Darf mein Baby Quark essen? Tipps und Hinweise

Ist fürs Baby Quark schon erlaubt – ja oder nein? Diese Frage stellen sich viele Mamas. Spätestens, wenn die Beikostphase startet. Für den kleinen Hunger zwischendurch ist ein bisschen Quark nicht verkehrt, oder etwa doch? Wir verraten dir, ab wann dein Nachwuchs das Kuhmilchprodukt unbedenklich essen darf.

1. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Quark zählt zu den Milchprodukten, die sehr viel Eiweiß enthalten.
  • Für Babys und Kleinkinder ist Quark erst ab dem zweiten Lebensjahr zu empfehlen.
  • Wird mit der Beikost begonnen, sollte Quark also noch nicht auf dem Speiseplan stehen.
  • Durch den hohen Proteinanteil kann es bei deinem Baby zu einer Überlastung der Nieren sowie des Stoffwechsels kommen.
  • Die DGKJ stuft proteinreiche Beikost sogar als schädlich ein.

2. Darf mein Baby Quark essen?

Etwas Quark mit frischem Obst und ein paar Haferflocken als Topping – das schmeckt uns Erwachsenen und kann für Babys und kleine Kinder doch ebenfalls nicht verkehrt sein. Oder? Leider doch! Wenngleich du deinem Nachwuchs ab dem siebten Monat (bis zum ersten Geburtstag) täglich bis zu 100 g Vollmilch oder Naturjoghurt anbieten kannst, sollte Quark in diesem Alter noch nicht auf dem Speiseplan stehen. Auch nicht als kleine Zwischenmahlzeit.

3. Ab wann darf ich meinem Baby Quark geben?

Viele Mamas beginnen mit dem Zufüttern von Brei, wenn der Nachwuchs etwa fünf oder sechs Monate alt ist. Milchprodukte sollten zu diesem Zeitpunkt allerdings noch keine Rolle bei der Essensplanung spielen. Denn sowohl Quark als auch Joghurt tun deinem Baby nur bedingt bis gar nicht gut. Mit Muttermilch oder auch spezieller Pre-Nahrung für Säuglinge machst du in den ersten Lebensmonaten deines Babys dagegen absolut nichts verkehrt.

In der Beikost-Zeit bietet sich zu Beginn dann vor allem Gemüse- oder Obstbrei an. Erst ab dem 12. Monat solltest du deinem Baby (wenn überhaupt) nur etwas Quark zum Probieren anbieten. Wichtig: Quark enthält weniger Kalzium als beispielsweise Joghurt oder Käse. Möchtest du deinem Würmchen etwas Gutes tun, greife eher zu diesen Lebensmitteln.

Wie viel Quark ist ok?

Wenn du dein Baby ab dem zweiten Lebensjahr hin und wieder Quark ambietest, ist das in der Regel kein Thema. Tatsächlich solltest du die Menge grundsätzlich in Grenzen halten. Die unabhängige Gesundheitsberatung empfiehlt für die Kleinsten insgesamt rund 300 g Milch bzw. Milchprodukte täglich. An den folgenden Richtwerten kannst du dich super orientieren:

Maximale Menge pro Tag:

Milchbrei: 240 g
Joghurt: 125 g
Quark: 125 g
Butter: 30 g
Milch: 250 ml

4. Ist Quark für Babys schädlich?

Wenn du deinem Baby direkt mit dem Start der Beikost (also ab dem fünften bis sechsten Monat) Quark zuführst, kann sich das tatsächlich negativ auf den kleinen Körper auswirken. Der Grund: Quark sowie auch zahlreiche andere Milchprodukte enthalten sehr viel Eiweiß. Dadurch kann es im schlimmsten Fall zu einer Überlastung der Nieren und des Stoffwechsels kommen. Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DGKJ) warnt sogar vor proteinreicher Beikost für Säuglinge und stuft diese als überflüssig sowie schädlich ein.

