Motorische Entwicklung: So kannst du dein Baby sanft unterstützen

Bei der motorischen Entwicklung gilt: „Jedes Baby ist anders“. Während sich manche kleinen Mäuse bereits ab dem dritten oder vierten Monat drehen, schauen sich andere noch mit einem halben Jahr die Welt entspannt im Liegen an. Beides ist normal, kein Grund zur Sorge! Auch wenn du dein Baby gerne unterstützen möchtest – dränge dein Baby nicht zu Bewegungen, die noch nicht auf der Agenda seiner ganz persönlichen motorischen Entwicklung stehen, denn jedes Baby hat wie auch wir Erwachsenen sein eigenes Tempo.

Neues Level freigeschaltet: Wie mich die motorische Entwicklung von Babys begeistert

Meine Tochter war mit ihrer motorischen Entwicklung extrem schnell: Mit drei Monaten drehte sie sich das erste Mal vom Rücken auf den Bauch, mit vier Monaten übte sie das Robben und mit einem halben Jahr krabbelte sie. Es schien so, als hätte sie einen Plan, den sie Schritt für Schritt abarbeitete. Ehrgeiz war ihr stärkster Motor: Sobald meine kleine Maus eine Sache drauf hatte, begann sie mit dem „Training“ des nächsten Schrittes. Sobald sie etwas Neues konnte, war ihre Welt wieder in Ordnung. 😄

Jedes Baby hat seinen ganz eigenen Zeitplan für seine Meilensteine. Egal wann: Wir Mamas können stolz auf sie sein! Tipp: Mach Fotos von den vielen, so wichtigen Entwicklungsschritte deines kleinen Schatzes.

Grundlagen der motorischen Entwicklung: Reflexe

Nichts wirkt hilfloser als ein Neugeborenes. Doch die Natur hat diesem kleinen Wesen etwas Überlebenswichtiges mit auf den Weg gegeben: die Reflexe (vor allem den Such-, Saug- und Schluckreflex) und z.B. auch die Fähigkeit, seinen Kopf zur Seite zu drehen, wenn es auf dem Gesicht liegt, damit es genug Luft bekommt. Faszinierend, was dieses kleine Menschlein kann, oder?

Mit vier Monaten kannst du die ersten kleinen Spiele mit deinem Baby ausprobieren. In diesem Video findest du einige Anregungen:

Eine weitere Möglichkeit, um spielerisch die motorische Entwicklung zu begleiten, ist in normalen Zeiten zum Beispiel ein PEKiP-Kurs: In einem warmen Zimmer machen Mamas unter fachlicher Anleitung mit ihren unbekleideten Babys Bewegungsspiele, wie zum Beispiel das „Fahrradfahren“. In der aktuellen Corona-Situation fallen solche Kurse zwar leider erstmal aus, aber ihr findet online einige Videos mit Übungen, zum Beispiel hier ein Video für die Fahrradfahr-Übung. Diese hilft übrigens auch vielen Babys prima bei Blähungen.

Aber bitte mach dir und deinem Kleinen keinen Stress: „Babys sind gerade in den ersten Lebensmonaten vielen Reizen ausgesetzt. Meist geben sie selbst vor, wieviel Action sie, neben dem für sie eh schon spannenden Alltag, brauchen. Es gibt Kinder, die die Gesellschaft vieler Menschen lieben und Spaß an Kursangeboten haben. Genauso gibt es aber auch Kinder, die (mehr) Ruhe brauchen und sich in ihrem gewohnten Umfeld am wohlsten fühlen. Diese Kinder werden durch viele, gleichzeitig auf sie einwirkende Reize schnell überfordert, weinen viel und lassen sich nur schwer beruhigen. Das wiederum erhöht den Stresspegel der Mama – ein ungünstiger Teufelskreis. Ein gesundes Baby, das nicht an einem solchen Kursangebot teilnimmt, wird meines Erachtens auch keine Nachteile erleiden“, beruhigt die Kinderärztin und Pampers-Expertin Dr. Snjezana Schütt.

Die ersten Schritte der motorischen Entwicklung

1. Kopfhalten

Puh, ganz schön schwer! In der motorischen Entwicklung ist das Kopf halten einer der ersten Steps.

Puh, ganz schön schwer! In der motorischen Entwicklung ist das Kopf halten einer der ersten Steps. Foto: Bigstock

Der erste große Schritt in der motorischen Entwicklung deines Babys ist das Halten des eigenen Kopfes. Und der ist ganz schön schwer! Eine beachtliche Leistung also.

