Eipollösung: Die Geburt natürlich einleiten!

Endlich ist der errechnete Geburtstermin da! Der Tag, auf den wohl jede werdende Mama so sehr hin fiebert. Nach all den Wochen der Vorfreude wollen wir unser Baby endlich in den Armen halten. Und dann? Dann tut sich nichts. Keine Spur von Wehen, keine Anzeichen, dass es endlich losgeht. Eine Möglichkeit, der Geburt auf natürliche Weise und ohne Medikamente auf die Sprünge zu helfen, ist die sogenannte Eipollösung. Was das ist und wie hoch die Erfolgschancen sind, erklären wir dir hier.

Eipollösung – was ist das?

Die Eihaut ist die äußere Hülle der Fruchtblase, die um den Muttermund herum an der Wand der Gebärmutter klebt. Bei der Eipollösung lösen der Arzt oder die Hebamme diese Eihaut vom Gebärmutterrand ab. Dazu führen sie einen Finger in deine Vagina ein und massieren sanft deinen Gebärmutterhals.

Sind die Eihäute abgelöst, produziert dein Körper eine große Menge an Prostaglandinen. Das ist sein Hormon, das den Muttermund weich macht und unter anderem dafür verantwortlich ist, die Wehen auszulösen.

Die Eipollösung ist auch unter dem Namen Eipolablösung oder Zervix-Stripping bekannt.

Wie oft hat das Zervix-Stripping Erfolg?

Dass die Eipolablösung wirkt, wurde anhand verschiedener Studien bewiesen. Die Angaben zur Erfolgsquote sind allerdings unterschiedlich. Einige Quellen schreiben, dass die Eipollösung in der 50 % aller Fälle innerhalb von 48 Stunden zu Wehen führt. Andere sagen, dass das Zervix-Stripping die Wahrscheinlichkeit für einsetzende Wehen um 25 % erhöht.

Es wurde aber nachgewiesen, dass Schwangere nach einer Eipolablösung seltener zusätzlich Medikamente brauchten, um die Geburt einzuleiten.

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Ab wann ist die Eipolablösung möglich?

Die Wirksamkeit der Eipollösung wurde ab der 38. Woche nachgewiesen. Allerdings gibt es die Empfehlung, die Maßnahme erst ab der 40. SSW anzuwenden, wenn der Körper bereit für die Geburt ist. Das heißt, der Muttermund sollte sehr weich oder im besten Fall schon leicht geöffnet sein. Nur dann kann der Arzt oder die Hebamme einen Finger einführen, um den die Eihäute durch eine leichte Massage vom Muttermund abzulösen.

Ist die Eipollösung schmerzhaft?

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Das Zervix-Stripping kann sehr schmerzhaft sein, muss aber nicht. Dabei kommt es zum Beispiel sehr darauf an, ob dein Muttermund schon bereit für die Geburt ist. Auch die Position deiner Gebärmutter spielt eine Rolle. Wenn sie noch weit hinten liegt, kann die Eipollösung beispielsweise schmerzhafter sein, als wenn sie sich schon nach vorn geschoben hat.

Dazu kommt, dass jede Frau Schmerzen natürlich anders empfindet und sie unterschiedlich gut aushalten kann. Viele Schwangere beschreiben die Eipollösung als sehr unangenehm, hatten aber keine starken Schmerzen.

Zervix-Stripping: Was sind die Vor- und Nachteile?

Bevor du dich für die Eipollösung entscheidest bzw. deinen Arzt darauf ansprichst, haben wir hier einmal die Vor- und Nachteile für dich gesammelt:

Vorteile

  • Die Eipollösung ist eine natürliche Art, die Geburt einzuleiten, und kommt ganz ohne Medikamente aus.
  • Dadurch bringt sie auch deinen Hormonhaushalt nicht aus dem Gleichgewicht.
  • Sollten nach dem ersten Mal keine Wehen auftreten, kann man sie mehrmals wiederholen.
  • Die Fruchtblase bleibt ganz und wird nicht gesprengt.

Nachteile

  • Nicht bei jeder Schwangeren löst die Ablösung der Eihäute auch Wehen aus.
  • Nach der Eipollösung kommt es bei manchen Frauen zu Blutungen, die auch mehrere Tage anhalten können. Nicht immer wird dann auch die Geburt ausgelöst.
  • Je nach Schmerzempfinden kann das Zervix-Stripping sehr schmerzhaft sein.

Welche Risiken hat die Eipollösung?

Auch wenn Zervix-Stripping eine natürliche Art ist, um die Geburt einzuleiten, bleibt es trotzdem ein kleiner Eingriff in den natürlichen Ablauf. Wie beinahe jede medizinische Maßnahme bringt es deshalb auch einige (kleinere) Risiken mit sich:

  • Unproduktive Wehen
    Es kann passieren, dass das Ablösen der Eihäute zwar Wehen auslöst, sie aber keinen Einfluss darauf haben, dass sich der Muttermund öffnet und die Geburt vorangeht.
  • Vaginale Blutungen
    Durch das Einführen des Fingers und die Massage des Muttermundes kann es zu kleinen Verletzungen kommen.
  • Vorzeitiger Blasensprung
    Normalerweise bleibt die Fruchtblase bei einer Eipollösung intakt. In einigen Fällen kann es trotzdem dazu kommen, dass sie plötzlich platzt.
  • Gefahr von Infektionen

Hat die Eipollösung Nebenwirkungen?

Neben den eben beschriebenen Risiken hat die Eipollösung im Normalfall keine Nebenwirkungen. Sie kann wie gesagt schmerzhaft sein, MUSS aber nicht. Bei manchen Schwangeren stellt die vaginale Behandlung eine psychische Belastung bei der Geburtsvorbereitung dar.

Bevor du dich für oder gegen die Eipollösung entscheidest, solltest du auf jedem Fall mit deinem Arzt oder deiner Hebamme sprechen. Sie können dir sagen, ob und ab wann diese Methode der Geburtseinleitung für dich geeignet ist, deine Fragen beantworten und die möglichen Alternativen erklären.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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