Wandern in der Schwangerschaft: Gesund oder gefährlich?

Das Wandern ist nicht nur des Müller Lust: Sobald es draußen wärmer wird, zieht es viele Menschen raus in die Natur. Kein Wunder: Die Bewegung an der frischen Luft stärkt das Herz-Kreislauf-System, ist gut für den Blutdruck, sorgt dafür, dass das Gehirn gut durchblutet wird, beugt Diabetes vor und verbrennt dabei noch jede Menge Kalorien. Kein Wunder also, dass Wandern ein so beliebtes Hobby ist. Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn ich ein Baby erwarte? Ist Wandern in der Schwangerschaft in Ordnung – oder vielleicht doch zu gefährlich? Wir erklären dir, ob du weiter wandern kannst, und worauf du auf jeden Fall achten solltest.

Warum du vor dem Wandern in der Schwangerschaft mit deinem Arzt sprechen solltest

Achtung: Falls deine Schwangerschaft schon etwas fortgeschritten ist, solltest du auf keinen Fall einfach loswandern. Sprich bitte vorher unbedingt mit deinem Arzt! Grundsätzlich ist es zwar so, dass dir in der Schwangerschaft jede Art von Bewegung guttut, die den Kreislauf anregt und Diabetes, Thrombose und anderen Krankheiten vorbeugt. Trotzdem hängt das natürlich immer auch von deiner persönlichen Situation und Gesundheit ab. Und dein Arzt kann am besten einschätzen, ob das Wandern in der Schwangerschaft für dich aus medizinischer Sicht vertretbar ist – oder ob etwas dagegenspricht.

Auch in der Frühschwangerschaft solltest du zur Sicherheit lieber einmal abklären, ob die sportliche Belastung in Ordnung ist. Es hängt natürlich auch immer davon ab, ob du schon an das Wandern gewöhnt bist oder erst neu damit anfangen möchtest.

Welche Vorteile kann das Wandern in der Schwangerschaft haben?

Wandern in der Schwangerschaft kann sehr gesund sein! Denn tatsächlich gehört das Wandern nicht zu den Extremsportarten. Stattdessen bewegst du dich in einem für dich angenehmen Tempo dort, wo es dir eben gefällt. Auch das Verletzungsrisiko kannst du mit Achtsamkeit und Vorsicht gering halten. Natürlich können dir regelmäßige Wandertouren auch dabei helfen, dich nach wie vor gesund und wohl in deinem Körper zu fühlen. Denn sind wir einmal ehrlich: Nicht jede Schwangere fühlt sich rundum glücklich. Manchen machen Wassereinlagerungen und das zusätzlichen Gewicht leider ganz schön zu schaffen.

In der Schwangerschaft wandern gehen: Das solltest du beachten!

Falls dein Arzt grünes Licht zum Wandern gibt, solltest du dennoch einiges beachten:

1. Höre immer auf dein Bauchgefühl

Auch dann, wenn deine beste Freundin oder dein Partner einen tollen Wander-Tagestrip planen. Du solltest dich körperlich nicht überanstrengen, ausreichend Pausen einlegen und, wenn es notwendig ist, eine Wandertour auch abbrechen. Höre was das angeht bitte auf dein Bauchgefühl – um deiner selbst willen und auch, um die Gesundheit deines ungeborenen Kindes zu schützen.

2. Trage die richtigen Schuhe

Achte auf jedem Fall darauf, festes Schuhwerk mitzunehmen. Sneaker und Co. sind zwar bequem, fürs Wandern aber nicht geeignet. Es ist wichtig, dass die Schuhe deine in der Schwangerschaft ohnehin schon empfindlichen Bänder, Muskeln und Sehnen schützen. Außerdem solltest du wenn möglich einen stabilen Wanderstock mitnehmen. Das mag auf den ersten Blick altmodisch erscheinen, hilft dir aber dabei, Stürze zu vermeiden. Und das ist schließlich die Hauptsache!

3. Achte auf deinen Puls

Deine Pulsfrequenz ist ein wichtiges Indiz dafür, ob alles in Ordnung ist oder dein Körper bereits am Limit „arbeitet“. Als Richtwerte gelten hierbei 155 Schläge pro Minute bei unter 20-Jährigen. Bist du zwischen 20 und 30 Jahren alt, solltest du einen Puls von maximal 150 Schlägen pro Minute beim Wandern haben. Ab einem Alter von 40 Jahren sollte dein Puls nur noch 140 Mal pro Minute bei einer Wandertour schlagen.

4. Wandere nicht zu hoch hinaus

Während deiner Schwangerschaft solltest du nicht in luftigen Höhen auf hohen Bergen wandern – zu groß ist die Gefahr, dass dein Kreislauf kollabiert. Als Limit gilt hierbei eine Höhe von 2.000 bis maximal 2.500 Meter. Falls du über mehrere Stunden in dieser Höhenlage unterwegs bist, empfehlen wir dir, regelmäßig Pausen einzulegen, damit dein Körper sich daran gewöhnen kann.

5. Trage bequeme Kleidung

Damit du dich beim Wandern auch richtig wohlfühlst, solltest du unbedingt bequeme Kleidung anziehen. An warmen Tagen kann das zum Beispiel eine gemütliche Umstandshose aus atmungsaktivem Baumwoll- und Leinenstoff sein.

6. Denke an genügend Wasser und ein paar Snacks

Bevor du zu deiner Wandertour aufbrichst, solltest du dein Gepäck checken. Nimm unbedingt genug Wasser mit. Schließlich musst du neben dir auch noch deinen im Bauch mitwanderndes Baby „mitversorgen“. Trinke also regelmäßig, am besten mehrmals in der Stunde, mindestens einen Schluck Wasser. So hältst du den Blutfluss im Körper aufrecht und versorgst dein Baby mit ausreichend Sauerstoff. Es schadet außerdem nicht, wenn du dir einen kleinen Snack – beispielsweise Nüsse oder Müsliriegel – für Zwischendurch mitnimmst, um deinen Energiehaushalt wieder aufzufüllen.

Fazit: Wandern in der Schwangerschaft kann sehr gesund sein

Wenn du die Wandertour richtig angehst, kann sie für dich und dein Baby sehr gesund sein. Sofern du keine Vorerkrankungen hast, spricht also im Normalfall nichts gegen das Wandern in der Schwangerschaft. Um das Risiko einer Frühgeburt zu minimieren, solltest du allerdings einige Wochen vor der Geburt eine Pause einlegen. Statt langer Wandertouren empfehlen sich dann kurze Spaziergänge.

Wir wünschen dir viel Freude in der Natur und eine glückliche Schwangerschaft!

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für SEO und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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