Doch nach fünf Tagen verschlechterte sich der Zustand ihrer kleinen Tochter.
Am 5. August teilte man der Mutter mit, dass ihr Kind dringend eine Darm-OP benötige. Die 24 Stunden nach dem Eingriff, bei dem das Mädchen einen künstlichen Darmausgang erhielt, überlebte es nicht. Edem starb am 6. August in der Kinderklinik.
Seitdem lag das kleine Mädchen im Kühlfach, denn die 2.000 Euro, die eine Beerdigung kosten würde, hat seine Mama einfach nicht. Normalerweise springt in solchen Fällen der Staat ein, aber der Kampf mit den Behörden zog sich. Erst vor wenigen Tagen bekam die 27-Jährige wieder Post von den Behörden, sie soll weitere Nachweise erbringen und Anträge ausfüllen.
Ein Kraftakt für die trauernde Mutter, sie fühlte sich im Stich gelassen.
„Oft dauert es Wochen, bis Kostenzusagen da sind. Das ist eine riesige Belastung für die Trauernden“, sagt Bestatter Sven-Friedrich Cordes vom gleichnamigen Bestattungsunternehmen. Nach einem Todesfall seien Betroffene oft überfordert und „kaum in der Lage solche Anträge auszufüllen und einzureichen“.
Vorstrecken wollte er das Geld aber nicht, damit hatte der Bestatter in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht: Mehrere 10.000 Euro seien nicht bezahlt worden, weil das Sozialamt später die Kosten doch nicht übernahm, erzählte er.
Die Berichterstattung löste eine Welle des Mitgefühls aus.
Das traurige Schicksal der kleinen Edem und ihrer Mutter verbreitete sich schnell. Viele Menschen wollten der Mama helfen und spendeten für die Beerdigung ihrer kleinen Tochter, wie der NDR berichtet. Inzwischen ist eine ausreichend hohe Summe zusammengekommen, nach Angaben des Bestatters kann das Baby in der kommenden Woche endlich beerdigt werden. Ruhe in Frieden, kleine Edem!
Nach 7 Wochen im Kühlfach: Baby kann endlich beerdigt werden
Von
Lena Krause
17. Februar 2026