Das schönste Geschenk für uns Mamas ist, wenn unser Kind gesund ist. Und natürlich sind wir da immer sehr hinter her. Gut so! Es klingt zwar oll, ist aber so wahr: Vorbeugen ist besser als heilen.  Das weiß auch die Kinder-Physiotherapeutin Kathrin Kiesel aus Bellheim. „Es gibt ein paar Bewegungsabläufe, die ein Baby im ersten […]

Inhalt dieses Artikels

    Das schönste Geschenk für uns Mamas ist, wenn unser Kind gesund ist.

    Und natürlich sind wir da immer sehr hinter her. Gut so! Es klingt zwar oll, ist aber so wahr: Vorbeugen ist besser als heilen. 

    Das weiß auch die Kinder-Physiotherapeutin Kathrin Kiesel aus Bellheim.

    „Es gibt ein paar Bewegungsabläufe, die ein Baby im ersten Lebensjahr machen sollte, damit es später keine motorischen Probleme oder Haltungsschäden bekommt,“ so die Expertin aus der Pfalz, die sich seit 15 Jahren auf Babys und Kinder spezialisiert hat.

    Welche das zu welchem Zeitpunkt sein sollten und wie du diese erkennst, erklärt dir Kathrin Kiesel hier:

    Ab dem 4. Monat: Sich drehen
    Ab 16 Wochen fangen die Babys normalerweise an, sich zu drehen. Natürlich macht das nichts, wenn deines ein paar Wochen später dran ist. Wenn es sich mit sieben bzw. acht Monaten aber noch nicht selbst drehen kannst, solltest du den Grund herausfinden lassen.

    Ab dem 5. und 6. Monat: Auf dem Bauch liegen
    Dein Baby meckert, wenn es in Bauchlage liegt? Kommt leider häufig vor! Dabei ist die Bauchlage sooo wichtig für seine Entwicklung. Sie trainiert die Muskulatur, die es später fürs Krabbeln braucht. Also bitte nicht sagen: „Mein Kind mag tagsüber nich auf dem Bauch liegen, deshalb mache ich das nicht.“  Besser: Dein Baby immer wieder kurz in Bauchlage legen – und die Dauer langsam steigern, bis es sich daran gewöhnt hat.

    Wenn es sich weiter stark wehrt, dann bitte zum Arzt und eventuell Physiotherapie verschreiben lassen.

    Ab dem 5. und 6. Monat: Sich abstützen
    Zeitgleich mit der Bauchlage sollte sich das Baby mit den Armen abstützen. Zuerst kommt der Unterarmstütz – dein Baby hebt den Oberkörper, der Unterarm ist fest auf dem Boden. Ab dem 6. Monat sollte es den Handstütz können. Die Hände sind dabei flach auf dem Boden, die Ellenbogen durchgestreckt.

    Wichtig, weil: Trainiert die Nacken- und Rückenmuskulatur, die es später beim Robben bzw. Krabbeln braucht.

    Ab dem 7. und 8. Monat: Robben bzw. Krabbeln
    Normalerweise robbt dein Baby erst, bevor es krabbelt – wobei die erste Phase  nur vier bis sechs Wochen dauert. Manche Babys robben gar nicht, was nicht weiter schlimm ist; krabbeln sollten sie aber auf jeden Fall, weil sie von da meist selbstständig gut zum Sitzen kommen.

    Babys, die auf dem Popo vorwärts rutschen statt zu krabbeln, sollten auf jeden Fall zum Arzt bzw. zur Physiotherapie. Sie haben die nötige Muskulatur nicht.

    Ab dem 9. Monat: Sitzen 
    Plumps, und schon ist es passiert: Dein Kind hat sich beim Krabbeln aufgerichtet und sitzt plötzlich mit gespreizten Beinen. Toll, wenn es so klappt!

    Wichtig: Dein Kind auf keinen Fall hinsetzen, wenn es das noch nicht selbstständig kann. Dann ist die Rumpfmuskulatur zu schwach, um die Wirbelsäule zu halten. Also bitte keine Kissen oder ähnliches zur Hilfe nehmen.

    Ab dem 12. Monat: Laufen
    Dein Kind krabbelt noch nach dem 1. Geburtstag? Kein Problem! Krabbeln ist sehr gut, weil es die Muskulatur am ganzen Körper trainiert. Kinder tun sich dann leichter, selbstständig zum Laufen zu kommen. Lauflerngeräte, auch Babywalker oder Gehfrei genannt, sind leider überhaupt nicht zu empfehlen. Warte lieber, bis sich dein Kind von selbst aufrichtet.

    Weiterer Vorteil: Es schont auch deinen Rücken, weil du nicht immer in gebückter Position neben deinem Kind herlaufen musst.

    Wir sagen nur: Go, baby, go!

     

    5 Kommentare

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