Ist Crème brulée in der Schwangerschaft erlaubt?

Als werdende Mama ist das Thema Ernährung besonders wichtig. Denn zum einen versorgst du darüber nicht nur dich mit wichtigsten Vitaminen und Nährstoffen, sondern auch dein ungeborenes Baby. Zum anderen gibt es einige Lebensmittel, die du lieber von deiner Liste streichen solltest, weil sie deinem Kind gefährlich werden können. Leider gehören dazu auch einige Desserts. Ob Crème brulée in der Schwangerschaft erlaubt ist, oder du lieber darauf verzichten solltest, erfährst du hier.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

Ernährungsexpertin Lydia Wilkens von essenZ Hamburg hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.

  • Crème brulée ist eine französische Nachspeise, die aus Sahne, Zucker und Eigelb hergestellt wird.
  • Im Gegensatz zu anderen Desserts, die Eier enthalten, darfst du Crème brulée auch während der Schwangerschaft essen. Sie wird nämlich im Ofen erhitzt, sodass mögliche Viren oder Bakterien absterben.
  • Wichtig ist, dass du die Crème ausreichend lange im Ofen lässt, ideal sind mindestens 30 Minuten bei 150 Grad.

2. Was ist Crème brulée eigentlich?

Crème brulée ist eine französische Süßspeise, die aus Sahne, Zucker und Eigelb besteht. Typisch ist eine Kruste aus Karamell, die in den meisten Fälle aus braunem Zucker hergestellt wird. Nachdem die Zutaten gemischt sind, kommt die Crème brulée erst in den Ofen und danach in den Kühlschrank. Je nach Geschmack lässt sie sich auch mit Gewürzen wie Vanille, Zimt oder frischem Obst verfeinern.

3. Darf ich Crème brulée in der Schwangerschaft essen?

Ja, Crème brulée ist auch in der Schwangerschaft erlaubt. Falls also bei dem Wort „Eigelb“ schon deine Alarmglocken klingeln: Das müssen sie nicht. Denn bei der Zubereitung wird die Crème brulée im Backofen erhitzt. Das heißt, dass Salmonellen und andere Keime, die eventuell in den Eiern enthalten sein können, keine Überlebenschance haben.

Auch bei der fertigen Crème Brûlée aus dem Supermarkt brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Bei der industriellen Herstellung werden nämlich keine rohen Eier verwendet. Das heißt, du kannst die fertige Crème auch als Schwangere bedenkenlos essen.

Wirklich aufpassen musst du hingegen bei Desserts, die ausschließlich kalt hergestellt werden! Denn Tiramisu oder Mousse au Chocolat können rohe Eier (und Alkohol!) enthalten – und damit Salmonellen. Viele andere Süßspeisen wie zum Beispiel Panna Cotta sind aber erlaubt.

Kennst du dich schon mit allen Lebensmitteln aus, die während der Schwangerschaft tatsächlich tabu sind? Unser kostenloser Ratgeber 125 Lebensmittel, die du in der Schwangerschaft meiden solltest klärt dich darüber auf.

4. Worauf sollte ich bei Crème brulée achten, wenn ich schwanger bin?

Wenn du Crème brulée während der Schwangerschaft selber machst, solltest du darauf achten, sie ausreichend lange zu erhitzen. Am besten lässt du sie für mindestens 30 Minuten bei 150 °C im Backofen. So kannst du sicher sein, dass potentielle Keime und Erreger zuverlässig abgetötet werden.

Auch im Restaurant oder bei Freunden solltest du sicherheitshalber einmal mehr nachfragen.

Viele Restaurants verwenden statt des frischen Eigelbs so genanntes Trockeneipulver. In dem Fall hat sich das „Problem“ der möglichen Salmonellen von selbst erledigt. Auch fertige Crème brulée aus dem Supermarkt wird in den allermeisten Fällen ohne frisches Ei hergestellt und ist für Schwangere unbedenklich.

5. Rezept: Crème brulée für Schwangere ganz einfach selber machen

Läuft dir beim Gedanken an die französische Süßspeise das Wasser im Mund zusammen? Dann haben wir hier etwas für dich – nämlich ein total leckeres Rezept für Crème brulée, das du gleich Zuhause ausprobieren kannst:

Das brauchst du für 2 Personen

  • 200 ml Sahne
  • 75 ml Milch
  • 50 g Zucker
  • 3 Eigelbe
  • ½ Vanilleschote
  • Braunen Zucker für die Karamellkruste
  • 1 kleinen Bunsenbrenner
  • 2 kleine Formen

Und so einfach geht’s

  • Backofen auf 150 °C vorheizen.
  • Sahne, Milch und Eigelb verrühren.
  • Zucker und Vanillemark dazugeben und alles für mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.
  • Die Crème in die beiden Förmchen füllen und bis zur Hälfte in ein kochendes Wasserbad stellen.
  • Jetzt kommen die Förmchen im Wasserbad für 40 Minuten in den Ofen.
  • Danach die Crème Brûlée gut abkühlen lassen, mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner karamellisieren – fertig!

Noch ein Tipp: Du musst das Rezept nicht 1:1 übernehmen, sondern kannst die Crème brulée auch mit Zutaten wie Vanille, Orange oder Zimt variieren. Wenn du Förmchen verwendest, die einen Durchmesser von etwa 10 cm haben und 4 cm hoch sind, bekommst du am Ende eine schön gleichmäßige Crème, die weder zu fest noch zu flüssig ist.

Wir wünschen dir guten Appetit – lass es dir schmecken!

Unsere Expertin

Ernährungsexpertin Lydia Wilkens von essenZ Hamburg hat diesen Artikel inhaltlich geprüft.Dieser Text wurde inhaltlich geprüft von Ernährungswissenschaftlerin Lydia Wilkens. Die Diplom-Ökotrophologin hat 14 Jahre Erfahrung im Bereich der Ernährungskommunikation und -beratung. Als zweifache Mutter liegt einer ihrer Schwerpunkte im Ernährungsteam von essenZ, Dr. Heike Niemeier in Hamburg und der Schule des Essens in der Ernährungsberatung und -therapie von Familien und Kindern.

Außerdem führt sie Ernährungsprojekte für Kinder, Eltern und Multiplikator:innen in Kitas und Schulen durch. Als Expertin rund um das Thema Mütter- und Kinderernährung unterstützt sie die Redaktion von Echte Mamas mit praxisnahem Fachwissen.

Mehr Tipps zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ bekommst du hier.

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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