Kleine Übung für die Muskulatur in Rücken, Nacken und Armen: Dazu kannst du beispielsweise dein drei Monate altes Baby in Bauchlage bringen, mit ihm spielen und reden. Dein Kleines wird versuchen, zu dir hoch zu blicken und seinen Kopf zu heben. Vielleicht schafft es sogar schon Baby-Liegestützen und stemmt sich mit beiden Armen für kurze Zeit hoch. Probier das gern mehrfach am Tag, aber übertreibe es nicht. Wenn dein Baby sich die Augen reibt oder abwendet, ist es ihm zu viel. Dann ist wieder Kuscheln angesagt.

„Auch beim Tragen im Fliegergriff wird das Kind das Köpfchen anheben und somit die Muskulatur, die für das Halten des Kopfes notwendig ist, trainieren“, ergänzt Frau Dr. Schütt.

2. Strampeln und drehen

Dein Baby kann mittlerweile so kräftig strampeln, dass du es wahrscheinlich schon einige Male beim Aufwachen am anderen Ende des Beistellbettchens vorgefunden hast. Einigen Babys gelingt es ab dem vierten Monat bereits, sich zu drehen. Nun ist besondere Vorsicht am Wickeltisch angesagt, damit sich dein kleiner Liebling nicht plötzlich herunterrollt und ernsthaft verletzt. Und: Ab jetzt muss die Windel noch mehr leisten. Denn je mehr dein Baby seine Motorik verfeinert, desto wichtiger ist, dass nichts verrutscht. Als Mama hast du ab sofort wirklich alle Hände voll zu tun, wenn du dein aktives Baby wickelst. Schwupps, auf die Seite gedreht, und schon ist die Windel wieder auf…

Pampers Baby-Dry Pants sorgen nicht nur für einen bequemen Sitz und sicheren Auslaufschutz, sie machen uns Mamas das Wickeln auch deutlich leichter. Die Höschenwindeln sind in Windeseile an- und ausgezogen und meine kleine Maus kann ungestört weiter strampeln und durch die Wohnung robben.

3. Greifen

Mit drei oder vier Monaten können viele Babys die Hände über der Brust zusammenführen und beginnen, nach Dingen zu greifen. Der Tastsinn bildet sich aus! Besonders niedlich ist es, wenn sie ihre eigenen Händchen und später auch Füßchen entdecken. Die kleinen Spielkameraden werden ausgiebig betrachtet und begeistert befühlt. So süß!

Nach wie vor der wichtigste Sinn, um die Welt zu entdecken und zu begreifen, bleibt vorerst noch der Geschmackssinn. Alles, wirklich alles, wird in den Mund genommen. Pass auf, dass keine Kleinteile in der Nähe deines Babys liegen – die Verschluckungs- und Erstickungsgefahr ist groß!

4. Bald wird’s wild: Robben, krabbeln, sitzen …

Mit der motorischen Entwicklung geht es rasant voran. In den kommenden Wochen fangen einige Babys schon mit dem Robben an – für viele eine Vorstufe zum Krabbeln. Die unterschiedlichen Fortbewegungsmethoden der kleinen Räuber sind wirklich witzig: Von schwimmähnlichen Bewegungen bis hin zum Paddeln – das Repertoire der Winzlinge ist echt erstaunlich. Sei gespannt, welche Technik dein Baby an den Tag legen wird!

Um den siebten, achten oder neunten Monat herum wird dein Baby ohne fremde Hilfe zum Sitzen kommen: Ein weiterer großer Meilenstein seiner motorischen Entwicklung ist geschafft. Aber bitte forciere das nicht zu früh. Mit dem sogenannten passiven Hinsetzen tust du deinem Baby keinen Gefallen. Auch wenn du es nur gut meinst: Hab Geduld, bis dein Baby selbst so weit ist, denn erst dann ist eine neue Bewegung Teil seines natürlichen Bewegungsablaufes.

Dein Baby wird mobil: So kannst du seine motorische Entwicklung fördern

Wir Mamas beobachten begeistert, wie sich unser Babys entwickeln. Vieles wird durch die motorische Entwicklung der kleinen Mäuse im Alltag leichter – manches aber auch komplizierter. Mal eben duschen, während dein Baby seelenruhig auf seinem Deckchen liegt, ist nicht mehr drin.

