Ist Rote Beete in der Schwangerschaft verboten?

Rote Beete gilt als gesunder Energieschub. Aber wie ist es mit dem Knollengemüse eigentlich in der Schwangerschaft bestellt? Ist Rote Beete vielleicht sogar in der Schwangerschaft verboten? Schließlich ist die Liste von verbotenen Lebensmittel lang. Und Säuglinge unter 6 Monaten sollten auch keine Rote Bete essen. Wir verraten dir in diesem Beitrag, ob und wie viel Rote Beete Schwangere essen dürfen.

Ist Rote Beete in der Schwangerschaft verboten?

Ganz klar: NEIN! Du solltest sogar Rote Beete essen, egal ob roh oder gekocht. Das Gemüse ist sowohl für dich, als auch für dein Ungeborenes ein ausgesprochen gesunder Snack und die Vorteile von Rote Beete sind enorm.

Die Vorteile von Rote Beete in der Schwangerschaft:

Rote Beete ist ein Wintergemüse und Erntesaison ist von August bis April. Du kannst allerdings bereits vorgekochte Rote Beete eingeschweißt das ganze Jahr über in Supermärkten kaufen. Und das sind die Vorteile von Roter Beete im Überblick:

1. Viele Vitamine:

Die Rote Beete liefert dir viele wichtige Vitamine – darunter Folsäure und Vitamin C.

2. Viel Eisen:

Weiterhin ist Rote Beete reich an Eisen – gut für dich, weil du dann Eisenmangel effektiv vorbeugen kannst.

3. Senkt deinen Blutdruck:

Das rohe Wintergemüse enthält Nitrit, das die Muskulatur verbessert und den Blutdruck senkt.

4. Gefördertes Zellwachstum:

Weitere Vitalstoffe wie Kalium, Phosphor und Zink bewirken ebenfalls Gutes. Sie reduzieren die Anzahl der schädlichen freien Radikale, sodass sie gleichzeitig ein gesundes Zellwachstum unterstützen.

5. Gut für die Abwehr:

Die antioxidativen Eigenschaften der Roten Beete stärken deine Abwehrkräfte und erhöhen deine Immunität.

6. Gut für deine Knochen:

In den Roten Rüben ist Kieselsäure enthalten, die es deinem Körper vereinfacht, Kalzium zu verwenden. Auf diese Weise verbessert sich deine Knochendichte, sodass du ein niedrigeres Risiko hast, an Osteoporose zu erkranken.

7. Gut für deine Gelenke:

Spuren des entzündungshemmenden Betalains aus der Roten Beete beugen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge Gelenkschwellungen vor.

8. Blutreiniger:

Rote Beete gilt seit jeher als Blutreiniger, wobei sie gleichzeitig die Hämoglobinkonzentration erhöht. Das Gemüse kann also effektiv dein Risiko senken, eine Anämie zu entwickeln.

9. Gut für die Verdauung:

Auch deiner Verdauung kannst du mit der Roten Beete etwas Gutes tun. Denn die ballaststoffreichen Rüben fördern die Darmtätigkeit und beugen Verstopfungen vor.

Kann Rote Beete in der Schwangerschaft auch ein Risiko sein?

Die rote Rübe kann sich in sehr selten Fällen negativ auf deine Gesundheit und die deines Kindes auswirken. Dies ist dann gegeben, sofern du unter einer Stoffwechselstörung leidest oder sich das eigentlich gesunde Nitrit zu schädlichem Nitrat wandelt. Sobald sich Bakterien auf der Roten Beete ansiedeln, wandelt sich Nitrit in Nitrat um. Dieser Verbindung wird nachgesagt, langfristig zu Blutarmut beizutragen und das Risiko, an Krebs zu erkranken, zu erhöhen.

Du kannst dich vor diesen Folgen schützen, indem du auf einem Feld angebaute Rote Beete vorziehst, da sie mit weniger nitrathaltigem Düngemittel behaftet wurde. Eine weitere „Gefahr“ liegt in der Roten Beete enthaltenen Oxalsäure, die – in großen Mengen im Körper eingespeichert – bei Stoffwechselerkrankungen Nierensteine hervorrufen kann.

Wie ist es um Rote Beete während der Stillzeit bestellt?

Als stillende Mutter kannst du nach wie vor bedenkenlos zur roten Rübe greifen. Sie hilft dir im gesunden Maße dabei, dich ausgewogen zu ernähren. Bedenke allerdings, dass Rote Beete für dein Baby oder Säugling absolut nicht geeignet ist. Denn das Nitrat kann den Stoffwechsel deines Lieblings belasten und schlimmstenfalls eine Nierenentzündung auslösen. Deswegen gilt: Rote Beete dürfen Säuglinge unter 6 Monaten nicht essen.

Was du noch über Rote Beete in der Schwangerschaft wissen solltest:

Alten Geschichten zufolge lässt ein Heißhunger auf Rote Beete im ersten Trimester darauf schließen, dass du ein Mädchen erwartest. Wissenschaftlich beweisen lässt sich diese Vermutung jedoch nicht. Da wir schon vom ersten Trimester sprechen: Dies ist auch der günstigste Zeitpunkt, um während der Schwangerschaft Rote Beete zu essen. Denn die darin enthaltene Folsäure ist unter anderem wichtig, damit sich das Rückenmark deines Babys gut entwickelt.

Leckeres Rezept für einen Rote Beete-Saft

Mit der nachfolgenden Anleitung kannst du einen leckeren Rote-Beete-Saft selbst herstellen und genießen. Gehe folgendermaßen vor:

  1. Schäle 600 Gramm Rote Beete und 200 Gramm Möhren. Schneide diese klein und entferne bei den dazugehörigen 200 Gramm Äpfeln das Kerngehäuse. Schneide auch den Apfel in kleine Stückchen.
  2. Gib die Zutaten in einen geeigneten Entsafter. Zum Schluss fügst du den Saft einer halben Zitrusfrucht hinzu.

Wir wünschen dir einen guten Appetit und noch eine gesunde Kugelzeit!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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