Nach Corona-Koma: Frau wacht auf und ist plötzlich Mutter

Es klingt wie ein kleines Wunder: Adriana Torres infiziert sich während der Schwangerschaft mit Corona. Es geht ihr so schlecht, dass die Ärzte sie in ein künstliches Koma versetzen und beatmen müssen. Als sie wieder aufwacht, ist das Baby da – und Adriana ist plötzlich Mutter.

„Ich war sehr, sehr krank, als ich die Klinik kam“

Adriana ist 40 Jahre alt und im siebten Monatschwanger, als sie sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Symptome werden schlimmer, und am 5. April muss Adriana ins Krankenhaus. „Ich war sehr, sehr krank, als ich in die Klinik kam“, sagte sie gegenüber der „New York Post“. „Ich hatte starken Husten, war am Ende des siebten Monats schwanger – und konnte nicht mehr atmen.“

Im NYU Winthrop Hospital in New York verschlechtert sich ihr Zustand immer weiter. Die Ärzte kämpfen um Adrianas Leben und um das ihres Babys. Sie müssen die 40-Jährige in ein künstliches Koma versetzen und sie beatmen. Trotzdem versuchen sie, dem Baby so viel Zeit wie möglich im Bauch seiner Mutter zu geben.

Die Ärzte holen die kleine Leah per Kaiserschnitt

Am 8. April geht es Adriana so schlecht, dass die Ärzte entscheiden, das Baby per Kaiserschnitt auf die Welt zu holen. „Es war eine schwierige Entscheidung, aber schließlich waren wir sicher: Um den Sauerstoffbedarf der Mutter zu senken, ist es das Beste, das Kind zu holen“, erklärt eine Ärztin des Krankenhauses.

Zu diesem Zeitpunkt ist Adriana in der 29. SSW. Der Kaiserschnitt verläuft ohne Probleme, und die kleine Leah kommt auf die Welt – viel zu früh und mit nur 1.300 Gramm.

„Das war echt verwirrend“

Nach der Geburt geht es Adriana langsam besser. Sie kann besser atmen, und zwei Tage später wecken die Ärzte sie aus dem Corona-Koma auf – genau an ihrem 41. Geburtstag. Allerdings gratulieren die Ärzte ihr nicht nur dazu, sondern auch zur Geburt ihrer Tochter. „Das war echt verwirrend“, so Adriana gegenüber der New York Post.

Mit Krankenhauskittel und Schutzbrille hälr Adriana Torres überglücklich ihre Tochter Leah auf dem Arm.

Mit Krankenhauskittel und Schutzbrille hält Adriana Torres überglücklich ihre Tochter Leah auf dem Arm.
Foto: NYU Winthrop Hospital

„Es war die beste Medizin, die ich bekommen konnte“

Als Adriana realisiert, dass die jetzt Mama ist, hätte sie ihre Kleine wohl am liebsten sofort in den Arm genommen. Das war wegen ihrer Corona-Infektion aber leider nicht möglich. „Das war hart“, sagt Adriana. „Aber sie zu sehen, war die beste Medizin überhaupt für mich und meinen Körper.“

Nach einer langen Woche darf die 41-Jährige ihre kleine Tochter endlich zum ersten Mal halten. Allerdings ohne direkten Hautkontakt und mit einer Plastikmaske vor dem Gesicht – als Schutz gegen das Coronavirus.

Leah hat sich nicht mit Corona angesteckt

Auch die kleine Leah wurde inzwischen auf Covid-19 getestet. Die gute Nachricht: Das Baby hat sich trotz der schweren Infektion seiner Mutter nicht mit dem Coronavirus angesteckt. Nach aktuellen Informationen gibt es auch keine Hinweise darauf, dass Corona bei Schwangeren über die Plazenta auf das Baby übertragen wird.

Inzwischen ist Adriana wieder zuhause

Gut zwei Wochen ist es jetzt her, dass Adriana ihr Baby nach dem Corona-Koma zum ersten Mal gesehen hat. Inzwischen wurde die 41-Jährige aus dem Krankenhaus entlassen und erholt sich in häuslicher Quarantäne von den Strapazen. Auch der kleinen Leah geht es gut. Sie wird auf der Frühchenstation des Krankenhauses betreut und versorgt.

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern.

Seit 2015 sind wir Eltern einer zauberhaften Tochter. Zwei Jahre später kam ihr kleiner Bruder auf die Welt, und unsere Familie war komplett. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team, das sich nur allzu gern gegen Mama und Papa verbündet.

Abgesehen von meiner Familie liebe ich den Hafen, fotografiere gern und gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Texte und Social Media ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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