Fest steht: Ein kleiner Mensch braucht Bewegung! Gib ihm dafür einen sicheren Rahmen und mach deine Wohnung kindersicher: Steckdosen sichern, Giftiges wie Reinigungsmittel, Medikamente etc. weit oben auf die Schränke, Treppen und Ecken absichern usw. Denn eher als du dir jetzt vorstellen kannst, wird dein Baby wirklich schnell sein. Und du kommst kaum noch hinterher!

1. Genug Freiraum unterstützt die motorische Entwicklung deines Babys

Gib deinem Baby jeden Tag ausreichend Zeit, sich zu bewegen. Lege dein Baby auf einen bequemen Untergrund, zum Beispiel eine Spieldecke, lass es mit Ärmchen und Beinchen spielen und nach Herzenslust strampeln. Von Woche zu Woche wird dein Baby jetzt seine Lust an der Bewegung steigern.

2. Richtige Reize regen die motorische Entwicklung an

Mit altersgerechtem Spielzeug kannst du die motorische Entwicklung deines Babys spielend leicht fördern. Um das Greifen zu üben, biete ihm Dinge an, die es mit seinen kleinen Fingerchen leicht umschließen kann (zum Beispiel eine Rassel).

Erstelle zum Beispiel mal ein DIY-Fühlsäckchen: Füll Gegenstände in einen Beutel oder Kissenbezug, die spannend zum Anfassen sind (aber zu groß zum Verschlucken). Lass dein Kleines nach Herzenslust ertasten, was sich darin verbirgt. Oder pack einen Korb mit verschiedenen (leichten) Dingen und lass dein Baby alles ausräumen und erkunden.

Spannende Schritte der motorischen Entwicklung: Drehen und Rollen.

Spannende Schritte der motorischen Entwicklung: Drehen und Rollen. Foto: Bigstock

Ein Spiel, um das Drehen zu üben: Leg dein Baby auf eine längliche Matte und hilf ihm dabei, sich über die Seite von einem Ende zum anderen zu rollen. So bekommt dein Baby ein Gefühl dafür, wie es ist, sich in einem Raum zu bewegen.

3. Bequeme Kleidung und die richtige Windel erleichtern Bewegungsabläufe

In bequemen Bodys, elastischen Leggings oder weichen Jogginghosen kann sich dein Baby flüssig und natürlich bewegen. Du machst ja auch nicht in Jeans Sport, oder? Dein Baby will frei strampeln, über den Boden kullern und herumrutschen, mach ihm das mit der richtigen Kleidung so angenehm wie möglich.

Pampers Premium Protections Pants machen jeden Schritt der motorischen Entwicklung mit

Federweich, ohne Federn zu enthalten – die Pampers Premium Protection Pants. Foto: PR

Das gilt natürlich auch für das, was Babys „drunter“ tragen: die richtige Windel. Mit steigendem Bewegungsdrang braucht dein kleiner Räuber eine Windel, die alles mitmacht, bequem sitzt und hält. Besonders weich auf der zarten Babyhaut sind die Pampers Premium Protection Pants. Da kratzt und zwickt nichts! Die Windeln sind rundum dehnbar und passen sich den Bewegungen deines Babys optimal an. Dabei sorgen die Höschenwindeln für bis zu zwölf Stunden Trockenheit und lassen sich dank perforierter Seiten ratz fatz an den Seiten aufreissen.

Wann ist mein Baby soweit?

Wir Mamas machen uns ja schnell Gedanken darüber, ob sich unser Schatz „normal“ entwickelt. Keine Bange. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen überprüft dein Kinderarzt die Gesundheit und Entwicklung deines Babys regelmäßig ganz genau. „Sollte der Kinderarzt eine Verzögerung der motorischen Entwicklung feststellen, wird er Maßnahmen in die Wege leiten, die dein Baby unterstützen, wie z.B. eine physiotherapeutische Behandlung“, beruhigt Dr. Schütt. „Jedes Kind ist einzigartig und hat sein eigenes Tempo, egal ob es um das Thema Durchschlafen, Ernährung oder die motorische Entwicklung geht. Vergleiche mit anderen Babys sind schwierig und können Mamas (meist völlig unnötig!) verunsichern.“

Also: Genieße die einzelnen Schritte deines Babys, staune mit ihm, und gib ihm die Zeit, die es dafür braucht.

Babyentwicklung im ersten Lebensjahr: Alles was du wissen solltest

Lena Lang

Lena Lang wohnt mit ihrem Mann und ihrer knapp einjährigen Tochter im Herzen Hamburgs. Ihr Mantra für ein entspanntes Leben mit Kleinkind lautet: „Alles ist nur eine Phase“.

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