Abendbrei selber machen: So einfach geht’s

Die Umstellung von Milch auf Beikost ist ein großer Schritt für dein Baby. Damit der kleine Körper sich auf die Veränderung einstellen kann, empfehlen Experten deshalb, die unterschiedlichen Breisorten nach und nach einzuführen. Die erste Mahlzeit, die du ersetzen solltest, ist der Mittagsbrei. Als zweites steht dann der Abendbrei an, den du schnell und einfach selber machen kannst. Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass er dein Baby auch wirklich satt macht und genügend Nährstoffen enthält. Wie das geht, erklären wir dir hier.

1. Was ist Abendbrei?

Der Abendbrei ist nach dem Mittagsbrei die zweite Mahlzeit, die dein Baby statt (oder ergänzend zur) Milch bekommt. Er wird auch als Milch-Getreide-Brei bezeichnet, denn genau daraus besteht er: aus Vollmilch, Getreideflocken und ein bisschen Obst oder Gemüse.

2. Ab wann kann ich meinem Baby Abendbrei geben?

Die Meinungen darüber, wann du mit der Beikosteinführung starten solltest, gehen etwas auseinander. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt aber nach wie vor, Babys in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Am besten solltest du erst danach langsam anfangen, deinen Schatz an den Mittagbrei zu gewöhnen. Frühestens sollte dein Baby seinen ersten Brei mit fünf Monaten bekommen. Sobald sich dein kleiner Liebling daran gewöhnt hat und mit dem Löffel gefüttert werden kann, ist der richtige Zeitpunkt für den Abendbrei gekommen.

Aber Achtung: Erst mit sechs Monaten ist der Darm deines Babys in der Lage, die Getreideflocken aus dem Abendbrei zu verdauen. Dann ist der Brei allerdings auch gesund und wichtig für deinen Schatz. Denn er enthält viele Länger als bis zum sechsten Monat solltest du allerdings auch nicht warten, denn der Brei ist reich an Nährstoffe, Eisen und Eiweiße, die dein Baby braucht, um gesund heranzuwachsen.

Worauf muss ich beim Abendbrei für mein Baby achten?

Den Abendbrei für dein Baby selber zu machen, ist eigentlich ganz einfach. Trotzdem solltest du einige Dinge beachten, damit er deinem Schatz gut bekommt und ihm mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt:

  • Beim Getreide solltest du dich am besten für Vollkornflocken entscheiden. Am besten sind Instantflocken, die sich schnell in Flüssigkeit auflösen. Wenn dein Baby gerade mit dem Brei startet, nimmst du am besten die glutenfreien Sorten wie Hirse oder Reis. Später kannst du auch Hafer, Dinkel oder Gries verwenden. Am Ende des siebten Lebensmonat kannst du auf gewöhnliche Haferflocken umsteigen. Es ist immer sinnvoll, erst einmal bei einer gut verträglichen Sorte zu bleiben. Denn dein Baby benötigt keine Abwechslung, sondern kann durch zu viele Sorten sogar Allergien und Unverträglichkeiten entwickeln.
  • Bei der Milch solltest du Vollmilch mit 3,5 % Fett verwenden. Bitte keine fettarme Milch, da das Fett wichtig für dein Baby ist. Am besten ist frische Vollmilch, du kannst aber auch H-Milch nehmen. Beide Sorten sind reich an Calcium, Eiweiß und Jod. Somit erhält dein Liebling alles, was er zum Wachsen braucht.
  • Wenn du möchtest, kannst du den Brei zu Beginn mit einer 50:50 Milch-Wassermischung (aus 100 ml Milch und 100 ml Wasser) herstellen, um dein Baby langsam an das neue Nahrungsmittel „Kuhmilch“ zu gewöhnen.
  • Auf Roh- oder Vorzugsmilch solltest du bitte verzichten.
  • Das Obst ist wichtig, denn es enthält Vitamin C. Nur so ist dein Kind in der Lage, das Eisen aus dem Getreide besser aufzunehmen. Statt Obstmus kans du auch Saft verwenden.

