Warum Mamas so erschöpft sind? Weil ihr Kopf niemals Feierabend hat

Seid ihr abends, im Feierabend, manchmal auch so unglaublich erschöpft und müde? Und morgens eigentlich auch? Und mittags… sieht es nicht viel anders aus, oder?

Wir Mamas haben immer etwas zu tun oder zu bedenken. Immer. Und dabei haben viele von uns sogar das große Glück, einen wunderbaren Partner der „neuen Generation“ an unserer Seite zu haben. Einen, der sich nach seinem Feierabend den Haushalt mit uns teilt und auch gerne Zeit mit seinen Kindern verbringt. Der nachts aufsteht, wenn das Baby weint und uns auch mal ausschlafen lässt.

Wer einen Lebenspartner hat, der diesen Titel auch so richtig verdient, sollte ja eigentlich deutlich weniger zu tun haben. Und ja, auch ich habe dank meines tollen Freundes abends mal die Zeit, eine Folge meiner Lieblingsserie zu sehen, während er noch schnell den Geschirrspüler ausräumt. Feierabend!

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Oder auch nicht. Zumindest gilt das nicht für meinen Kopf. Denn wenn ich nicht parallel zum Fernsehgucken einen Einkaufszettel schreibe oder online schnell eine Herbstjacke für meine Tochter bestelle, überlege ich, wie wir den nächsten Kindergeburtstag feiern können. Oder was wir der Mutter meines Freundes zu Weihnachen schenken können. Ich denke darüber nach, ob in der Kita noch genügend Wechselwäsche liegt und wann mein Kind denn eigentlich wieder zum Zahnarzt muss.

„Mental Overload“, unsichtbare Arbeitsbelastung oder emotionale Arbeit. Es gibt viele Begriffe für das, was Mamas wirklich so erschöpft. Denn neben den offensichtlichen Dingen wie Haushalt oder zur-Kita-bringen gibt es in einer Familie unglaublich viel zu tun oder bedenken, damit der Laden läuft. Punkte, die nie genannt werden, und dennoch alle nebenher bemerkt, durchdacht, geplant und dann auch erledigt werden müssen.

Und irgendwie sind diese Dinge meist Mama-Sache. Ganz automatisch. Denn „Wenn ich mich nicht darum kümmere, dann tut es ja keiner.“ oder „Bevor ich das jetzt lang und umständlich delegiere, mach ich es eben schnell selbst.“ Und natürlich tun wir es nicht zuletzt auch aus Liebe, weil wir möchten, dass es unserer Familie gut geht.

Und so erledigen wir eine Fülle von Dingen, die ungesehen bleiben. Sie würden nur auffallen, wenn wir uns nicht um sie gekümmert hätten. Wir wissen, wer in unserer Familie was nicht so gerne isst und erstellen den Speiseplan danach. Wir achten darauf, dass stets genug Windeln oder Klopapier im Haus sind. Wir packen das Geschenk für die Geburtstagsparty des Kita-Kumpels ein, das wir vorher auf dem Heimweg vom Job besorgt haben. Wir wissen, mit wem unser Kind zur Zeit am liebsten spielt und welcher Kollege unseren Partner aktuell in den Wahnsinn treibt. Und sprechen die beiden daran an, ehrlich interessiert.

Geschenke sind meist Mama-Sache. Foto: Bigstock

Jede Mama hat ihre eigene Liste dieser „unsichtbaren“ Aufgaben. Allen gemein ist nur, dass sie niemals endet. Und auch, wenn es uns oft gar nicht bewusst ist: Zusammen ergeben diese kleinen „Liebesdienste“ ein enormes mentales Gewicht, das dauerhaft auf unseren Schultern lastet. Jede Emotion in der Familie zu spüren und zu berücksichtigen, sich ständig zu sorgen und an alles zu erinnern – das macht uns platt.

Wenn es euch auch so geht, dann gibt es nur eins: Raus damit. Erzählt eurem Partner, wie es euch geht. Etwa die Hälfte der Männer wird antworten: „Ja, und warum hast du nichts gesagt?“ So wie meiner. Argh, ich hab mich über diesen Satz geärgert, wollte explodieren. Und dann dachte ich: „Ja, warum hab ich das denn bis jetzt nicht?“

Weil ich eigentlich will, dass er es von alleine merkt und mir auch bei der „emotionalen Arbeit“ zur Hand geht. Aber: Wie schon erwähnt… Es handelt sich hierbei um Dinge, die ich nebenbei mache. Er merkt es meistens gar nicht. Es ist keine böse Absicht, sondern Unwissenheit. Und ich muss endlich reden, anstatt mich dauerhaft zu ärgern.

Es ist also an der Zeit, bewusst zu delegieren. In welchem Maße, das entscheidet jeder selbst. Aber jede (noch so winzige) Aufgabe, die wir aus unserem Kopf streichen können, entlastet uns enorm. Wir haben etwas mehr Zeit für eine wohltuende „Leere“ im Kopf.

Und diese Leere ist wichtig. Für unsere Psyche, unseren Körper – und für die glückliche Mama und Partnerin, die sich unsere Familie wünscht.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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