„Mir ist sooo schlecht!“ – Ist die Schwangerschaftsübelkeit noch normal oder schon gefährlich?

 

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Bei manchen werdenden Mamas kommt sie sogar schon vor dem ersten positiven Test, manche bemerken sie kaum, aber vorbei kommt an ihr fast keine: die berühmte Schwangerschaftsübelkeit.

Sie plagt Schwangere besonders in den ersten drei Monaten, wenn sich das Hormon hCG bildet und kann die Freude über das heranwachsende Leben sehr trüben.

Frühmorgens, bei leerem Magen ist die Übelkeit häufig am schlimmsten. Darum raten Frauenärzte und Apotheker ausdrücklich zum Naschen: Ingwer hilft grundsätzlich gut, vor dem Aufstehen in Keksform im Bett genascht bringt er oft schon eine deutliche Linderung. Der Zucker sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt, was ebenfalls hilft.

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Bei der „normalen“ Übelkeit helfen:

  • Ingwer, Ingwer, Ingwer!
  • Trockenes Brot wie Zwieback
  • wenig Fettiges oder Gebratenes essen
  • starke Gerüche meiden
  • Obstsäfte trinken
  • kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten
  • Trinkwasser mit Grapefruit oder Zitronenscheiben pimpen
  • Getrocknete Früchte wie Aprikosen gleichen den Kalium-Wert aus
  • Bewegung hilft dem Kreislauf und der Verdauung, in Schwung zu kommen

Babybauch

Wenn aber nicht nur am Morgen jeder Gang zur Toilette führt, die Küche eine absoulute Tabuzone wird und jeder Spaziergang zum Gerüche-Spießrutenlauf – dann kann es allerdings sein, dass die Übelkeit zur echten Krankheit wird, wie bei drei von hundert schwangeren Frauen. Hyperemesis Gravidarum nennt sich das, und wer das erlebt hat, möchte Menschen, die einem mit besten Wissen zu einer Tasse Ingerwer-Tee raten, am liebsten ebendiese an den Kopf werfen.

Ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist HG mit Herzogin Kate, die bei ihren beiden Schwangerschaften unter dieser extremen Form litt. Sie ist manchmal gar nicht leicht zu erkennen, doch es gibt einige

Anzeichen, die eindeutig sind:

  • mindestens fünf Mal am Tag Erbrechen – manche HG-Schwangere schaffen es traurigerweise auf Zahlen über 20
  • immerwährende, starke Übelkeit, die den Alltag und das Leben bestimmt
  • Gewichtsverlust
  • Urinmenge nimmt deutlich ab

Kommen dazu noch Fieber oder kann die Betroffene nicht mal mehr Flüssigkeit bei sich behalten, gibt es nur noch eines: ab zum Arzt!

Viele Frauen schämen sich und halten ihre HG für ein normales Schwangerschaftsleiden, doch das kann gefährlich werden, für sie und das ungeborene Baby.

Der Kalium-Wert im Blut sinkt, der Körper geht mehr und mehr an die Reserven. Das zeigt sich nicht nur am Blutwert, sondern auch im Urin: Hier wird Eiweiß ausgeschieden, das normalerweise von der Niere ausgefiltert wird. Außerdem finden sich Ketonkörper, die beweisen, dass der Körper mit Volldampf Fett abbaut, als wäre er auf einer Null-Diät.

hyperemesisManche Frauenärzte sind darauf eingerichtet, Frauen mit Schwangerschaftsübelkeit ambulant zu helfen und hängen ihnen in der Praxis eine Infusion an – die Therapie der Wahl bei Hyperemesis Gravidarum.

Oft allerdings ist ein kurzer Krankenhausaufenthalt von zwei oder mehreren Tagen unumgänglich. Dort bekommen die Patientinnen IV unter anderem Vitamin B6 verabreicht. Tägliche Kontrollen lassen die Ärzte jede Besserung schnell erkennen, sodass die Zeit im Krankenhaus so kurz wie möglich gehalten werden kann.

Was sonst noch hilft:

  • sich dem Umfeld erklären, Aufgaben wie Einkaufen delegieren
  • sich Ruhe gönnen
  • essen, was zu essen geht – gesunde Ernährung kann warten. Hauptsache ist, dass überhaupt etwas drin bleibt.
  • Flüssigkeit zu sich nehmen, wann immer möglich, egal, ob Eiswürfel lutschen oder Suppe schlürfen
  • Vomex oder Agyrax, ein in Deutschland nicht auf dem Markt befindliches Mittel. Es kann in den Nachbarländern erworben werden und gilt laut Langzeitstudien als unbedenklich
  • Scham- und falsches Pflichtgefühl
    ausschalten: HG ist eine Krankheit, keine persönliche Überreaktion!

 

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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