3. Rezept: Abendbrei mit nur 3 Zutaten selber machen

Um den Abendbrei für dein Baby selber zu machen, brauchst du nur:

  • 20 g Getreideflocken
  • 200 ml Vollmilch
  • Etwas Obstmus

Vermische einfach die Getreideflocken mit der Vollmilch in einem Topf. Koche beides auf und lasse die Flocken weitere fünf Minuten quellen. Lasse sie abkühlen und rühre das Obstmus bzw. den Saft unter. Fertig ist der nahrhafte Abendbrei.

4. Abendbrei mit Gemüse selber machen

Falls du deinem Baby lieber einen vitaminreichen Gemüsebrei zum Abend geben möchtest, kannst du das natürlich auch machen:

Erwärme dafür einfach den Inhalt eines halben Gläschens Gemüse-Babybrei im Wasserbad. Koche währenddessen 50 ml frische Vollmilch und dieselbe Menge Wasser auf. Lasse beides in einem tiefen Teller bis auf eine Temperatur von 50 Grad Celsius abkühlen. Füge drei Esslöffel Getreidebrei, das erwärmte Gemüse und etwas Raps- oder Sonnenblumenöl hinzu. Einige Hersteller bieten auch spezielles Beikostöl an, das ist allerdings nicht notwendig. Dann lässt du alles abkühlen – fertig.

5. Abendbrei ohne Milch selber machen

Manche Kinder vertragen keine Kuhmilch. Sie bekommen davon Bauschmerzen oder reagieren im schlimmsten Fall allergisch. Sollte dein Säugling keine Milch vertragen, kannst du stattdessen Muttermilch nehmen. Diese darfst du jedoch nicht aufkochen, sondern lediglich erwärmen. Eine andere Alternative ist in diesem Fall auch spezielle Säuglingsmilch.

6. Hilft der Abendbrei meinem Baby beim Durchschlafen?

Falls du gelesen hast, dass dein Baby nach dem Abendbrei besser durchschlafen kann, weil er sättigender ist als Muttermilch, solltest du dir lieber nicht zu viele Hoffnungen machen. Zwar werben auch viele Hersteller mit „Gute Nachtbrei“ oder ähnlichem, der für ruhigere Nächte sorgen soll. Dass Babys nachts aufwachen, weil sie Hunger haben, kann passieren. In den meisten Fällen liegt es aber eher daran, dass sie unruhig sind, weil sie Zähne bekommen oder mitten in einer Entwicklungsphase stecken. Und dagegen hilft auch der beste Brei nichts.

Ganz im Gegenteil: Wenn dein Baby zu viel isst, kann es sogar passieren, dass es noch schlechter schläft als sonst. Der kleine Körper konzentriert sich dann nämlich auf die Verdauung und lässt deinen Zwerg nicht entspannt schlafen.

7. Kann ich Abendbrei auch kaufen, statt ihn selber zu machen?

Viele Hersteller bieten fertig angerührten Brei an, den du zum Beispiel in Gläschen bekommst. Bei anderen sind Getreide und Obst schon enthalten, und du gibst nur noch die Milch dazu. Auch wenn „Gute Nacht“-Brei und Co. natürlich verlockend klingen: Teilweise enthält so ein Fertigbrei Zuckerzusätze oder andere Stoffe, auf die du lieber verzichten solltest. Wir raten dir aber dazu, den Abendbrei aus wenigen Zutaten einfach selbst herzustellen. Einerseits sparst du damit viel Geld und kannst die Portionen optimal aufteilen. Andererseits kennst du dann die Bestandteile des Breis und weißt genau, was dein Baby mit der Nahrung zu sich nimmt.

Falls du dich für fertigen Abendbrei entscheidest, lass dich bitte nicht von den Altersangaben der Hersteller irritieren. Auch wenn auf dem Glas „ab 4 Monaten“ steht, ist der Magen-Darm-Trakt deines Babys in diesem Alter noch gar nicht darauf eingestellt. Das kann dazu führen, dass dein Schatz die Nährstoffe nicht aufnehmen kann und schneller wieder Hunger bekommt.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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