinen Arzt. Zum Beispiel wenn die Narbe pocht, du Fieber bekommst oder die Narbe brennt, ist es dringend nötig, dies abchecken zu lassen.
Nach sechs Monaten ist die Narbe meist schon deutlich blasser und unauffälliger.
Am Ende ist sie aber doch etwas ganz Besonderes, das dich für immer an die Geburt deines Kindes erinnern wird.
4. Wo kann ich Pflege für meinen Kaiserschnitt kaufen?
Natürliches Mandel- oder Johanneskrautöl kannst du ganz einfach online bestellen. Eine Flasche mit 100 ml kannst du – je nach Anbieter – für 10 bis 30 Euro kaufen, zum Beispiel hier:*
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[…] der Gebärmutter, die bei späteren Schwangerschaften zu Komplikationen führen können. Auch die Kaiserschnittnarbe selbst braucht einige Zeit, um zu verheilen. In den meisten Fällen verblasst sie mit der Zeit, […]