Warum ich meinem Baby Ziegenmilch-Nahrung gegeben habe

Die beste Milchnahrung für unsere Babys zu finden ist für viele Mamas ein Riesenthema. In Deutschland stillen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nur rund 76% (in Österreich oder Schweiz sind es über 90%), im 6. Monat bekommen nur noch 22% der deutschen Babys Milch aus Mamas Brust. Das kann viele Ursachen haben – die mentale oder körperliche Erschöpfung der Mama, Schmerzen, oder einfach weil es die Mama so entschieden hat. Grundsätzlich: Die WHO empfiehlt, mindestens bis zum 6. Monat zu stillen.

Aber welche Milchnahrung ist die Beste? Es gibt unendlich viel Auswahl in Deutschland. Und es ist immer gut, alle Optionen zu kennen. Ich persönlich habe meinem Baby Ziegenmilchnahrung gegeben – und ich habe das Gefühl, viel zu wenige Mamas wissen, dass es das überhaupt gibt.

Ist Ziegenmilchnahrung gut für mein Baby?

Das kann man ganz klar mit Ja beantworten, und das hat die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit geprüft und bescheinigt.

Nährstoffe: Im Bezug auf den Nährstoffgehalt ist der Unterschied zwischen kuh- und ziegenmilch-basierter Folgemilch zu vernachlässigen, denn sie werden beide angereichert um dem Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Muttermilch so ähnlich wie möglich zu sein. Nur die Fettsäurezusammensetzung von Ziegenmilch ist ein wenig anders als die von Kuhmilch. Die Menge an Alpha-Linolensäure (ALA) und Linolsäure ist doppelt so hoch wie in Kuhmilch. Das sind Fette, die unser Körper nicht selbst bilden kann (essenzielle Fettsäuren).

Verdauung: Grundsätzlich steht Ziegenmilchnahrung im Ruf, besser verträglich zu sein. Sie lässt sich leichter verdauen – das Fett darin besteht aus kleineren Fettkügelchen und vielen kurz- und mittelbettigen Fettsäuren.
Ziegenmilch enthält außerdem eine relativ niedrige Menge des Proteins αs1-Casein. Dadurch entsteht im Magen der Babys eine weichere Masse, die sie leichter ausscheiden können.

Verträglichkeit: Viele Menschen auf der Welt (manchmal auch Babys) leider unter einer Laktose-Intoleranz. Auch Ziegenmilch ist nicht laktosefrei, enthalt aber wesentlich weniger Laktose. Daher kann das eine gute Alternative für Babys sein. Besonders Mamas mit Spuckkindern und solchen, die stark unter Bauchweh leiden, berichten immer wieder, dass die Kinder Ziegenmilch gut vertragen.

Es gibt auch einen kleinen Trend: Viele Mütter möchten auch selbst keine Kuhmilchprodukte (mehr) zu sich nehmen, und suchen deshalb Alternativen.

Ziegenmilch ist sehr gesund für unsere Kinder.

Ziegenmilch ist sehr gesund für unsere Kinder. Foto: Bigstock

Tatsächlich hat mein Kleiner die Ziegenfolgemilch super vertragen. Ich kann die Bio-Folgemilch auf Ziegenmilchbasis von Töpfer empfehlen.

Ziegenmilch für Baby von Töpfer

Bio-Ziegenmilch-Nahrung von Töpfer

Ziegenfolgemilch für Babys von Töpfer hat viele Vorteile

  • Die Ziegenmilchnahrungen (1er und 2er) von Töpfer sind biozertifiziert und enthalten alle wichtigen Nährstoffe wie Vitamine (A, B2), Mineralstoffe (Calcium, Phosphor) und Proteine, die ein Baby braucht.
  • Ziegenmilch-Säuglingsnahrungen sind sehr leicht verdaulich und haben ein geringeres Allergiepotenzial.
  • Töpfer ist eine deutsche Firma aus dem Allgäu, die schon seit über einem Jahrhundert auf Bio-Produkte setzt. Sie haben keine langen Wege hinter sich, die Produkte werden vor Ort im kleinen Dietmannsried, ganz im Süden von Deutschland, produziert.

Besonders für Familien, in denen es Allergien oder Neurodermitis gibt, ist Ziegenmilch interessant

Wie bereits erwähnt, enthält Ziegenmilch ca. 10% weniger Laktose als Kuhmilch. Und kann daher für Babys mit Neurodermitis, die von Laktose gefördert wird, empfehlenswert sein. Ihr solltet dazu aber immer mit eurem Kinderarzt sprechen.

Tatsächlich ergab das auch eine Recherche unter den Müttern der Echte Mamas-Community. Ich habe alle eure Kommentare aus der Community zu Ziegenmilch gelesen. Einige hatten meinen ersten Artikel über Ziegenmilch auf Facebook kommentiert, andere haben sich privat über Erfahrungen ausgetauscht. Und tatsächlich berichteten Mamas von Babys mit Neurodermitis von sehr positiven Erfahrungen mit Ziegenmilch.

Milch

Mittlerweile gibt es zur Kuhmilch viele Alternativen. Ziegenmilch ist nur eine davon. Foto: AdobeStock

Das sind eure Erfahrungen mit Ziegenmilch

„Ich habe eine Laktoseunverträglichkeit und möchte mein Kind daher nicht mit Kuhmilch-Produkten füttern. Also wurde mir von meiner Hebamme die Ziegenmilch von Töpfer empfohlen“, schreibt eine Mutter.

Andere hatten bereits gute Erfahrungen gemacht und berichteten davon. „Ich habe meinem Sohn nur Ziegenmilch gegeben, er hat sie gut vertragen und hatte nie Bauchschmerzen“, schrieb uns etwa Barbara. Der Sohn von Anke „hat als Kind auch nur Ziegenmilch bekommen. Er hatte Neurodermitis und die Milch hat dabei sehr gut geholfen“. Viele Mütter finden, dass Ziegenmilch „sehr lecker“ schmeckt. Dajana hatte den Tipp, Ziegenmilchpulver anzurühren, von ihrer Heilpraktikerin. Diese meinte, Ziegenmilch komme unserer Muttermilch näher, und sei bloß noch nicht so bekannt.

Fazit:

In meinem Freundeskreis wurde mir die Ziegenfolgemilch empfohlen, und auch ich habe anderen von meinen guten Erfahrungen berichtet. Mein Kleiner hat sie gut vertragen, und das ist für mich das Wichtigste. Geschmeckt hat sie ihm auch. Übrigens: Selbst wenn man den Geschmack von Ziegenmilchprodukten generell nicht so mag, ist das kein Problem. Denn die Ziegenfolgemilch schmeckt kaum nach Ziege. 😉

Ob es auch für euch und eurer Baby das Richtige ist? Am besten, ihr probiert es einfach selbst aus.

Ihr habt noch weitere Fragen zum Thema Ziegenmilch für euer Baby? Dann wendet euch an den Elternservice der Firma Töpfer unter 08374 – 934 222 (Mo – Fr. 8 – 16 Uhr).

Jennifer Meerkamp

Als Kind der 80er habe ich Kinderkassetten geliebt. Schnell war mir klar: Karla Kolumna ist immer dort, wo was los ist. Deswegen wollte ich Journalistin werden. Seit 2019 bin ich Mama und freue mich, heute Teil des Echte Mamas Teams zu sein und über Kinder zu schreiben. Die sind nämlich genau so spannend wie Schauspieler und Politiker.

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