5. Mein Baby hat Quark gegessen – und jetzt?

Wenn dein Baby aus Versehen (einmalig) eine kleine Menge Quark isst, ist das kein Grund zur Panik. Im Normalfall sollte nichts passieren, so lange es bei dem einen Mal bleibt oder nur sehr selten vorgekommen ist. Du solltest du vermeiden, deinem Schatz regelmäßig Quark oder Produkte mit Quark zu geben.

6. Leckere Rezepte mit Quark fürs Baby zum Selbermachen

Sobald dein Spatz bereit für Quark ist, kannst du ab und zu ein kleines Schüsselchen mit dem Milchprodukt servieren. Um den Speiseplan allerdings etwas fröhlicher und kindgerechter zu gestalten, haben wir drei leckere Rezepte herausgesucht, die für Babys und Kleinkinder ab dem zweiten Lebensjahr geeignet sind und sich super easy nachmachen lassen. Viel Spaß!

1. Rezept: Quarkbrötchen ohne Zucker

Blitzschnell gemacht sind die gesunden Quarkbrötchen von breirezept.de ohne Zucker.

Du brauchst für etwa 12 Quarkbrötchen:

  • 275 g Mehl
  • ein Päckchen Backpulver
  • 250 g Quark
  • sechs Esslöffel Milch
  • vier Esslöffel Öl
  • etwas Salz

Kinderleichte Zubereitung:

  1. Das Rezept lässt sich wirklich einfach umsetzen. Im ersten Schritt verknetest du alle Zutaten zu einem möglichst glatten Teig. Nimm dir dafür gerne eine Küchenmaschine mit Rührhaken oder die Hände zur Hilfe.
  2. Forme aus dem Teig nun ungefähr zwölf gleich große Quarkbrötchen.
  3. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech gibst du sie nun bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) für rund 15 Minuten in den Ofen. Fertig!

2. Rezept: Babypizza mit Quark

Diese Quarkpizza von meinestube.de schmeckt der ganzen Familie und lässt sich in wenigen Minuten zubereiten.

Was du dafür brauchst:

  • fünf Esslöffel Dinkelmehl
  • ein Esslöffel Magerquark
  • zwei Esslöffel Olivenöl
  • einen halben Teelöffel Backpulver

Für den Belag eignen sich beispielsweise Tomatenmark, Mozzarella, Paprika und alles, was deiner Familie schmeckt und schon von den Kleinen gegessen werden darf.

So geht’s:

  1. Bevor du dich ans Zubereiten machst, heize den Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vor.
  2. Nun verrührst du das Olivenöl mit dem Quark.
  3. Gib nun das Backpulver mit dem Dinkelmehl in einen Behälter und anschließend zum Quark.
  4. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
  5. Forme aus dem Teig nun vier Mini-Pizzen und bestreiche diese mit Tomatenmark, Käse sowie den Zutaten deiner Wahl.
  6. Für etwa 15 Minuten geht es nun ab damit in den Backofen.

3. Rezept: Quarkkeulchen

Die Quarkkeulchen von breifreibaby.de sind nicht nur veggie, sondern ebenfalls zuckerfrei.

Zutaten, die du brauchst:

  • 500 g Kartoffeln
  • 500 g Magerquark
  • ein Ei
  • eine Bio-Zitrone
  • drei bis fünf Esslöffel Mehl

So werden die Leckereien gemacht:

  1. Idealerweise hast du die Kartoffeln bereits am Vortag vorgekocht, sodass du diese jetzt nur noch schälen und stampfen musst.
  2. Hebe nun das Ei sowie den Quark unter die Kartoffeln.
  3. Jetzt kommt der Abrieb der Bio-Zitrone sowie etwas Mehl dazu.
  4. Forme die Quarkkeulchen nun mit zwei Esslöffeln und brate sie von jeder Seite etwa fünf Minuten in der Pfanne an.

Tipp: Achte darauf, dass du alle Zutaten wirklich nur langsam unterhebst. Dadurch wird der Teig nicht zu feucht und die Quarkkeulchen fallen beim Backen nicht auseinander.

Noch mehr Tipps für die Ernährung deines Babys findest du hier:

Kommt bei euch schon Quark auf den Tisch oder hast du vielleicht sogar Fragen zu dem Thema? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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